Kompaktes Wissen – Erfahrungsaustausch und Arzt-Patienten-Dialog zur chronisch einengenden Bronchitis (COPD) und zum Lungenemphysem
Am 09. Juni 2012 fand das bereits 5. Symposium Lunge in Hattingen, Ruhr (NRW) statt.
Veranstalter des Symposiums war der COPD Deutschland e.V..
Mitveranstalter waren die beiden Patientenorganisationen Lungenemphysem-COPD Deutschland und Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V..
Initiator und Organisator des Symposiums ist Jens Lingemann, der ebenfalls Gründer und Koordinator der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland sowie Vorsitzender des COPD-Deutschland e.V. ist.
Rechtzeitiges Erkennen und Handeln im Fokus. Die Themenschwerpunkte des diesjährigen Symposiums standen unter dem Motto „Vorbeugung, Diagnostik und Therapie - Atemwegserkrankungen frühzeitig erkennen und erfolgreich behandeln“.
Auch in diesem Jahr leitete Professor Dr. Helmut Teschler, Ärztlicher Direktor des Westdeutschen Lungenzentrums, der Ruhrlandklinik Essen durch den wissenschaftlichen Teil des Symposiums und begrüßte die Teilnehmer.
Das Symposium Lunge ist eine jährlich stattfindende Veranstaltung und gilt nicht nur bei Patienten und ihren Angehörigen als die herausragende Informationsveranstaltung für COPD / Lungenemphysem in Deutschland, sondern wird ebenso von den führenden Lungenfachärzten als die wichtigste Plattform gesehen, um mit Patienten in einen direkten Dialog zu treten, würdigte Professor Dr. Heinrich Worth, Fürth, amtierender Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie e.V., während seines Vortrages.
Die Teilnehmerzahl ist in den vergangenen Jahren stetig angestiegen. In diesem Jahr konnten knapp 2.000 Gäste begrüßt werden.
„Ich war das erste Mal in Hattingen und bin begeistert. Gleich am Eingang wurde man herzlich in Empfang genommen, alles war perfekt organisiert.“ – „Der Tag war lang, doch ich habe jeden Vortrag mitgenommen, wollte keinen verpassen. Die absolut patienten-verständlichen Beiträge haben mich richtig am Stuhl kleben lassen.“ – „Nächstes Mal werde ich nicht alleine kommen, die Information zum Symposium werde ich weitertragen.“ – „Ich bin mit vielen Fragen gekommen und konnte alle ansprechen und diskutieren. Mehr Information ist nicht möglich.“ – so einige Stimmen der Teilnehmer.
Nach wie vor wird vor allem die Erkrankung COPD von der Öffentlichkeit nur unzureichend wahrgenommen. Nach einer aktuellen Umfrage wissen 86 Prozent der Bevölkerung nicht, was COPD bedeutet. Obwohl die COPD mit mehr als 6 Millionen Betroffenen alleine in Deutschland zu einer der häufigsten Volkskrankheiten zählt.
Erstmals war auch das LufuMobil in Hattingen, so dass die Teilnehmer die Möglichkeit hatten, während des Symposiums einen kostenlosen Lungen-Check in Anspruch zu nehmen. Die gemeinnützige GmbH Ethos und ihre Kooperationspartner (Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V., Deutsche Atemwegsliga e.V. und die Deutsche Lungenstiftung) haben das LufuMobil ins Leben gerufen.
Im Rahmen des Symposiums haben eine Vielzahl von Unternehmen und Kliniken Serviceleistungen und Messungen angeboten. Hierzu zählten Messungen der Sauerstoffsättigung mittels Pulsoximeter, Blutdruckmessung, Ermittlung der Lungenfunktionsparameter FEV1 und FEV6, Blutzuckerspiegel Bestimmung, Spirometrie mittels Handspirometer, Kleine Lungenfunktionsprüfung, CO Messung in der Ausatemluft, Kostenlose Befüllung der Flüssigsauerstoff Mobilgeräte.
Die Industrieausstellung war ein weiteres wichtiges Element des Symposiums Lunge. Hier konnten sich die Teilnehmer über aktuelle Neuigkeiten informieren und im persönlichen Gespräch Fragen stellen und diese klären. Das Spektrum der Aussteller war breit vertreten.
Interessierte können die Kongresszeitschrift zum Symposium Lunge mit ausführlichen Zusammenfassungen zu allen Vorträgen über das Internet downloaden: www.lungenemphysem-copd.de . Auch in diesem Jahr wurde die komplette Veranstaltung von einem professionellen Filmteam mitgeschnitten. Wer sich die DVD ansehen möchte, kann diese ab August über die Internetseite www.copd-deutschland.de bestellen.
Im Rahmen der anschließenden Diskussion unter Leitung von Prof. Dr. Helmut Teschler und Prof. Dr. Jürgen Behr wurde von den Besuchern des Symposiums eine Vielzahl von individuellen spezifischen Fragen gestellt, die von den Moderatoren beantwortet werden konnten.
Bitte notieren!
Schon heute möchten wir Ihnen den Termin für das 6. Symposium - Lunge in Hattingen mitteilen. Das nächste Symposium findet am Samstag, 12. Oktober 2013 statt. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Die Vollversion der Nachberichterstattung können Sie hier lesen:
http://www.lungenemphysem-copd.de/pages/public/ueber-uns/aktuelles-startseite/rueckblick-symposium-2012.html
Fazit:
"Mit dem jährlich stattfindenden Symposium Lunge bieten wir Betroffenen, Angehörigen und Interessierten die Möglichkeit sich kostenlos, umfassend und aktuell von Fachleuten informieren zu lassen. Früherkennung und schnelles Handeln sind entscheidende Faktoren, die das weitere Voranschreiten einer COPD beeinflussen können. Zudem ist es unser Ziel dazu beizutragen, dass die COPD in der Öffentlichkeit eine breitere Wahrnehmung erfährt. Entscheidend ist, dass der Betroffene sich mit seiner Erkrankung auseinandersetzt, sich umfassend informiert, die Erkrankung akzeptiert und lernt –MIT– ihr zu leben.
Das Leben endet nicht mit der Diagnose COPD-Lungenemphysem,es beginnt neu - nur auf eine andere Art und Weise als bisher“ so Jens Lingemann.
Sabine Habicht und Jens LingemannSelbsthilfegruppen Lungenemphysem-COPD
Ziele: „Was wollen wir?“
* Unsere regionalen Selbsthilfegruppen und unsere international nutzbare Mailingliste sollen all jenen, die an Lungenemphysem, Alpha-1-Antitrypsinmangel, COPD, Bronchiektasen oder / und Asthma bronchiale erkrankt sind, aber auch jenen, die sich einer Sauerstoff-Langzeit-Therapie unterziehen müssen, die Möglichkeit bieten, den Wissensstand um die Erkrankung und die damit verbundene Therapie zu verbessern.
* Wir wollen sowohl über die regionalen Selbsthilfegruppen als auch über Information und Dialoge im Internet Erfahrungen austauschen und Tipps weitergeben.
Damit wollen wir:
o einen verbesserten Umgang mit der Erkrankung und die Verbesserung der Compliance bewirken.
o über Operationsverfahren wie Lungentransplantation (LTX, Lungenvolumenreduktion (LVR oder Bullektomie informieren.
o über gerätetechnische Innovationen aufklären.
o Neuigkeiten und Innovationen aus der medizinischen Forschung und die damit verbundenen Studien darstellen.
* Wir wollen Kontakte herstellen zu
o Ärzten aus Klinik und Praxis sowie zu Physiotherapeuten
o Rehakliniken und Transplantationszentren
o andere Selbsthilfevereinigungen
o anderen Betroffenen.
* Mit allen Maßnahmen wollen wir
o Patienten aber auch Angehörige, die ihre erkrankten Familienmitglieder unterstützend begleiten oder pflegen, helfen.
* Wir wollen die allgemeine Öffentlichkeit über Presse / Rundfunk und Fernsehen über die Erkrankungen und die Probleme der Betroffenen aufklären.
* Wir wollen Betroffene und ihre Angehörigen beim Umgang mit Ärzten und Behörden unterstützen und die Interessen dieser Patientengruppe nach außen hin vertreten.
Schwerpunkt-Aktivitäten: „Was machen wir?“
* Wir bieten den Betroffenen und ihren Angehörigen Rat und Hilfe in allen krankheitsbezogenen Bereichen durch
o Austausch von Informationen über unsere Mailingliste
o Informationen an die Abonnenten unseres / unserer Infobriefes / Mailingliste
o Patientenveranstaltungen mit Fachärzten und Physiotherapeuten und anschließenden Fragestunden
o monatliche Treffen in unseren regionalen Selbsthilfegruppen
o ein jährliches Treffen auf Bundesebene
o schriftliche Beratung per E-Mail oder telefonische Beratung
Selbsthilfegruppen Lungenemphysem-COPD Deutschland
Jens Lingemann
Lindstockstrasse 30
45527 Hattingen
Tel:02324 - 999 000
shg@lungenemphysem-copd.de
www.lungenemphysem-copd.de
SHG Lungenemphysem-COPD Deutschland
Jens Lingemann
Lindstockstrasse 30
45527 Hattingen
Tel:02324 - 999 000
shg@lungenemphysem-copd.de
