(von Gerald Block) Eigentlich klingt die Idee der "Unabhängigen Fraktion Freier Bürger - Aufrecht Spontan Subkulturell Eigenwillig" (kurz UFFBASSE genannt), gleich zwei angehende Würdenträger ins Darmstädter Oberbürgermeisteramt wählen zu lassen, gar nicht so dissonant - wie so mancher im ersten Moment zu vernehmen glaubt.
Zumal sich das "Bürgermeister-Doppelregentschaftsmodell" in unserer Stadt bereits im 15./16. Jahrhundert 88 Jahre bewährt hat. Sonst hätte es wohl keine 3 Generationen gehalten.
Neutral betrachtet überwiegen (im Gegensatz zur existierenden Oberbürgermeister-Singlevariante) beim 'Doppelmodell' die Vorteile:
1. So wären OberbürgermeisterInnen-Alleingänge bei der Duovariante grundsätzlich erschwert.
2. Die Last der Verantwortung wäre auf zwei Schultern verteilt.
3. Beide - je nach Variante: 1. Oberbürgermeisterin/Oberbürgermeisterin oder 2. Oberbürgermeisterin/Oberbürgermeister oder 3. Oberbürgermeister/Oberbürgermeister - wären gezwungen, eng zusammenzuarbeiten.
4. Außerdem müssten sich die beiden (zumindest nach außen hin) immer auf eine einheitliche Position verständigen.
5. Zudem ließen sich die Stärken und Schwächen jedes/jeder Einzelnen besser ausglichen bzw. austarieren.
6. Der Gleichberechtigungsgedanke wäre außerdem gesichert.
7. Und zu guter Letzt käme man der basisdemokratischen Ideallinie einen Schritt näher.
Trotz alledem mögen nun gute Demokraten, aufrichtge Bürger, Visionäre usw. jenes altbewährte "15. Jahrhundert-BürgermeisterInnen-Doppelregentschaftsmodell" auf den Prüfstand der "Jetztzeit" stellen - was ja nur all zu legitim und verständlich erscheint.
Zugegebenermaßen lohnt es sich aber, über den berühmten Tellerrand zu schauen, indem man die eben genannte 'Dualvariante' einfach mal etwas weiterdenkt.
Muss es unbedingt dual sein!?
Vorstellbar wäre doch auch ein sogenanntes "OberbürgermeisterInnen-Multisplittingmodell" - also die Variante, bei welcher mehrere Personen (gleich welchen Geschlechts) sich das (eine) Oberbürgermeisteramt teilen? Und um der Spielart noch ein wenig Raffinesse zu verleihen, wäre ein zusätzliches Rotationssystem innerhalb der 'OberbürgermeisterInnenschar' (also des OberbürgermeisterInnen-Kollektivs) ein zusätzlicher Anreiz für jede Teiloberbürgermeisterin respektive jeden Teiloberbürgermeister. Es lohnt sich also, darüber nach- bzw. vorzudenken!
Was nun die Aufgaben- und Rollenverteilung beim Darmstädter "OberbürgermeisterInnen-Multisplittingmodell" und die damit verbundene Oberbürgermeisterwahl in 2011 anbelangt, müsste nur noch geklärt werden, wer nun nach den berühmten 100 Tagen (Ende des Rotationszyklus´ 1) die undankbare Rolle des Prügelknaben und/oder des Schwarzen Peters und/oder des Buhmanns und/oder des Sündenbocks und/oder des Bauernopfers besetzen wird?
Allerdings sei gesagt, dass aufgrund der Rotationsdynamik während der "MultioberbürgermeisterInnenamtszeit" jede bzw. jeder mal in eine dieser Rollen schlüpfen muss. Last, not least ist multigeteilte Last viel weniger Last für jede Einzelne bzw. jeden Einzelnen.
Foto: Gerald Block
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Dieses Szenario ist natürlich frei erfunden. Ähnlichkeiten jedweder Art und Gegebenheiten sind fiktiv. Evtl. direkte Zusammenhänge wären rein zufällig und auf keinen Fall gewollt. (der Autor)
