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Solidarität gegen fremdenfeindliche Branstifter - HU-Marburg zum Anschlag auf Stadtallendorfer Moschee

Tief betroffen zeigt sich die Humanistische union (HU) über den Anschlag auf die Moschee in Stadtallendorf. Nach Pressemitteilungen der Polizei und der Staatsanwaltschaft Marburg vom Montag (23. März) wurde im Hof des islamischen Gotteshauses nicht nur im Hof Feuer angezündet, sondern auch ein Brandsatz auf das Haus geworfen. Zudem wurde vermutlich sogar auf ein Fenster der Moschee geschossen.

"Wir erklären unseren muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern unsere Anteilnahme und ernste Besorgnis", erklärten Dragan Pavlovic als Vorsitzender des HU-Ortsverbands Marburg und sein Stellvertreter Franz-Josef Hanke am Montagabend in Marburg. "Die Freiheit der Religionsausübung ist ein wichtiges Grundrecht, das auch durch Drohungen nicht beschnitten werden darf!"

Hinter dem Anschlag vermuten die beiden Bürgerrechtler fremdenfeindliche Ideologen, die die Stadtallendorfer Muslime damit möglicherweise einschüchtern wollten. Dieser Einschüchterungsversuch dürfe die Gemeinschaft aber nicht nachgeben, forderten Hanke und Pavlovic.

"Die Moschee muss beschützt werden", verlangte Hanke. "Diesen Schutz kann aber nicht allein die Polizei gewährleisten", ergänzte Pavlovic. Vielmehr müsse die Bevölkerung alle Angriffe auf Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie deren Gotteshäuser ächten.Seit 1961 tritt die HU engagiert für Religionsfreiheit ein. Darunter versteht Deutschlands größte und älteste Bürgerrechtsorganisation nicht nur die Freiheit, jede gewählte Religion
auszuüben, sondern auch die Freiheit von Religion.

In jedem Fall stellt sich die HU aber an die Seite derjenigen, die aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit bedroht werden. "Ganz egal, was wir selber glauben, wollen wir niemanden irgendeiner religiös motivierten Verfolgung ausgesetzt sehen", erklärte Pavlovic. Deswegen bekundeten er und der hessische HU-Landessprecher Hanke den Stadtallendorfer Muslimen ihre Solidarität im Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit und religiös oder rechtsradikal begründetes Eiferertum.

F. J. Hanke

Die Humanistische Union ist die älteste Bürgerrechtsorganisation in der Bundesrepublik. Seit 1961 hat sie sich unter anderem eingesetzt gegen Notstandsgesetze, menschenunwürdige Verhältnisse in Gefängnissen und Psychiatrie, Paragraph 218 StGB, Berufsverbote, Volkszählung, Einschränkung des Asylrechts und den Lauschangriff. Mit Veranstaltungen, Stellungnahmen, Veröffentlichungen und in enger Zusammenarbeit mit anderen Initiativen, engagierten Einzelpersonen und kritischen Fachleuten mischt sie sich ein, wenn Menschen und Bürgerrechte eingeschränkt werden.

Humanistische Union - OV - Marburg
Dragan Pavlovic
Postfach 1232
63659  Nidda 

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