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Martina Lippert – bodenständig und kreativ zugleich



Martina Lippert ist die geschäftsführende Gesellschafterin des Pflegedienstes Lippert GmbH. Sie ist aber viel mehr. Das merkt man erst dann, wenn man sich mit ihr länger unterhält, sie näher kennenlernt. Sie ist nicht nur kreativ. Nein. Sie ist beständig auf der Suche nach Selbstverwirklichung ohne dabei ihr wichtigstes Vorhaben aus den Augen zu verlieren: eine Pflege und Betreuung möglich zu machen, die solchen Worten - wie individuell, persönlich und sensibel Leben einhauchen.

(News4Press.com)
Die SPD ringt gegenwärtig damit, welchen Weg sie einschlagen soll, was wichtig ist für die Menschen, denen mit einer sozialeren und gerechteren Politik ein besseres Leben ermöglicht werden soll. Dazu braucht es wiederum Menschen, die sich dieser Vorhaben annehmen, aktiv an deren Umsetzung mitwirken. Martina Lippert gehört zu diesen Menschen. Sie begann 1976 ihren beruflichen Weg mit einer Ausbildung zur Krankenschwester und schloss diese 1979 ab. Später, im Jahr 1986 war sie als Aushilfe in einer Diakonie in Lingen tätig, in der ambulanten Krankenpflege. Sie hat dort stundenweise gearbeitet. Es gelang ihr damals nicht, in eine Festanstellung zu kommen. In der Zeit herrschte noch die Auffassung vor, dass sie versorgt sei, weil sie verheiratet war und sich um drei Kinder kümmern musste. Das aber war Martina Lippert zu wenig. Sie brannte für ihre Arbeit, tat alles, damit die Patienten eine Versorgung erfuhren, die man heute weithin unter den Begriff der individuellen Pflege zusammenfasst. Doch dieses Denken war noch nicht Allgemeingut. Im Gegenteil, manche eine ihrer Kolleginnen war damals nicht bereit, zum Beispiel das Wochenende für zusätzliche Betreuungsaufgaben miteinzuplanen.

Erfahrungen machen, Erkenntnisse sammeln, lernen und dran bleiben an dem, was das Leben ausmachen soll
Eine wichtige Erfahrung machte Martina Lippert, als sie 1980 in eine Facharztpraxis für Psychiatrie und Psychologie ging. Sie lernte Menschen kennen und verstehen, die anders waren als es die gesellschaftlichen Normen verlangten und trotzdem einen wertschätzenden Umgang verdienten. „Das ist eben keine Einbahnstraße. Man muss sich in die Menschen hineindenken, sie versuchen zu verstehen und manchmal auch bestimmte Normen im zwischenmenschlichen Umgang mit ihnen überdenken“, sagt sie heute. Martina Lippert hat viele Jahre darum gerungen, in eine Festanstellung zu kommen. Das, was heute vielen als selbstverständlich erscheint, das hat sie sich hart erkämpfen müssen, und so manchem uneinsichtigen Vertreter in der öffentlichen Verwaltung auch Zugeständnisse abgerungen – vor allem was die Gleichbehandlung von Mann und Frau anbetrifft. „Es ist gut so, dass sich die Zeiten, die Einsichten und Verhältnisse gewandelt haben“, sagt sie heute rückblickend. Für sie ist entscheidend, welche Kraft und Energie, ja welche Leidenschaft man in ein berufliches Ziel legt, um es zu verwirklichen. Sie weiß gerade aus dieser Erfahrung heraus, dass die Entlohnung, die Vergütung und die Vergünstigungen sicher ein wichtiges Element in der Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist. „Aber manchmal sehe ich, dass es in der Diskussion heute nur darauf hinausläuft. Dabei ist der wahre Schatz, die echte Chance heute noch etwas genauso Wichtiges: nämlich die Chance, die jemand erhält, um sich zu entfalten, so zu arbeiten, dass diese Zeit zugleich eine wertvolle Zeit für sein eigenes Vorwärtskommen ist. Martina Lippert liefert gleich den Beweis dafür mit. Sie hat gerade am Anfang ihrer Selbstständigkeit hart arbeiten müssen, bis an den Rand der „Selbstausbeutung“, wie sie es heute bezeichnet. Aber sie war zugleich immer jemand, der die Dinge mit Humor gesehen hat. „Das ist wichtig, damit man nicht verzweifelt, wenn es mal nicht so vorwärts geht, wie man es sich selbst vorstellt“, sagt sie.

Kreativität macht das Leben nicht nur schöner – sie ist auch die Voraussetzung dafür Pflegebedürftigen mehr Lebensqualität zu bieten

Menschen, die in die Pflege und Betreuung eingespannt sind, meinen mitunter, sie hätten keine Zeit für kreative Gedanken. Das mag angesichts der angespannten Situation am Pflege- und Betreuungsmarkt stimmen. Und trotzdem ist es nur die halbe Wahrheit, die falsch ist, wenn man sie so stehen lässt. Individuelle Betreuung und Versorgung verlangen geradezu nach Individualität. Das bedeutet, sich Zeit zu nehmen dafür. Warum? Weil man sich Zeit nimmt für denjenigen, den man betreut. „Keine Zeit, das ist mitunter das Synonym für ‚ich will mich damit nicht beschäftigen‘“, sagt Martina Lippert dazu. Sie macht es vor. Sie hat vor einiger Zeit eine Veeh-Harfe erworben, die nun in der Pflegeeinrichtung steht. Zugegeben, nicht viele kennen dieses Instrument. Martina Lippert kannte es auch nicht. Aber bei dem Besuch einer Freundin stieß sie in einem Konzert darauf und hat danach recherchiert. „Heute weiß ich, dass die Veeh-Harfe ein Zupfinstrument ist, das Hermann Veeh für Sohn entwickelt hat, der mit einem Down-Syndrom geboren wurde. Die Kastenzither wird heute vielfach in der Sozial-Arbeit eingesetzt, auch in der Arbeit mit Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Auf der Veeh-Harfe können Volkslieder gespielt werden, einfache Stücke bis hin zur Konzertmusik. Die Noten sind speziell aufbereitet und sind so gut verwendbar, selbst für Laien, die musikbegeistert sind. Nur wenige würden diesen Ehrgeiz aufbringen. Aber Martina Lippert findet, der Aufwand ist es wert, wenn sie damit ihren demenzkranken Senioren ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann.

Leidenschaft im Beruf kann nicht verordnet werden, man muss sie wollen
Martina Lippert ist nicht nur erfolgreich als Unternehmerin, weil sie in den mehr als zwei Jahrzehnten gemeinsam mit ihrem Team einen Pflegedienst aufgebaut hat, der einen sehr guten Ruf in Lingen genießt. Sie ist es vor allem deshalb, weil sie das vorlebt, wovon sie selbst überzeugt ist - nämlich für das Thema Pflege zu brennen. Diese Leidenschaft spüren die gewählten Vertreter im Rat der Stadt, dem sie angehört. Sie redet nicht viel auf den Versammlungen, doch wenn sie es tut, dann spüren die Zuhörer, dass sie viel zu sagen hat - vor allem, welche Herausforderungen in den nächsten Jahren die Pflegebranche bewältigen müssen. Und vor allem spricht sie nicht in großen Bögen, bleibt nicht im Ungefähren, sondern berichtet über das, was sie in ihrer Firma Tag um Tag anpackt. Ihre kreative Ader hat Martina Lippert wieder zur Weihnachtsfeier ausgelebt. Gemeinsam mit dem Starkoch Holger Laschet. „Meine Mitarbeiter waren zunächst nicht so begeistert. Doch dieses ungewöhnliche Event, eine Mischung aus kochen, lernen und vor allem geselligen Beisammensein, hat sie schließlich doch begeistert." Überhaupt ist in den Pflegedienst das Flair der Weihnachtszeit zu spüren. Der Duft von Tannengrün, die über die Eingangstür mit einem Ausmaß von ca. 4 Metern gespannt, macht es den Besuchern leicht, in diese Stimmung einzutauchen. „Nicht alles war perfekt in diesem Jahr. Aber unsere Ziele haben wir nie aus den Augen verloren - den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen zu helfen, ein Stück der Lebensqualität zu erhalten und da wo es ging auszubauen", sagt Martina Lippert zum Schluss.

MEHR:
http://uwemuellererzaehlt.de/2017/09/01/pflegedienst-lippert-stellt-sich-vor/

Kontakt:
Pflegedienst Lippert GmbH
Martina Lippert
Geschäftsführende Gesellschafterin
Lindenstraße 1a
49808 Lingen
Tel.: 0591/ 80 740 990
Fax: 0591/ 67 674
E-Mail: info@pflegedienst-lingen.de
Internet: www.pflegedienst-lingen.deDr. Uwe Müller ist freier Journalist und Autor.




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