In Wietze soll ein Schlachthof für Masthühner mit einer Kapazität von 2.592.000 geschlachteten Hühnern pro Woche entstehen. Seit Mai dieses Jahres hielten Gegner des Schlachthofes das Baugrundstück besetzt. Zur Stunde räumen ca. 200 Polizisten das Gelände. Die Aktivisten befinden sich angekettet auf drei Türmen, an Betonklötzen, am Boden und in einem Bunker. Sie wollen keine Gewalt anwenden, werden das Gelände aber nicht freiwillig verlassen.
»Wenn Politik und Verwaltung solche Wahnsinns-Projekte fördern, muss jeder mündige Bürger auf die Barrikaden gehen. Dazu gehört auch die gewaltfreie Besetzung des Grundstücks«, stellt sich Rechtsanwalt Wolfgang Schindler, Präsident der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, auf die Seite der Aktivisten.
Die Stiftung sieht in der Hühnermast eine der tierquälerischsten Formen der Massentierhaltung, da die Tiere auf so schnelles Muskelwachstum gezüchtet sind, dass ihre Skelette und Organe überfordert sind. »Die heutige Hühnermast ist der Inbegriff der Tierfabriken: 25 überzüchtete Tiere werden auf einen Quadratmeter zusammengepfercht, und selbst die Hühner, die nicht unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbrechen, können sich zum Mastende aufgrund der drangvollen Enge kaum bewegen«, schließt Schindler.
Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt setzt sich seit zehn Jahren gegen die industrialisierte Massentierhaltung ein und fördert die vegetarischen Ernährungsformen. Mehr erfahren Sie auf http://albert-schweitzer-stiftung.de.
Die gemeinnützige Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt wurde im Jahr 2000 von Rechtsanwalt Wolfgang Schindler als politisch und weltanschaulich ungebundene Tierschutzorganisation gegründet. Sie finanziert sich aus den Erträgen des Stiftungskapitals sowie aus Förderbeiträgen und Spenden. Ihren Namen erhielt die Stiftung von Rhena Schweitzer, der Tochter Albert Schweitzers. Die Stiftungsaufgabe ist es, möglichst viel Leid zu vermindern. Deshalb setzen sich die Stiftung vor allem für die so genannten »Nutztiere« ein. Mit 60 Milliarden Tieren, die jedes Jahr unter meist unvorstellbaren Bedingungen kostenoptimiert gemästet und getötet werden, ist das Engagement für diese Tiere die wohl größte Aufgabe, der man sich stellen kann.
Die Albert Schweitzer Stiftung wirkt darauf hin, Haltungsbedingungen zu verbessern sowie die Überzüchtung (Qualzucht) der Tiere zurückzufahren. Außerdem stärk sie die vegetarische Idee, da der Stiftung keine Haltungsform bekannt ist, die man als wirklich artgerecht bezeichnen könnte.
Das Deutsche Tierschutzbüro hat sich spezialisiert auf das Thema „Tierschutz“ und bietet so genannten Nonprofit-Organisationen wie Tier-, Natur- und Artenschutzvereinigungen Hilfestellung bei der Umsetzung von Kampagnen, Aktionen und Veranstaltungen. Das Büro übernimmt für seine Auftraggeber Öffentlichkeits-, Presse- sowie Lobbyarbeit. Des Weiteren sind Fotografen für das Tierschutzbüro tätig, die die Aufgaben haben, Kampagnen und Aktionen bildmäßig zu begleiten sowie tierschutzrelevante Fotos und Videomaterial (z.B. zum Thema Massentierhaltung, Nutztierhaltung, Zoo, Zirkus, Hundehaltung) zu erstellen. Zum weiteren Aufgabenfeld des Tierschutzbüros zählen neben dem „Infobroking“ (Informationsbeschaffung) auch Vor-Ort-Recherchen sowie die Aufdeckung von Tierquälerei. Dabei sieht sich das Büro primär als Schnittstelle für Medien, Verbraucher und Vereine. Auch die Verknüpfung mit Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen zur Durchführung von eigenen Kampagnen wird vom Deutschen Tierschutzbüro als Initiator umgesetzt.
Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt
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