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REP-Gärtner erfindet NPD-Überfall

Gegen die Behauptung des bayerischen Landesvorsitzenden der „Republikaner“ , Johann Gärtner, er sei von einem NPD-Plakatier-Trupp mit einer Leiter niedergeschlagen und erheblich verletzt worden, wird die NPD gerichtlich vorgehen.

Der Vorfall, der angeblich bereits am 9. September 2008 erfolgt sein soll, wurde erst 14 Tage später in die Öffentlichkeit gebracht. Offensichtlich soll die späte Meldung wenige Tage vor der Landtagswahl in Bayern den „Republikanern“ noch einmal die begehrte Öffentlichkeit bringen.

„An dieser Meldung ist so gut wie alles frei erfunden“, sagte der schwäbische Spitzenkandidat Walter Baur, der am 9. September 2008 im Wohnort von Herrn Gärtner Flugblätter verteilt und Plakate angebracht hat. Zwei der drei Wahlhelfer seien von Gärtner, der einen betrunkenen Eindruck machte, angepöbelt und belästigt worden, als sie Plakate befestigten. Gärtner wurde zu keinem Zeitpunkt von einem NPD-Wahlhelfer angegriffen, auch nicht mit einer Leiter. Nach den Beschimpfungen der Wahlhelfer verschwand der „Republikaner“-Landesvorsitzende in seinem Haus. Der in der Nähe wohnende oberbayerische NPD-Vorsitzende Wuttke, der von den Wahlhelfern benachrichtigt wurde, schaute später nach den Plakaten, die ordnungsgemäß an Laternen an einem Radweg und nicht auf Gärtners Grundstück hingen. In den Folgetagen verschwanden dann die NPD-Plakate und wurden durch „Republikaner“-Plakate ersetzt.

Zwei der drei von Gärtner denunzierten NPD-Wahlhelfer sind gebürtige Schwaben, der dritte lebt seit 30 Jahren in Augsburg. Von ostdeutschen jungen Männern kann also keine Rede sein. Diese Behauptung soll nur billige Ressentiments nach dem Motto bedienen: die NPD schickt „ostdeutsche“ Schläger in bayerische Dörfer, die rechtschaffende und anständige Konservative verprügeln.

Mit derartigen Lügengeschichten hat Johann Gärtner offenbar Erfahrung. Bereits kurz vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern vor rund zwei Jahren, behauptete er, er sei in Wismar beim Verteilen von Flugblättern „von mehreren rechtsextremen und vermutlich dem Umfeld der NPD zuzurechnenden Gewalttätern auf offener Straße angegriffen und verletzt worden.” Alles frei erfunden, wie sich später herausstellte.

Roland Wuttke, NPD-Landespressesprecher Bayern

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