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Werder Bremen-Presseservice: Werder-Geschäftsführer Dr. Hess-Grunewald: "Gewalt ist kontraproduktiv!"


Bremen (ots) - Der SV Werder Bremen verurteilt die gewalttätigen
Auseinandersetzungen, die im Bremer Stadtteil "Steintor" am
Samstagabend zu Verletzten und Sachschaden geführt haben. "Nach
unserem Kenntnisstand, den wir nach intensivem Austausch mit
Fanbetreuern und Polizeikräften gewonnen haben, handelt es sich um
eine politisch motivierte Auseinandersetzung, an der auch Mitglieder
von Ultragruppierungen beteiligt waren, die zuvor das
Bundesliga-Spiel des SV Werder Bremen besucht haben. Darauf deutet
die Tatsache hin, dass die Polizei eine Ermittlungsgruppe ins Leben
gerufen hat, an der auch der Staatsschutz beteiligt ist. Das zeigt
uns, dass die Polizei diesen Vorfall nicht als Fußball-Konflikt
verharmlosen möchte", lobte Werders Geschäftsführer und Präsident Dr.
Hubertus Hess-Grunewald.

Offizielle des SV Werder Bremen hatten zuvor politisch motivierte,
verbale Auseinandersetzungen zwischen Besuchern des Bundesliga-Spiels
an die Polizei gemeldet, um sie auf die aufgeheizte Situation
zwischen den Besuchergruppen hinzuweisen. Während des Spiels hatten
Werder-Fans in der Ostkurve eine Besuchergruppe mit rechtsextremer
Gesinnung in der Westtribüne ausgemacht und lautstark mit
Sprechchören gegen sie protestiert. Diese Form des verbalen Protestes
unterstützt der SV Werder Bremen ausdrücklich.

Von jeder Form der Gewalt distanzieren sich die Grün-Weißen
jedoch. "Es ist wichtig, Protest gegen Sympathisanten
rechtsextremistischen Gedankenguts entschlossen vorzubringen, aber es
muss gewaltfrei bleiben. Selbstjustiz ist keine Option in einem
Rechtsstaat. Aggressive Reaktionen oder Provokationen spielen
gewaltbereiten extremen Gruppierungen in die Karten und wirken nur
kontraproduktiv für den Protest gegen Rechtsextremismus", so Dr.
Hess-Grunewald, der ausdrücklich zu umsichtigem Handeln und
Gewaltverzicht aufruft und die Zusammenarbeit mit den
Sicherheitsbehörden anbietet. "Wir werden, wie auch am Samstag,
weiterhin den engen Austausch mit der Polizei suchen, um im Rahmen
unserer Einflussmöglichkeiten mögliches Konfliktpotenzial
wirkungsvoll zu entschärfen", so der Werder-Präsident und
Geschäftsführer.



Pressekontakt:
SV
Franz-Böhmert-Str. 1 c
Michael Rudolph, Direktor Kommunikation
info@werder.de
Telefon: 0421/434590

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