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Neuer Skandal von St. Pölten: Bischof Klaus Küng will kaltgestellten Pastor offenbar nach Sardinien abschieben.



Medien betrachten den Schlag gegen Pfr. Hubert Beyer als bischöflichen Rache-Akt gegen Prälat Ulrich Küchl

(News4Press.com)

Pressemeldung des Christoferuswerks vom 10.11.2009

Österreichischen Pressemeldungen zufolge hat der St. Pöltener Bischof Klaus Küng einen 70-jährigen Priester ohne kirchenrechtlich gültige Begründung als Pfarrer abgesetzt und mittellos gemacht; derzeit droht seine Abschiebung nach Sardinien. Dieser ungeheuere Vorgang, der in Zusammenarbeit mit dem Stift Klosterneuburg erfolgte, ist allerdings ohne Blick auf die „Affäre St. Pölten“ kaum durchschaubar:

St. Pölten sorgte seit Jahren für Schlagzeilen, wenngleich meist nicht für die richtigen, zutreffenden. Tatsächlich gibt es einen „Skandal von St. Pölten“, doch dieser besteht nicht, wie von der deutschen BILD-Zeitung bis hin zum österreichischen Links-Magazin „Profil“ marktschreierisch behauptet wurde, in homosexuellen oder gar pädophilen Kontakten des Priesterseminars St. Pölten, für die es keine Beweise gab und gibt.

Vorigen Mai bestätigte der Oberste Gerichtshof letztinstanzlich ein Urteil des Wiener Oberlandesgerichts vom 13.12.2007, das der antikirchlichen Illustrierten „Profil“ die weitere Veröffentlichung jener fraglichen Fotos untersagte, durch die der frühere Regens des Priesterseminars von St. Pölten, Prälat Ulrich Küchl, „belastet“ und durch eine verleumderische Medienschlammschlacht getrieben wurde, an der sich linkskirchliche Kreise beteiligten, um auf diese Weise den glaubenskonservativen Bischof Kurt Krenn abzusägen.

Dies gelang sodann mit Hilfe des früheren Feldkircher Bischofs Klaus Küng, der eine manipulierende „Visitation“ durchführte und das Priesterseminar von St. Pölten fast ganz leerfegte, das unter Leitung von Prälat Ulrich Küchl und Subregens Dr. Wolfgang Rothe zu den erfolgreichsten Priesterseminaren Europas gezählt hatte. Nachdem Bischof Krenn unter massivem Druck zurücktrat, wurde Visitator Klaus Küng zum Bischof von St. Pölten ernannt, was schon formal betrachtet aus dem Rahmen kirchenüblicher Gepflogenheiten fällt.

Jener infame Medienfeldzug, der im Sommer 2004 begann, sowie die parteiische, unseriös durchgeführte „Visitation“, von der bis heute kein amtlicher Visitations-Bericht vorliegt, kann als der eigentliche „Skandal von St. Pölten“ angesehen werden. Hierzu sowie zu weiteren Details und Hintergründen liefert das fundierte Sachbuch „Der Skandal von St. Pölten“ (herausgegeben vom Kardinal-von-Galen-Kreis) eine profunde medienwissenschaftliche Analyse von Dr. Gabriele Waste (nähere Infos: www.kvgk.de ).

Zur Hetzjagd gegen Bischof Krenn gehörte damals auch eine Anzeige des ehem. Seminaristen Remigius Rabiega gegen Bischof Dr. Kurt Krenn, Prälat Ulrich Küchl sowie Subregens Dr. Wolfgang Rothe, der zugleich als Privatsekretär Krenns tätig war. Die Anzeige sollte den Medienfeldzug weiter anheizen, wurde aber von der Staatsanwaltschaft als haltlos bewertet und daher das Ermittlungsverfahren eingestellt.

Anzeigenerstatter Remigius Rabiega, in dessen Räumlichkeiten die Polizei zuvor große Mengen homosexuellen Materials entdeckt hatte, wurde bei seiner Anti-Krenn-Aktion hilfreich begleitet von Dr. Alexander Pytlik, der sich selbst häufig als „Rechtsberater“ von Bischof Klaus Küng bezeichnete. Der heutige Vizeoffizial des Bistums Eichstätt nahm den offensichtlich zwielichtigen Rabiega in zahlreichen Internetveröffentlichungen vehement in Schutz, wobei sich dieser während seiner Tätigkeit als Behindertenbetreuer im Frühjahr 2007 erneut in sittenwidrige Verfehlungen verstrickte.

Während Dr. Alexander Pytlik als Rechtsberater von Bischof Klaus Küng weiter eisern seine schützende Hand über den schillernden Rabiega hielt, ließ er zugleich keine Gelegenheit aus, gegen die beiden ehem. Mitarbeiter von Bischof Krenn, den Eisgarner Stiftspropst Ulrich Küchl sowie den Kirchenrechtler Dr. Wolfgang Rothe, öffentlich zu agitieren. Dies geschah vorzugsweise im anonymen, polemischen und antijüdischen Internetorgan „kreuz.net“, von dem sich sowohl die Deutsche wie die Österreichische Bischofskonferenz im Februar dieses Jahres ausdrücklich distanzierten.

Diese Vorgeschichte wirft ein vielsagendes Licht bzw einen dunklen Schatten auf die jüngsten Willkürmaßnahmen von Bischof Klaus Küng, worüber die österreichische Illustrierte „News“ vorige Woche brandaktuell berichtete.

Das Boulevardblatt, das sich zunächst am Medienfeldzug gegen Bischof Krenn beteiligt hatte, scheint mittlerweile zu ahnen, daß in der Causa St. Pölten etliches nicht mit rechten, sondern mit ausgesprochen linken und „getürkten“ Dingen zuging.

Unter dem Titel „Ein Bischof regt auf“ schildert die Illustrierte nunmehr einen „neuen Skandal“, nämlich die Absetzung von Pfarrer Hubert Beyer aus Rheinprechtspölla, dem dabei aber nicht „nur“ das Pfarramt, sondern auch der finanzielle Boden unter den Füßen weggenommen wird. „News“ schreibt hierzu: „Beyer bekomme ab 1. Dezember keinen finanziellen Lebensunterhalt mehr, sei nicht mehr versichert und dürfe sich nicht mehr in der Diözese St. Pölten aufhalten.“ - Angeblich, so berichtet das Blatt, habe Bischof Küng „schlicht das Vertrauen in den Priester verloren“.

Diese sachlich unsinnige, subjektive und kirchenrechtlich haltlose „Begründung“ für das brutale Wegmobben eines verdienten älteren Priesters wird von zahlreichen Gläubigen nicht nur in Österreich als neuester Willkür-Akt von Bischof Klaus Küng bewertet. Offenbar treibt ihn das Bedürfnis um, sich auch 5 Jahre nach der Auflösung des Krennschen Priesterseminars weiter am früheren Regens Ulrich Küchl zu rächen, der seinen zivilrechtlichen Prozeß gegen „Profil“ siegreich und letztinstanzlich gewinnen konnte.

Der abgesetzte und mittellose gemachte Pfarrer Hubert Beyer, ein Priester bundesdeutscher Herkunft, gehört zum sogenannten „Stift Eisgarn“, einer Vereinigung von Weltpriestern, die von 1976 bis 2009 von Propst Ulrich Küchl geleitet wurde. Stein des Anstoßes scheint überdies der Umstand zu sein, daß der Künstler-Seelsorger und Komponist Ulrich Küchl unlängst in der Pfarrei von Kanonikus Hubert Beyer eine heilige Messe feierte.

Dabei widerspricht diese priesterliche Tätigkeit Prälat Küchl keineswegs dem vatikanischen Dekret, das im Vorjahr zur Causa St. Pölten erlassen wurde, im Gegenteil: dort heißt es ausdrücklich, den Geistlichen Rothe und Küchl solle ein „fruchtbares priesterliches Leben“ ermöglicht werden. Wenn also ein bewährter, untadeliger Landpfarrer hierzu beiträgt, sollte er von Rechts wegen bischöfliche Würdigung und nicht etwa willkürliche Amtsenthebung erfahren, deren Endstation Sardinien sein könnte.


Felizitas Küble, Vorsitzende des Christoferuswerks eV.























Das Christoferuswerk in Münster ist eine als gemeinnützig anerkannte Aktionsgemeinschaft katholischer und evangelischer Christen, die 1971 vom kath. Jugendschriftsteller Günter Stiff (Münster) gegründet wurde und sich für christliche Medien- und Öffentlichkeitsarbeit einsetzt.

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