"kreuz.net" polemisiert gegen "Schweizer Stimmvolk"
Anonymes Radau-Portal beschimpft Eidgenossen wegen Anti-Minarett-Entscheidung
(News4Press.com)
Pressemeldung vom 3.12.2009
Im deutsch-israelischen Medienportal "European Info Press" kritisiert Felizitas Küble, Vorsitzende des Christoferuswerks in Münster, die jüngsten Kommentare von "kreuz.net" zur Schweizer Anti-Minarett-Abstimmung:
Das ebenso polemische wie antijüdische Internetforum „Kreuz.net“, das sich raffinierterweise mit dem trügerischen Gewand eines „traditionstreuen Katholizismus“ schmückt und des scheinheiligen Weihrauchs kein Ende findet, ist weit entfernt von wirklicher Katholizität, ganz zu schweigen von Vernunft, Fairneß und Sachlichkeit.
Im Frühjahr dieses Jahres haben sich die jeweiligen kath. Bischofskonferenzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz offiziell und eindeutig von dieser anonym agierenden Radau-Webseite distanziert, ebenso Radio Vatikan und das Kölner „Domradio“.
Das von unsachlichen Rundumschlägen nur so strotzende Internetportal bringt selten Argumente und Erläuterungen zur christlichen Botschaft bzw. katholischen Lehre. Stattdessen gilt die Hauptsorge der Betreiber den selbsterkorenen „Feinden“, wozu sie vor allem Gegner der überlieferten Liturgie, sog. „Altliberale“ und Homosexuelle zählen.
Merkwürdigerweise schmückt diese Webseite ihre Attacken-Artikel gerne mit Fotos insbesondere aus dem homosexuellen Milieu, die von katholischer Sittlichkeit ebenso weit entfernt sind wie vom guten Geschmacksempfinden. Auch die Ausdrucksweise - zumal in den Überschriften - würde mit dem Begriff „Gossensprache“ verharmlost; der Stil des Portals befindet sich vielmehr nicht selten im Bereich der untersten Kanalisation.
Die Judenfeindlichkeit dieser Radau-Webseite ist derart offensichtlich und schon auf den ersten Blick erkennbar, daß sich jede Beweisführung erübrigt. Interessant ist freilich, daß sich diese online-Piraten ausgerechnet den Islam als Bündnispartner ausgeguckt haben. Seit Jahren werden immer wieder Artikel aus muslimischer Feder serviert, wozu gerne auch kein „Geringerer“ als der iranische Präsident selbst gehört.
Daß der Iran von christlichen Menschenrechtsorganisationen wie CSI (Christian Solidarity International), HMK (Hilfsaktion Märtyrerkirche) und IGFM (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte) zu den christenfeindlichsten Staaten der Welt gerechnet wird, spielt offenbar keine Rolle, geht es in „kreuz.net“ doch um den gemeinsamen Kampf von Pseudo-Katholiken und Moslems - gegen Juden!
Da paßt es der anonymen Redaktion ganz und gar nicht ins Konzept, daß sich das als eher konservativ geltende, bodenständige „Bergvolk“ der Schweizer mit ihrem Stimmzetteln erlaubten, den islamischen Minaretten mehrheitlich eine klare Absage zu erteilen.
Den entsetzten Betreibern von „kreuz.net“ fällt da nur noch eines ein: „Die Anti-Islam-Propaganda hat funktioniert“, so jammerte das online-Portal am 29.11.2009. Wohl zur Strafe dafür, daß die Eidgenossen dem islamischen „Bündnispartner“ nicht die Füße küßten, werden sie durchgängig nur als „Stimmvolk“ bezeichnet - wohl nicht ohne Grund klanglich eng angelehnt an die Beschimpfung „Stimmvieh“.
Am Montag, den 30. November, gab es des Klagens über die unbotmäßigen Schweizer immer noch kein Ende. „Gesetze gegen die Religion haben in der Schweiz eine üble Tradition“, verkündeten die Radaubrüder - und fügten hinzu: „Die Schweiz ist ein reaktionäres Land, das der legitimen Freiheit im Namen der Freiheit den Garaus macht.“
Seltsame Töne für ein angeblich „traditionelles“ Forum, derart rüde über die braven Eidgenossen herzuziehen und sie ausgerechnet mit der typisch linken Vokabel „reaktionär“ verbal zu verprügeln.
Während das pro-islamische Portal am Sonntag noch verkündete, die Anti-Minarett-Initiative sei „überraschend“ angenommen worden, war man schon am Montag um eine „Erklärung“ bzw Ausrede reicher geworden. Über Nacht kam vermutlich die Erleuchtung, daß man den Schwarzen Peter am besten den ungeliebten Protestanten in die Schuhe schiebt - und so geschah es also:
Angeblich, so „kreuz.net“, läßt sich das unleidliche Ergebnis nämlich damit erklären, daß es in der Schweiz „eine lange protestantisch-liberale Tradition“ gäbe mit dem Ziel der „Ausgrenzung der Kirche und des Religiösen“.
Nach soviel Klageweiber-Sermon liegt die Vermutung nahe, es habe sich bei der Volksabstimmung um die Abschaffung der Kirchtürme - und nicht etwa der Minarette – gehandelt. Aber für das reichlich durcheinandergeratene Seelenkostüm derer von „kreuz.net“ ist das offenbar ohnehin dasselbe in grün.
Ausgerechnet die Dauerpolemiker von „kreuz.net“ mit ihrem Niveau unterhalb des Meeresspiegels behaupten nun oberlehrerhaft über die Schweizer Volksabstimmung: „Das jetzt angenommene Minarett-Verbot ist auf Facebook-Niveau.“ - Aber nicht nur das: Der Ausgang der Wahl „beweist einmal mehr, daß liberal-demokratische Regime echte Feinde der Freiheit und der Religion sind.“
Schlimmer noch, der Untergang des Abendlandes steht kurz vor der Tür, den üblen Eidgenossen sei Dank, denn gar düster malt „kreuz.net“ sich nun die Zukunft aus: „Mit diesem billigen Trick wird gleichzeitig auch der Freiheit ein Galgen-Strick um den Hals gelegt.“ - Denn merke: Die Freiheit des christlichen Abendlandes steigt offenbar automatisch mit der Höhe der Minarette.
Felizitas Küble, Vorsitzende des Christoferuswerks e.V. in Münster
Das Christoferuswerk in Münster ist eine als gemeinnützig anerkannte Aktionsgemeinschaft katholischer und evangelischer Christen, die 1971 vom kath. Jugendschriftsteller Günter Stiff (Münster) gegründet wurde und sich für christliche Medien- und Öffentlichkeitsarbeit einsetzt.