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Wer eingreift, ist der Dumme
Bild Orginalgrösse. (Bildrechte: Bürgerbewegung pro NRW)

Wer eingreift, ist der Dumme


Wer eingreift, ist der Dumme

„Kölner lassen keinen allein“, „Hinsehen, handeln, Hilfe holen“ – diese klugen Empfehlungen kennen wir alle noch von den einschlägigen Plakat-Serien der Polizei, an deren Botschaften wir zu gerne glauben würden.



Wer dann wirklich etwas unternimmt, ist schnell der Dumme. Diese Erfahrung mußte in der vergangenen Woche am späten Donnerstag-Abend auch der 66jährige Kölner Horst Breforth in der Südstadt machen. Er beobachtete drei Männer, laut Bericht des „Kölner Stadt-Anzeiger“ von ihm beschrieben als „südländisch und etwa 25 bis 30 Jahre alt“, die sich in der Nähe eines geparkten PKW auffallend verhalten haben. Seine Frage „Seid ihr schon wieder am Auto-Kratzen?“ hat wohl provoziert, und einer der angesprochenen reagierte auf seine Weise: Er rammte Breforth einen Schraubendreher in den Bauch. Der Rentner schleppte sich ins nahegelegne Krankenhaus der Augustinerinnen, das Severinsklösterchen. Die Ärzte stellten fest, daß er Glück im Unglück hatte, denn der Schraubendreher verletzte ihn nur leicht, weil er sich genau in Horst Breforths künstlichen Darmausgang gebohrt hatte und nicht in einem Organ, sondern in Plastik stecken blieb.

Trotzdem wird der 66jährige um südländische junge Männer, die an fremden Autos mit einem Schraubendreher hantieren, wohl künftig einen Bogen machen. Auf die Frage eines Journalisten des „Stadt-Anzeiger“, ob er in einer ähnlichen Situation noch einmal eingreifen würde, antwortete der Kölner: „Ich glaube nicht.“ Wer will es ihm verdenken?

Offenbar werden die meist jungen, männlichen, oft zugewanderten Problempersonen in Köln, bei denen die Hemmschwelle selbst für äußerst brutale Gewaltanwendung niedrig liegt, nicht weniger. Was will dagegen ein einzelner Rentner schon ausrichten? Allein ist er machtlos.

Aber alle zusammen sind wir Kölner stark! Oder wir wären es zumindest, wenn unser Zusammenhalt besser funktionieren würde! Darauf kommt es an, das ist das Entscheidende: Wir dürfen nicht schweigen und nicht wegschauen, wenn Unrecht geschieht, sondern müssen uns alle gemeinsam lautstark Gehör verschaffen!

Und letzten Endes werden wir die bestehenden Probleme nur politisch lösen können. Denn solange jugendliche Gewalttäter nicht mehr als ein paar Sozialstunden zu befürchten haben, wenn sie schwere Gewalttaten begehen, wird die Gewaltkriminalität auf unserer Straßen nicht in den Griff zu bekommen sein. Ob Schüler oder Rentner, Mann oder Frau, alt oder jung: in der Bürgerbewegung pro Köln kann jedermann einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensverhältnisse in unserer Heimatstadt leisten – von unten. Denn die Losung ist natürlich richtig, und es funktioniert auch, wenn alle mitmachen: „Kölner lassen keinen allein“!


Bürgerbewegung pro NRW
Markus Beisicht
Gartenstraße 3
51379 Leverkusen.
Tel:02 21 - 421 05 44
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