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Muss George W. Bush büßen? - Mordanklage zu seinem Abschied



Ab sofort ist George W. Bush nur noch Geschichte. Doch kommt er auch ungestraft davon? Immerhin hat er ungezählte Menschenleben auf dem Gewissen. Jetzt ist Anklage erhoben worden. „Anklage wegen Mordes gegen George W. Bush“...



Das Beste am Ausgang der US-Wahl: Bush ist weg! Darin ist sich wohl alle Welt einig. Doch kann man den scheidenden Präsidenten einfach so laufen lassen, nach allem, was er Amerika und der Welt angetan hat? – Vincent Bugliosi, die Legende der amerikanischen Strafverfolgung, sagt: Nein! Er, der bislang jeden Mordprozess seiner Laufbahn gewonnen hat, erhebt Anklage gegen George W. Bush. Anklage wegen Mordes. Und er macht öffentlichen Druck, hat seine Anklageschrift bereits als Buch verlegt, das soeben auch in deutscher Sprache erschienen ist. Das ist so ein Buch, das wirklich jeder lesen sollte. Anklage gegen den Merkel-Busenfreund! Titel: „Anklage wegen Mordes gegen George W. Bush.“ 416 Seiten, 16,90 Euro.

Skrupellos in den Krieg geführt

Durch die schützende Hand, die Massenmedien der „westlichen Wertegemeinschaft“ über Bush hatten und haben, kann man sich kaum entziehen, die Dinge manchmal nur vernebelt zu sehen oder zu verdrängen. Bugliosi aber öffnet uns nochmals die Augen: „George W. Bush führte sein Land unter Vorspieglung falscher Tatsachen skrupellos in einen Krieg, durch den über 100.000 Menschen, darunter 4.000 amerikanische Soldaten, eines gewaltsames Todes starben. Dies ist nur die schlimmste Folge seiner Tat. Wir sollten nicht vergessen, dass außerdem Tausende und Abertausende von Menschen Verletzungen erlitten und zu Krüppeln gemacht wurden.“ An Beweismaterial mangelt es Bugliosi nun wirklich nicht.

Keine Frage: Das Bush-Sündenregister ist rekordverdächtig. Die Solidaritäts-Welle, die nach den Vorkommnissen des 11. September 2001 US-Amerika erfasste, hat er binnen kürzester Zeit blutig verspielt. Die blindwütigen Attacken gegen Afghanistan und den Irak, das unendliche Leid, das dort herbeigebombt wurde, das miese Foltergehabe der Bush-Krieger, all dies hat US-Amerika weltweit unmöglich gemacht und einen Hass heraufbeschwören, der noch fatale Folgen haben wird. Aus deutscher Sicht ist es unverzeihlich, dass die Merkel-Regierung sich nicht vom US-Rockzipfel löst und sich somit mit den ganzen Verbrechen gemein macht, US-Weltherrschaftskriege sogar noch mit deutschem Geld und deutschem Blut unterstützt.

US-Strategie zerpflückt

Nach allen Regeln der Kunst zerpflückt Bugliosi die US-Strategie, Saddam Husseins angebliche Massenvernichtungswaffen als Grund vor einen Angriffskrieg in den Vordergrund zu schieben. Hier wurde eindeutig mit Lüge, Manipulation, Fälschung und Täuschung gearbeitet. Bugliosi: „Bush und seine Leute veröffentlichten die Zusammenfassung eines geheimen CIA-Berichtes. Dieses Papier wurde als so genanntes weißes Dokument bekannt. Und in diesem weißen Dokument war das ursprüngliche Fazit des CIA, dass Hussein keine unmittelbare Bedrohung für die USA darstellte, komplett gelöscht, Wort für Wort." Der Autor weist minutiös nach, wie dieses Dokument teilweise plump gefälscht wurde und kommt zu dem Schluss, dass Tausende Amerikaner bewusst mit „kriegtrommelnden Reden“ und mit faustdicken Lügen in den Tod geschickt wurden.

Stolz dürfen in diesem Zusammenhang die Leser der National-Zeitung sein. Bugliosi widerlegt alle Lügen im Irak-Krieg, die unser Blatt stets ebenfalls und frühzeitig aufgegriffen hatte: Ob es nun um die Massenvernichtungswaffen des Saddam Hussein geht, oder um die Behauptung, Saddam Hussein und Osama Bin Laden machten gemeinsame Sache oder um die Behauptung, Saddam bedrohe die ganze Welt oder um die Mär, ein US-Einmarsch im Irak würde dort für Frieden und Demokratie sorgen. Alles ganz bewusste Lügen!

Vincent Bugliosi: „Wenn er schuldig ist, verdient es George W. Bush, wegen Mordes angeklagt zu werden. In unserem Land werden Leute wegen eines Mordes hingerichtet, und Bush hat Tausende amerikanische Soldaten in den Tod geschickt, da versteht sich doch eine Anklage von selbst." Und: „Wenn Amerika jemals wieder die große Nation sein will, die es einst war, muss es alsbald die Verantwortlichen für den Irakkrieg vor Gericht stellen.“

Leidenschaftliche Anklage

Das Bugliosi-Werk ist darüber hinaus deswegen so lesenswert, weil es eine leidenschaftliche Anklage gegen die Kriegs-Drahtzieher im Allgemeinen ist, eine scharfe Abrechnung mit George W. Bush und seiner Außenpolitik. Der Autor überführt ihn mit diversen Zitaten mehrfach und lässt den scheidenden Präsidenten als Zyniker und eiskalten Kriegstreiber dastehen. Auch beschreibt es das totale Versagen US-Amerikas im Irak-Krieg, der unendlich viel Unheil angerichtet hat.

„Anklage wegen Mordes gegen George W. Bush“ sorge bereits für großes Aufsehen in aller Welt. Ob sich Vincent Bugliosi mit seiner Vorstellung durchsetzt, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen. Lawrence Velvel, Dekan der Massachusetts School of Law: „Wir haben eine schlimme Richtung eingeschlagen. Und wenn unsere vom Volk gewählten Repräsentanten nicht für schlechte Politik, die hochgradig illegal ist, zur Rechenschaft gezogen werden: Was hindert den nächsten oder übernächsten Präsidenten daran, genau denselben Fehler wieder zu begehen?"


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