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Ministerin Schavan hebt ab
Bild Orginalgrösse. (Bildrechte: Deutsche Volksunion)



Ministerin Schavan hebt ab

26.500 Euro Steuergeld für Helikopter-Flug nach Zürich



Bundesbildungsministerin Annette Schavan ist wegen verschwenderischer Nutzung der Flugbereitschaft der Bundeswehr massiv in die Kritik geraten. Die CDU-Politikerin war für ein Zeitungsinterview und einen Vortrag in einem Helikopter von Stuttgart nach Zürich geflogen. Für die Strecke von gerade 146 Kilometern musste dafür eigens ein Hubschrauber mit dreiköpfiger Besatzung aus Berlin angefordert werden und wieder in die deutsche Hauptstadt zurückfliegen. Dieser Flug soll schätzungsweise 26.500 Euro Steuergeld gekostet haben. Ein Linienflug der Lufthansa hätte dagegen 329 Euro gekostet, eine ICE-Fahrt mit der Bahn sogar nur einen Bruchteil davon.

Eine Flugstunde mit dem Bundeswehrhubschrauber „Cougar“ („Puma“) kostet rund 5.300 Euro. Bei einer Reisegeschwindigkeit von 278 Kilometern pro Stunde benötigt der „Cougar“ für die geflogene Strecke etwa fünf Stunden.

Beim Thema Reisen scheinen es etablierte Politiker aber mit den Sparzwängen ohnehin nicht besonders ernst zu nehmen. Das „Fernweh“ der „Volksvertreter“ nimmt stetig zu. Insgesamt 1.574 Auslandsreisen in zwei Jahren zählt ein Bericht von Bundestagspräsident Norbert Lammert vom Frühjahr – Tendenz steigend. Reisten Politbonzen im Jahr 2006 noch für 2,4 Millionen Euro um die Welt, ließen sie sich ihre Touren 2007 bereits 3,1 Millionen Euro kosten. Im Bundesetat für 2008 stehen vier Millionen Euro für Reisen bereit.

Erst kürzlich war eine siebenköpfige Gruppe von „Gesundheitsexperten“ des Altparteienkartells auf Kosten des Steuerzahlers ins sonnige Kalifornien gereist, hatten sich dort – wie der „Spiegel“ berichtete – aber laut Darstellung des deutschen Generalkonsuls vor Ort mehr für Theater- und Konzertveranstaltungen sowie Einkaufsbummel interessiert als irgendwelche Fachgespräche gehabt zu haben …



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