In den USA, Bundesstaat Colorado Cañon City der US Journalist Philippe Brault und Fotograf David Dufresne entdecken die Prison Valley, die sie als „die Hölle“ bezeichnen. Ein solcher Eindruck bekam ich auch bei der Ansehen der interaktiven Webdokumentation von ARTE. Es geht um Gefängnis-Industrie in den USA wo die 36.000 Menschen leben in den 13 Haftanstalten des riesen Gefängniskomplexes. Sie nennen dieses Experiment der US-Regierung „Gefängnisindustrie“.
News4Press.com Noch in den 60-er Europa und die Welt wurden schockiert mit den ersten Versuchen der US-Justizbehörden solchen Komplexe in den USA nach dem der berühmte Alcatraz auf Insel in San Francisco Meerbusen seine Bedeutung verloren hat und geschloßen wurde. Die US-Justizbehörden preisen die Komplex im Tal der Gefängnissen und behaupten: das sei ein humane Superhaftanstalt sein soll, die Gefangene leben dort frei und die US-Bürger sei ganz sicher, dass die Straftäter in einem sicheren Knast vor allem umerzogen werden.
ORWELLSTAAT UND GULAG
Doch die Kritiker mahnen die Justizbehörden wegen Mangel der Öffentlichkeit und fragen ob ein zivilisiertes Land, das noch dazu sich als Rechtstaat und Demokratie bezeichnet, darf so was treiben. Kein Wunder, dass dadurch werden die Parallelen gezogen zu sowjetischen Gulag und die berühmten Szenen aus Film nach Roman „1984“ von George Orwell [1903-1950].
Orwell in seinem Roman schrieb über einen Winston Smith, der unter Grundsätzen des ENGSOZ [Englischen Sozialismus] leiden musste. Als Smith eines Tages beginnt, ein Tagebuch zu führen, weiß er, dass er sich damit selbst zum Tode verurteilt hat.
Beim Orwell ging um ein Gedankenverbrechen. Der Smith ersehnt sich eine Zukunft ohne die Partei, eine Zukunft, in der ein Mensch frei ist, und Freiheit bedeutet sagen zu dürfen, das Zwei und Zwei gleich Vier ist. Der ganze Staat wurde durch Großen Bruder überwacht. Doch trotz der totalen Gedankenkontrolle Orwell in seiner Fantasie einen Widerstand für möglich gehalten hatte.
In dem Solschenizyns "Archipel GULAG" [1973] findet man keine Fantasien, sondern Realität des „real existierenden Sozialismus“, der im Lande der jüdischen Bolschewiki „UdSSR“ praktiziert wurde. Nicht nur Kriminellen, sondern Bürger nach Quoten des Politbüro zu Kriminellen aus wirtschaftlichen Gründen planmäßig rekrutiert wurden.
Die GULAG Anstalt umfasste über 30.000 KZ und mit über 5 Millionen Häftlingen die sozialistische Ökonomie praktiziert um gigantische Apparat ]Nomenklatura genannt] zu unterhalten und den Kommunismus zu exportieren.
SUPERMAX WIRTSCHAFTFAKTOR
Nun in den USA nach sowjetischen Muster Experimente in den Prison Valley unter den Codenamen SUPERMAX läßt von sich reden. Die USA treiben „Prison Industry“. 1 von 100 US-Amerikanern befindet sich in einem KZ. Also das Geschäft mit dem Knast wurde zu wirtschaftlichen Faktor. Wie einst in der „UdSSR“. 2010 Russisches Fernsehen zeigte ausführliche Dokumentation über Wirtschaftfaktor unter spöttischem Titel „Von wegen Gulag“.
In „Hintergründe“ zur interaktiven Präsentation von Supermax bei der ARTE findet man folgende Information:
"Die offizielle Bezeichnung des Supermax lautet United States Penitentiary Administrative Maximum Facility, Florence, woraus sich seine Abkürzung herleitet: ADX Florence. Sein Spitzname lautet das Alcatraz der Rockies. Das Supermax ist ein Hochsicherheitsgefängnis, das der US-Regierung untersteht. Es liegt südlich der Stadt Florence, im Verwaltungsbezirk Fremont [Colorado]. Als Flagschiff der vier Anstalten, die dort in einem weitflächigen Komplex zusammengefasst sind [dem FCC - Florence Federal Correctional Complex], liegt das Supermax am weitesten von der Straße entfernt. Mehr als 20% seiner ca. 400 Insassen stehen unter der Anklage, in einem anderen Gefängnis einen Mithäftling getötet zu haben.
Das Supermax wurde 1994 eröffnet [Baukosten: 60 Millionen Dollar] und ist für die Unterbringung der Häftlinge ausgelegt, die als die gefährlichsten Amerikas gelten. Die Liste seiner Insassen enthält die Namen der wichtigsten wegen terroristischer Akte verurteilten Häftlinge der USA. Aber auch diverse Anführer nationaler Gangs, einige Mafiabosse, Mehrfachmörder und Anführer von Gruppierungen, die die Überlegenheit der Weißen propagieren, verbüßen hier lebenslange Haftstrafen. Den am schärfsten bewachten Häftlingen wird jeglicher Kontakt zu Mitmenschen - mit Ausnahme ihrer Aufseher – verwehrt. Sie befinden sich bis zu 23 Stunden am Tag in Einzelhaft, in einer 3,5 x 2 Meter großen, akustisch isolierten Zelle."
BARBARISCHE PRAXIS
Die Anwältin Colleen McGuire sagt in Prison Valley in ihrem Interview:
„Die sensorische Deprivation ist eine barbarische Praktik, die die US-Regierung von den amerikanischen Hochsicherheitsgefängnissen übernommen und auf Guantanamo übertragen hat."
Im Jahre 2007 schrieb Amnesty International: „Im ADX Florence, dem einzigen Supermax-Bundesgefängnis [Stufe 6] in den USA, hat die allgemeine Häftlingsbevölkerung auf jeder der drei Sicherheitsebenen die Möglichkeit, sich diversen Freizeitgruppen anzuschließen; die sich im Hochsicherheitsbereich des ADX Florence in Einzelhaft befindenden Häftlinge haben Anrecht auf Fernseh- und Radiounterhaltung und können in ihrer Zelle manuellen Tätigkeiten nachgehen – es sei denn, dies wird ihnen aus disziplinarischen Gründen verwehrt. […] Die Fenster der Einzelhaftzellen des ADX Florence zeigen zum Hof, der der körperlichen Betätigung im Freien dient.“
Ich kann mich gut vorstellen, dass die USA haben mit den neuen Spezialisten von etwa 1,9 Mio. „sowjetischen Juden“, die Breschnew in 70-er aus der „UdSSR“ vertrieben hat, haben ganz bestimmt die USA Justizbehörden mit ihren Kenntnissen vom „Wirtschaftsfaktor Sklavenarbeit“ bereichert.