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Türkei –- Alanya - Türkische Riviera: Viele Deutsche wollen wieder zurück
Bild Orginalgrösse. (Bildrechte: Aktuelle Türkei Rundschau)



Türkei –- Alanya - Türkische Riviera: Viele Deutsche wollen wieder zurück

(News4Press.com)- ATR – 23. Apr. 2008 - Alt werden in Alanya - nicht wirklich oder: warum will man wieder zurück? So titelt der zweite Teil des ATR-Reports zur Lage an der Türkischen Riviera. Wie die Recherchen der Aktuellen Türkei Rundschau ergeben haben, denken immer mehr Residenten darüber nach, der Türkei wieder den Rücken zu kehren - und ganz besonders gilt das für die Deutschen.



VIELE RESIDENTEN HABEN TAUSENDE DM ODER EURO
BEIM IMMOBILIENERWERB VERLOREN

Vielen Residenten ist auch noch in Erinnerung, dass sie beim Immobilienerwerb Lehrgeld bezahlt haben, das oft einen fünfstelligen Betrag ausgemacht hat, sei es in der guten alten D-Mark oder sogar in Euro gerechnet. Doch damit hat man sich letztendlich abgefunden, weil es nicht mehr rückgängig zu machen war. Aber alle haben gehofft, bei einem Verkauf ihrer Immobilie dieses Geld wieder reinzuholen.

Denn, dass Immobilien im Großraum Alanya immer weiter im Wert steigen würden, konnte man in allen Prospekten lesen. Und die Beträge, die von Immobilienmaklern Jahr für Jahr für neue Immobilien verlangt wurden, schienen diese Entwicklung auch zu bestätigen. Doch die Zeiten haben sich geändert und der Markt ist sehr schwierig geworden. Wer heute seine Immobilie verkaufen will, muss viel Geduld aufbringen. Und im Augenblick geht mal wieder gar nichts, denn der Immobilienverkauf an Ausländer ist wieder einmal gestoppt worden.

GROSSE SCHWIERIGKEITEN
BEI DER EINFUHR UND AUSFUHR DES EIGENEN HAUSRATES

Eine weitere böse Überraschung gab es für viele Residenten, als sie ihren geliebten Hausrat von Deutschland in die Türkei einführen wollten. Da wurden vierstellige Sicherheitsgebühren gefordert, damit man seine eigenen Möbel und sonstige lieb gewonnene Gegenstände in sein neues Domizil mitnehmen konnte.
Und die, die jetzt wieder zurück nach Deutschland wollen, stellen mit Erschrecken fest, dass ein neues Problem auf sie wartet.

Wollen sie nämlich jetzt ihr Geld zurückhaben, wenn sie die Sachen wieder ausführen, wird genau geprüft, ob auch tatsächlich noch alles da ist. Argumente, man habe die Sachen verschrottet, weil sie nicht mehr funktionsfähig gewesen seien oder an jemanden verschenkt, weil man sich in der Türkei etwas Neues gekauft habe, werden beim Zoll nicht akzeptiert.

LISTE DER PROBLEME LÄSST SICH FORTSETZEN

Auch wenn man es in Alanya nicht gerne hört: Die Liste der Klagen wird nicht kürzer, sondern länger.

Probleme mit den Nachbarn: Viele Residenten beklagten auch, dass sie Probleme mit den Nachbarn haben. Dabei spielt es im Grunde keine Rolle, ob die Nachbarn aus Deutschland, aus einem anderen europäischen Land oder aus der Türkei sind. Auch das Verhältnis zwischen den Einheimischen und den Ausländern sei schwieriger geworden, berichten nicht wenige der Residenten.

In der Türkei wird alles teurer: Auch die immer wieder aufs Neue verkündete Botschaft, das Leben in der Türkei sei preiswert, sehen viele Residenten mittlerweile anders. Natürlich gibt es immer noch einige Grundnahrungsmittel, die man für sehr wenig Geld einkaufen kann. Aber sobald die Wünsche nach „anderen“ Lebensmitteln aufkommen, geht es kräftig ins Geld. Und dann ist das Leben auf einmal genau so teuer wie in der alten Heimat. Preisdämpfende Wirkungen, wie man sie aus Deutschland auf Grund des harten Wettbewerbs im Einzelhandel kennt, sind in der Türkei immer noch ein Fremdwort. Das Resultat ist, dass viele Lebensmittel und Genussmittel ein ganzes Stück teurer sind, als mittlerweile in Deutschland.

AUCH DIE UNKLARE POLITISCHE ENTWICKLUNG
BEREITET VIELEN RESIDENTEN SORGEN

Selbst Residenten, die bisher über Unzulänglichkeiten im Alltag hinweg geschaut haben, beobachten spätestens seit Mitte letzten Jahres sehr aufmerksam die politische Entwicklung in der Türkei. Für sie ist es keine Frage, dass die islamisch orientierte AKP immer mehr den Alltag bestimmt. Und: Da niemand sagen kann, wie sich die Verhältnisse in der Türkei in der nächsten Zeit entwickeln werden, bedeutet dieses für manchen Residenten, sich jetzt aus diesem Land zu verabschieden.

IHRE MEINUNG IST GEFRAGT

Die ATR wird die Entwicklungen in den nächsten Monaten sehr genau beobachten. Deshalb ist es wichtig, möglichst viele Meinungen zu hören, damit sie berücksichtigt werden können. Schreiben Sie der ATR eine Email mit Ihren Erfahrungen oder rufen Sie an. Denn: Ihre Meinung ist gefragt!

AUSFÜHRLICHER BERICHT IN DER NÄCHSTEN AUSGABE DER ATR

Ein ausführlicher Bericht zu diesem Thema erscheint in der nächsten Ausgabe der Aktuellen Türkei Rundschau, die ab Freitag 25.April im Internet als pdf-Version bestellt werden kann.


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