PAPE Aktuell: Personal Branding - Die ICH AG im Internet
Ziel muss es also immer sein, den „Jagdinstinkt“ eines Unternehmens oder eines Headhunters subtil zu wecken. Legt man sich unterwürfig vor die Rezeption seines Traumunternehmens und schreit: „Hier bin ich“ löst das nur Mitleid aus.
(News4Press.com) Die Bedeutung von Sozialen Netzwerken wie Xing, Facebook, Linkedin oder Twitter für das Rekruiting und die Jobsuche steigt kontinuierlich an. In den USA entwickeln es sich zu DEM Marktplatz für Einstellungen und Jobsuche. Inzwischen läuft dieser Trend den Jobbörsen zunehmend den Rang ab und die werden nun zunehmend nervös.
Dieser Entwicklung folgt nun langsam auch Deutschland. Umso wichtiger ist es als Jobsuchender, diese „neuen“ Möglichkeiten zu nutzen und sie sich für seine eigenen Ziele zu Nutze zu machen. Wie macht man das am Besten?
Dazu zunächst die Betrachtung, wie man es NICHT machen sollte: Zu beobachten ist oft, dass Jobsucher sich in ihren öffentlichen und für jedermann zugänglichen Profilen oft als Suchende kernig und selbstbewusst outen. „Hier bin ich und ich will weg!“ Die Krönung ist es, wenn man seinen Lebenslauf dann auf einer eigenen Website noch lässig und selbst-beweihräuchernd zum Download anbietet. Ja, gehts noch?
Das ist ein schwerer Ausnahmefehler und bewirkt genau das Gegenteil von dem, was man eigentlich erreichen will. Nicht nur, dass der eigene Chef darauf aufmerksam werden wird - und das ist Oberpeinlichkeit Nummer Eins - das „Anbiedern“ hat auch überhaupt keinen Sinn und lässt das Interesse an der eigenen Person gegen Null sinken. Man ist als Ladenhüter geoutet und nur noch Ziel drittklassiger Headhunter, die auf so etwas vielleicht noch anspringen, weil sie mit dem „Lebenslauf-makeln“ Geld verdienen wollen. Die Top Adressen der attraktiven Arbeitgebern wird man so aber sicher nicht für sich begeistern.
Ziel muss es also immer sein, den „Jagdinstinkt“ eines Unternehmens oder eines Headhunters subtil zu wecken. Legt man sich unterwürfig vor die Rezeption seines Traumunternehmens und schreit: „Hier bin ich“ löst das nur Mitleid aus. Man muss also viel smarter agieren, um einerseits auf sich aufmerksam zu machen, sich aber andererseits auch noch genügend zu „zieren“.
Hierfür können soziale Netzwerke clever und erfolgsversprechend genutzt werden. Einen Namen hat das „Netz“ dafür auch schon gefunden, der neue Sport heisst „Personal Branding“.
Dabei geht es um das gezielte Inszenieren und Steuern der eigenen Person und eines ebenso originellen wie möglichst positiv besetzten Profils im Web. Ein Paradies für die Freunde der medialen Selbst-Inszenierung und des Vernetzens, vorausgesetzt man macht es richtig. Anfangs war diese Bewegung eher zufällig geprägt und ohne dass man darüber nachdachte, was die peinlichen Fotos des Saufgelages am Ballermann im Profil bei Facebook, Lokalisten oder StudiVZ anrichten können. Inzwischen weiss man, dass Personaler als auch Personalberater diese Web-Reputation überprüfen und sich so ein zusätzliches Urteil über einen Kandidaten einholen.
Personen-Suchmaschinen wie Yasni oder 123people bieten hier hervorragende Suchmöglichkeiten. Das Internet weiss „alles“ und vergisst nichts, damit also ist auch jedes unerwünschte Foto und jeder unüberlegte Blog-Eintrag („Ich arbeite nur um zu Leben!“) selbst nach dem Löschen noch monatelang zugänglich. Im Ergebnis ist man dadurch heute vorsichtiger geworden.
Inzwischen wird mehr und mehr Nutzern bewusst, dass alles, was man kann und weiss, auch andere im Netz interessiert. Wir sind alle längst eine Meute von Hobby-Spionen geworden, die neue Bekanntschaften ebenso wie alte Freunde zuerst einmal „ausgoogeln“, um uns von ihnen ein Bild zu machen.
Das kann und sollte man sich auch für die Jobsuche gezielt zu Nutze machen und nichts dem Zufall überlassen.
Personal-Branding funktioniert, indem man einerseits spannende Profile über sich in relevanten sozialen Netzwerken veröffentlicht und hier möglichst viele „Buzz-Wörter“ über sich und seine Kompetenzen einstreut, nach denen man gefunden werden will. Niemals aber sollte man wie schon erwähnt aufzeigen, dass man auf Jobsuche ist.
Weiterhin engagiert man sich überall, wo es für den zukünftigen Tätigkeitsbereich interessant sein könnte. Man schreibt in Foren, in Blogs, Newsgroups, sozialen Netzwerken, hält Kontakt zu Kunden, Ex-Kollegen, Bekannten und tauscht sich unauffällig aus. Man schreibt Fachberichte in den unzähligen Presseportalen im Internet, verlinkt diese auf seine Profile und berichtet über Neuigkeiten aus seiner Branche.
Interessant ist auch die inverse Suche, man fahndet gezielt nach Mitarbeitern von Unternehmen, bei denen man gerne arbeiten würde. Unaufdringlich, fast spielerisch lernt man sich so kennen, und kann so den Grundstein dafür legen, bei seiner Traumfirma zu geeignetem Zeitpunkt unterzukommen.
Ableiten könnte man daraus ein neues Motto für clevere Jobsuche im Internet: „Es geht nicht darum, wen du kennst, sondern darum, wer dich kennt.“
Die Höchststrafe ist es inzwischen, wenn Google überhaupt nichts über eine Person „ausspuckt“, dann ist es fast schon so, als existierten Sie überhaupt nicht. Selbst Google ist auf diesen Markt angesprungen und bietet die Möglichkeit, ein individuelles eigenes Profil wie eine Web-Visitenkarte anzulegen (Google-Profile).
Der Markenaufbau der ICH-AG im Netz ist also auf dem Vormarsch, sorgen Sie dafür, dass Sie dabei sind. PAPE hat dafür eine eigene Dienstleistung entwickelt, in der man für hochqualifizierte Kandidaten im Rahmen des Karriere-Coachings ein authentisches Personal-Branding-Konzept entwickelt und umsetzt.
Dabei ist alles!