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www.polskaweb.eu ) Die polnische Stadt Posen (Poznan) ist ab Morgen Schauplatz des 14. UN-Klimagipfels, zu dem tausende Teilnehmer aus der ganzen Welt erwartet werden, hierunter auch viele Staats- Chefs und Präsidenten sowie unzählige Politiker die im Schatten der US "Climate Stars" Arnold Schwarzenegger und Al Gore fast alle hoffen mit ihren eigens gebastelten Statements in den nächsten 2 Wochen einmal im Fokus der Weltpresse zu stehen. Einer dessen Rede mit Sicherheit schon am Montag weltweit von den Medien übertragen werden wird ist der polnische Ex- Präsident und Nobelpreisträger Lech Walesa, der als Schirmherr des Klima- Gipfels eine Eröffnungsrede auf dem Messegelände der Stadt Posen halten wird. Der Präsident der Stadt hatte bereits am vergangenen Freitag das Hoheitsrecht über das gesamte Areal der Messe an die Vereinten Nationen übergeben müssen, womit praktisch 6 Hektar Land bis zum 12. Dezember offiziell nicht mehr zu Polen gehören. Die UN-Klimakonferenz in Posen gilt als wichtiges Etappenziel für die Schaffung von weltweiten neuen Klimaschutzverordnungen im Hinblick auf die im Jahre 2012 ablaufenden Verbindlichkeiten aus der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) und dem "Kyoto Protokoll" über die völkerrechtlich verbindlichen Zielwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen, die Hauptursache der rund um den Globus bereits spürbaren Erderwärmung sein sollen.
Der Präsident der Stadt Poznan Ryszard Grobelny sagte am Wochenende im Radio, dass die westpolnische Metropole auf das Großereignis Klimagipfel bestens vorbereitet sei. Was er genau damit meinte ließ er für die Hörer erst einmal offen. Sichtbar ist allerdings dass die Eingänge des Messe- und Konferenzzentrums der Stadt mit Pflanzen geschmückt wurden und die Polizei mit Fußstreifen bereits präsent ist. Sie dürfen allerdings nur rund um den Tagungsort ihren polizeilichen Aufgaben nachkommen, denn auf dem Messegelände selbst hat nur die UN Polizei das Sagen. Busse und Straßenbahnen fahren seit dem Sonntag glänzend und ohne ihre bekannte Drecksschicht im Zentrum Poznans herum. Die Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel in der Umgebung des Veranstaltungsortes wurden noch am Wochenende mit Aufklebern wie "Poznan - good Climate for Talks" beklebt, wobei man Massen von hierzu vorab entfernten Plakaten einfach auf dem Boden liegen ließ, was vor allen Dingen auch Thema der bereits ersten eingetroffenen Konferenz Besucher von Umweltverbänden wie Greenpeace und Co aus aller Welt in den Cafes der Metropole war. Dass sich in der Stadt etwas Besonderes anbahnt konnte man aber generell, bis auf die Tatsache dass wieder einmal die Parkscheinautomaten poliert wurden, ihr nicht anmerken.
Was jetzt in Punto Sicherheit und Unterbringung der hohen Gäste in Posen getan wurde oder in Vorbereitung ist, kann man noch nicht beurteilen. Erwartet werden aber bis zu 10 000 Menschen. Die Stadt selbst verfügt nicht über so viele vorzeigbare Hotelbetten. Es gibt nur eine einzige 5 Sterne Herberge, das "Sheraton" an der Grunwaldzka Strasse, was bereits für die nächsten 2 Wochen komplett für VIPs ausgebucht ist. Dies gilt auch für das 4 Sterne "Mercure Hotel" 100 Meter weiter. Doch Gäste wie der Kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger und Ex- US Vize Präsident Al Gore sind flexibel und werden sich nicht scheuen die am Posener Flughafen bereitstehende Hubschrauberstaffel zu nutzen um dann in Warschau, Berlin oder sogar Wien zu übernachten. Die eigentliche Klimakonferenz- Delegation aus den USA besteht in diesem Jahr noch aus George Bush Leuten die ihrem Chef, einem Zögling der US Öl- Dynastien, sicherlich in Polen nicht bloßstellen werden. So sind allgemein die Erwartungen für den diesjährigen Gipfel im Bezug auf große Fortschritte eher mickrig, doch schon bei der Klimakonferenz im Jahre 2009 in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen soll dann der endgültige Durchbruch mit Hilfe des neuen amerikanischen Präsidenten Barack Obama einsetzen, einem Mann des Naturschutzes.
Infos und Empfehlungen für die deutschsprachigen Gäste der Klimakonferenz in Posen
es gibt eine große Menge gastronomischer- und kultureller Angebote in der Stadt. Ein Tourismus- Büro ist am Alten Markt (Stary Rynek) zu finden. Hier bekommen Sie kostenlos Angebote zu aktuellen kulturellen Ereignissen. Am, und rund um diesen Markt befinden sich auch sehr viele gute Restaurants, Bars und Tanzlokale. Sehr empfehlenswert sind die Restaurants "Brovaria", "Le Palais du Jardin" und "Ratuszowa" am alten Markt direkt. Hier finden Sie aber noch viele weitere recht gute Restaurants. In einer der weltbesten Einkaufs- Galerien "Stary Browar" in der Półwiejska Strasse 42 gibt es ebenso hervorragende, aber vor allen Dingen preiswerte Restaurants, wie das "Barcelona" mit einem Top 3 Gänge Menü für umgerechnet ca. 8 Euro. Quer gegenüber gibts es ein gutes Fischrestaurant wo ein Fischgericht um die 6 Euro kostet. Für die Freunde der kräftigen Steaks befindet sich hier auch das "Rodeo Drive American Bar & Grill". Top Sushi Plätze sind ebenso in dieser Galerie und gegenüber im "Andersia Tower". Unzählige nette und teilweise sehr schöne Cafes um den Alten Markt und auch in der Einkaufsgalerie Stary Browar runden Ihren Besuch an diesen Plätzen ab.
Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln kostet 2 Zloty für 15 Minuten. Taxis nehmen z.B. 13 Zloty für 3 für Kilometer. Sie sehen die Preise immer an der rechten, hinteren Tür. Steigen Sie vielleicht nicht unbedingt am Bahnhof in ein Taxi, es sei denn Sie sind in der Lage sich dort bei einem Kiosk ein Solches kostenlos zu ordern. Die meisten Taxifahrer sind ehrlich, aber es gibt auch Betrüger, die einem ein Vielfaches des eigentlichen Fahrpreises abnehmen wollen. Wenn Sie sich betrogen fühlen, scheuen Sie sich nicht die Polizei kommen zu lassen. Diese ist zur Unterstützung der Gäste überall in der Stadt im Einsatz. Man kennt die Tricks einiger Taxifahrer mit den Touristen und hat per Tageszeitung vor der Klimakonferenz solche Leute vor dem Verlust ihrer Lizenz gewarnt, wenn sie bei der Abzocke erwischt werden sollten.
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