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Lehman Brothers Holding Inc.
Bild Orginalgrösse. (Bildrechte: Rechtsanwälte Robert, Kempas, Segelken, Bremen)

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Lehman Brothers Holding Inc.

Quotenprognose wohl verfrueht - aber Zahlen eingeschraenkt hochrechnungsfaehig



(News4Press.com) - Bremen, den 26.03.09 -
1. Auflistung der Aktiva
2. Buchhaltung mangelhaft
3. Systematiken zum Informationsaustausch verweigert
4. 39.000 Derivate = In-sich-Transaktionen
5. Lehman Brothers Treasury B.V. nicht erwähnt
6. Klagen in Vorbereitung – viel versprechender Ansatz beim LG Hamburg

1. Auflistung der Aktiva
Eine Reihe von Berichten über die Lehman Brothers Holding, die die weitere Administration des Insolvenzschuldnerinnen beschreiben, konnte jetzt ausgewertet werden, die auch alle Lehman Brothers Holding Inc.-Töchter, also auch die europäischen Verbundunternehmen, einschliessen.

Am Stichtag 1. Februar 2009 verfügte die Lehman Brothers Holding Inc. und die anderen Insolvenzschulderinnen, soweit bereits qualifizierbar und vorbehaltlich weiterer Ergänzungen, über folgende Vermögenspositionen:

• Barmittel US$ 6,964 Mrd.
• Forderungen aus Kreditgeschäften US$ 41,400 Mrd.
• Unbesichertes Investivvermögen (per 30.9.2008) US$ 12,344 Mrd.
• Grundstücksbesichertes Investivvermögen (per 14.9.2008) US$ 42,900 Mrd.
• Forderungen aus Derivaten (per 12.9.2008) US$ 23,800 Mrd.
• Verkaufserlöse aus Firmenflugzeugen (ohne Hubschrauber) US$ 0,053 Mrd.

2. Buchhaltung mangelhaft
Es wurde festgestellt, dass im Zeitraum September bis Dezember 2008 durch das Insolvenzverfahren ausgelöste interne Chaos wesentliche Vermögenswerte nicht hinreichend geschützt und erhalten wurden. So gab es weder eine Aufstellung über die noch vorhandenen Vermögenswerte noch eine verbindliche Liste über alle von Lehman Brothers Holding Inc. direkt oder indirect betriebenen bzw. verbundenden Tochterunternehmen. Erinnert wird an die Pressefotos mit Mitarbeitern, die mit prall gefüllten Kartons voller Beweismittel in den Armen das Unternehmen verliessen. Es bestand – wie zu erwarten war – keine geordnete Buchhaltung bei Lehman Brothers Inc.

3. Systematiken zum Informationsaustausch verweigert
Auch wurde festgestellt, dass aus der Zusammenarbeit mit den verschiedenen Vermögensadministrationen kaum Informationen über die Verwertung von Vermögen in angeschlossenen Verfahren zur Verfügung stünden, insbesondere weigerten sich die SIPC-Liquidator sowie die mit der finanziellen Abwicklung in England und Japan betrauten Berater – Price Waterhouse Cooper in Grossbritannien und Oh-Ebashi im Japan), finanzielle Informationen weiterzugeben und Systematiken zum Informationsaustausch zu etablieren. Hierdurch werde nach Vernehmen der Gläubigervertreter die Bewahrung von Vermögenswerten sowie die Rückführung von zweckentfremdeten Leistungen zugunsten der Insolvenzmasse vereitelt. Insgesamt sei eine eigennützige Ausschlachtung noch vorhandender Werte zu befürchten, die zu einer Selbstbedienungsmentalität der Beteiligten führe, wenn rasch nicht ein geeignetes Koordinierungsprotokoll gefunden würde.

4. 39.000 Derivate-Kontrakte betrafen In-sich-Transaktionen
Etwa zeitgleich mit dem Bericht von der Gläubigerversammlung der Lehman Brothers Holding Inc. wurde auch ein Statusbericht über den Fortgang der Reorganization der Lehman Brothers International Europe in London vorgelegt. Dieser erlaubt einen vertiefenden Einblick in die in Europa aktiven Lehman-Gesellschaften und die finanziellen Verflechtungen untereinander. Lehman Brothers Holding Inc. besass über zwei englische Holding-Gesellschaften die insolvente Lehman Brothers International Europe Ltd. Die europäischen Töchter haben aus internen Geschäften mit der Konzernmutter Nettoansprüche von etwa US$ 1 Mrd. Die Lehman Brothers International Europe Ltd. verwaltet für die Konzernmutter rund US$ 37,2 Mrd. in Wertpapierdepots und hielt zum Insolvenzstichtag knapp US$ 2,2 Mrd. in bar. Nach Insolvenzeröffnung erhielt die auch in Deutschland aktive Lehman Brother Bank AG hieraus rund US$ 1 Mrd. zur Bedienung von Kundenforderungen. Der Bericht kündigt weiter die Entwicklung und Implementierung sogenannter Exit Strategies für die meisten Geschäftsfelder an. Hinsichtlich des Derivat-Geschäfts wird weiter berichtet, dass von 87.000 offenen Positionen am 15. September 2008 rund 39.000 interne Positionen betraf, d.h. Transaktionen, bei denen auf beiden Seiten Lehman-Gesellschaften als Verkäufer und Käufer auftraten. Insgesamt gab es ca. 3.000 Vertragsparteien, 13.000 der 39.000 Positionen seien bereits abgewickelt.

5. Lehman Brothers Treasury B.V. nicht erwähnt
Die holländische Lehman Brothers Treasury B.V. ist in dem Bericht nicht erwähnt und auch unter den europäischen Verbundunternehmen nicht aufgeführt, was darauf schliessen lässt, dass sie nicht dem europäischen Mutter-Verbund unter Lehman Brothers International Europe Ltd. zuzuordnen ist.

Weitere Informationen über das englische Insolvenzverfahren über das Vermögen der Lehman Brothers International Europe Ltd. sind unter www.pwc.co.uk/issues/lehman.html verfügbar.

6. Klagen in Vorbereitung – viel versprechender Ansatz beim LG Hamburg
Rechtsanwälte Robert, Kempas, Segelken, Bremen, die wohl die meisten Lehman-Geschädigten in Deutschland vertreten, bereiten in Kooperation mit dem Kollegen Helge Naber (Rechtsanwalt und Attorney at law) zahlreiche rechtsschutzversicherte Klagen vor, die mit ca. 270 behaupteten Pflichtverletzungen aus dem Bereich der unterlassenen Preisfeststellungen bei den Zertifikaten, der Kursanalysen der Basiswerte und der fehlenden Aufklärung über die wirtschaftlichen Zusammenhänge bei einer richtigen Entscheidung der angerufenen Gerichte unter Verwertung des maximalen Wissens in dem Segment des Finanzterminsrechts zur Restitution der Vermögenswerte führen müsste.

„Garantiezertifikate“ und Finanztermingeschäft schließen sich bereits begrifflich aus. Einen weit über die bisherige Rechtssprechung des Bundesgerichtshofes hinausgehenden Aufklärungsansatz fordert völlig zu Recht das Landgericht Hamburg in seiner Entscheidung vom 15.12.2008 (Az.: 318 O 4/08). Danach ist auf die Notwendigkeit vertiefter Kenntnisse der Kursentwicklung des Basiswertes (Bezugswert, „Unterlying“) aufzuklären. „Zur Abschätzung des Anlagerisikos bedarf es bei dem streitgegenständlichen Zertifikat vertiefter Kenntnisse über die im Index Euro Stoxx Selected Dividend 30 notierten europäischen Dividendenwerte“. Daraus ist zu schließen, dass über die Sensivität des Optionspreises aufzuklären war, was, soweit erkennbar, bislang pflichtwidrig versäumt wurde.

Der Kollege Naber steht in einem engen Kontakt mit zahlreichen Anlegerkanzleien in Deutschland und beantwortet gerne entsprechende Fragen - kollegialiter!!

HELGE NABER LL.M.
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Rechtsanwälte Robert, Kempas, Segelken, Bremen (Kapitalanlagerecht). Die Kanzlei nimmt bundesweit einen der führenden Plätze bei der gerichtlichen Vertretung von geschädigten Privatanlegern auf dem Grauen Kapitalmarkt ein.



Rechtsanwälte Robert, Kempas,
Wilhelm Segelken
Pelzerstr. 4
28195  Bremen 
Tel:0421/321121  
Fax:0421/18944
segelken@anwalt-a.de








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