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www.polskaweb.eu ) Die plötzliche, hektische und überschnelle Entscheidung Polens für die Stationierung einer US Raketenabwehr in einem polnischen Touristenstädtchen in Pommern und die ebensolche Blitz- Reaktion der US Regierung welche ihre Außenministerin Rice schon wenige Tagen nach der polnischen Entscheidung nach Warschau schickte um einen entsprechenden Vertrag gemeinsam mit ihrem polnischen Amtskollegen zu unterschreiben, kam kaum jemandem in Anbetracht der Kriegshandlungen zwischen Russland und Georgien seltsam vor. Ebensowenig machte man sich Gedanken darüber dass Washington hierzu ohne Not sogar noch die sog. Gegenleistungen zum Bau dieser Anlage, wie z.B. die Unterbringung einer US Garnison in der Nähe von Warschau um die Hauptstadt vor Angriffen aus der Luft zu schützen, selbständig erhöhte. Allen war es aber sicherlich einleuchtend, dass diese plötzliche Entscheidung der polnischen Regierung mit dem Einmarsch russischer Truppen in Georgien zusammenhängen müsse und nicht mit einer etwaigen Bedrohung aus dem Iran. Nach einem Kurz- Besuch des polnischen Premiers am ausgewählten Standorte für die US Raketenabwehr an der polnischen Ostsee brachte dieser jetzt plötzlich auch deutsche Patriot Raketen ins Spiel, von denen man ja auf der anderen Seite der Oder im Überfluss besitze.
Spätestens seit dem Besuch des polnischen Premiers Tusk am Montag auf dem ehemaligen Reichsdeutschen Flughafen Redzikowo in Pommern, wo eine US Raketenabwehr gebaut werden wird, sollte auch deutsches Desinteresse im Bezug auf die Vorgänge im Osten Europas einen Umkehrschub erhalten, denn Tusk hat vor Journalisten und der Regionsverwaltung deutlich gemacht, dass wahrscheinlich Patriot Staffeln im Ausland, genauer gesagt in Deutschland, die US Einrichtung an der polnischen Ostsee schützen werden. Hieß es doch noch gestern dass die geplante US Raketenabwehr Anlage im pommerschen Redzikowo bei Slupsk (Stolp) durch Patriot Raketen vor Ort geschützt werden soll, so scheint dies heute schon nicht mehr zu gelten, denn der polnische Premier Donald Tusk war am Montag in Slupsk und erklärte einem schockierten Stadtrat und dem Bürgermeister des Touristenortes, dass man keine Angst vor dieser US Anlage vor der Haustüre haben müsse, denn es gäbe überhaupt keine Bedrohung und im Ernstfalle sei die Region und die entstehende US Garnison sogar durch Patriot Raketen aus Deutschland geschützt. Es kommt offensichtlich immer dicker, denn eine breite westliche Front gegen Russland wird immer transparenter. Offensichtlich hat sich seit, oder auch schon vor der Teilbesetzung Georgiens durch russische Truppen, sogar die deutsche Regierung in das Spiel um den Bau von Teilen eines weltumspannenden US Raketenschildes zwischen Washington und Warschau eingeklinkt und unterstützt heimlich und mit aller Kraft den längst begonnenen kalten Krieg mit Russland an der Seite der Amerikaner.
Berlin scheint frühzeitig erkannt zu haben, dass es für die Deutschen auf jeden Fall attraktiver sein könnte, im Ernstfalle nicht Opfer eines russischen Erstschlages zu werden, sondern hier den Polen den Vortritt zu lassen. Jeder weiss inzwischen dass Georgien Auslöser des jüngsten Kaukasus Konfliktes war und hierdurch einen Vergeltungsakt Moskaus in geradezu provoziert hatte, was auch in Berlin verstanden worden sein müsste, doch neben den USA, Polen und vielen anderen westlichen Staaten befindet sich jetzt plötzlich auch Deutschland auf der Liste der Unterstützer georgischer Provokationen und Agressionen. Man muss sich wirklich so langsam ernsthaft fragen auf welches riskante Spiel Berlin sich hier einlässt und welche Motive dahinterstecken. Russland hate keinen Stalin mehr und auch die Sowjet- Union hat man zu Grabe getragen. Alleine die Vergeltungsaktion in Georgien und die Weigerung der russischen Führung für die eigenen Schandtaten während und nach dem zweiten Weltkrieg öffentlich Verantwortung zu tragen, kann nicht im Umkehrschluss Beweis dafür sein dass Moskau sich in seiner aggressiven Expansionspolitik seit der Stalin Ära nicht verändert hat. Aber Russland zu isolieren und in die Enge zu treiben könnte zu einer Katastrophe führen die nicht nur für Polen sondern auch für Deutschland noch größere Folgen haben könnte als der zweite Weltkrieg diese mit sich brachte. Traurig in diesem Zusammenhang ist nicht nur die Entscheidung Polens US Militär ins Land zu holen und sich Richtung Ostgrenze in Stellung zu bringen sondern auch die Erkenntnis dass ebenso die derzeitige deutsche Regierung wenig Skrupel im Verhältnis zur Gewalt hat, was nicht nur eine aktuelle Ausstellung von erbeutetem georgischen Kriegsgerät in Abchasien beweist, bei der u.a. massenhaft nagelneue deutsche G36 Gewehren zu sehen sind, die wahrscheinlich unter strengster Geheimhaltung und natürlich mit Wissen der deutschen Regierung das Schwabenlände Richtung Front einmal verlassen hatten.
Seit dem Dienstag geht auch in Warschauer Diplomatenkreisen das Gerücht um, dass auch die polnische Haupstadt nun zukünftig doch nicht durch US "Patriot Staffeln" geschützt werden soll, sondern andere wichtige strategische Ziele.
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