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Radtouren durch die Geologie der Toskana



In der Toskana genügen manchmal wenige Kilometer für eine Reise zur Entdeckung der vielfältigen Geologie dieses Teil von Italien. Radeln Sie von den metallhaltigen Hügeln, zu den nach Morellino, Monteregio und Montecucco duftende Hinterland von Grosseto zu den Weiden von Manciano, die dem berühmten Schafskäse seinen Geschmack verleihen, von den Kastanienwäldern rund um Montieri weiter zu der toskanischen Küste und schließlich in das satte Grün der Naturschutzgebiete und des berühmten Naturparks der Maremma.

Jede der wunderschönen Radtouren in der Toskana hat eine Geschichte zu erzählen und als Gast beim Hotel Prategiano erhalten Sie alle notwendigen Tourenbeschreibungen und GPS Daten. Empfehlenswert ist zum Beispiel die Tour zur Entdeckung der ehemaligen Minen von Cetine. Biken Sie von Rosia aus kommend entlang der Straße mit wunderschönem Ausblick auf die Burg Frosini und erreichen Sie das Gehöft La Rosa. Radeln Sie weiter durch einen Wald mit heimischen Kiefern und kommen Sie zu den ehemaligen Antimon-Bergwerken von Cetine. Antimonvorkommen wie hier bei Cetine sind äußerst selten. Sie sind das Ergebnis von einer ungewöhnlichen Konzentration von Mineralien und relativ seltenen chemischen Elementen. Ursprung dieser Mineralbildung sind hydrothermale Gewässer, die aus den magmatischen Bewegungen entstanden, die in der Toskana während des Pliozäns stattfanden. Es muss zu jener Zeit kein sehr angenehmes Klima geherrscht haben. Das Antimon wurde zu einer Zeit gebildet als starke Magmaströme in der Toskana zu Vulkanbildungen führten. Während dieser Veränderungen der Erdoberfläche flossen in Italien ober- und unterirdische hydrothermale Gewässer. Die erzhaltigen Minerale entstanden sowohl aus der Abkühlung dieses Wassers als auch aus dessen Zusammentreffen mit besonders reaktionsfreudigem Gestein. Der zweihundert Jahre alte gelöcherte Kalkstein der Cetine eignete sich hervorragend zu diesem Zweck. Durch die Kombination des Gesteins mit hydrothermalem Wasser kam es zur Ablagerungen des erzhaltigen Minerals Antimon.

Das Erzvorkommen erstreckte sich über zirka 300 Meter. Die Antimonproduktion wurde vor allem während der zwei Weltkriege zu Kriegszwecken genutzt. Vor dem ersten Weltkrieg wurde noch von Hand geschürft, aber die Grenze der Wirtschaftlichkeit war schon damals erreicht. Im Zuge der Kriegsvorbereitungen des zweiten Weltkriegs wurden die Schürfarbeiten wieder aufgenommen. Nach dem Krieg wurde das Bergwerk wurde jedoch endgültig geschlossen. Heute sind noch einige Tunnel sowie zwei Höhlen begehbar. Machen Sie hier eine Pause. Geologisch interessierte Biker und Radfahrer finden hier in Cetine Antimonit, Kreide, Quarz und Karmesin. Die Toskana bietet immer wieder neue Überraschungen.




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