Lars Seidensticker, Hambührener Ratsmitglied und Mitglied des Bundesvorstandes der Bürgerbewegung pro Deutschland fordert Neuwahlen im niedersächsischen Wietze.
Wahlfälschung in Wietze: Warum schweigt der CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Adasch?
Christine Bode, Ehefrau des Wietzer CDU Ratsherrn Heinz Günter Bode und Mutter des WG Ratsherrn Andreas Bode wurde Ende Juli vom Amtsgericht Celle zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Die Seniorenheim-Betreiberin aus dem Wietzer Ortsteil Hornbostel hat nach Auffassung des Celler Amtsgerichts die Wietzer Kommunalwahl 2006 gefälscht und das Wahlgeheimnis verletzt.
In einem persönlichen Brief forderte Bürgervertreter Lars Seidensticker(Foto) den Hambührener Bürgermeister, Rüdiger Harries dazu auf,sich bei den Verantwortlichen Wietzer Politikern für baldige Neuwahlen einzusetzen. Zitat Seidensticker: "Wir arbeiten eng mit den Gemeinden Wietze und Winsen zusammen. Auch deshalb sind wir verpflichtet, derartige Sauereien zu verurteilen und baldige Neuwahlen zu fordern. (...) es ist nicht nur eine politische Angelegenheit, sondern auch eine Sache des Anstands!"
Rückblende
Die betroffenen Bewohner des Wietzer Altenheimes schilderten laut der Celleschen Zeitung vom 29.07.08 die Situation so: "Die Bewohner wurden in das Büro der Heimleiterin geführt, wo auf einem Tisch ohne Sichtschutz die Briefwahlunterlagen offen ausgebreitet waren. Bode hatte anschließend die Kreuze für die Bewohner entweder selbst gemacht, obwohl diese in der Lage gewesen wären, die Wahl durchzuführen. In anderen Fällen haben die Senioren den Stimmzettel ausgefüllt, begleitet von Fragen der Heimleiterin, wen „wir denn heute wählen, Heinz-Günter oder Andreas Bode?“ Im Anschluss daran gab es Diätschokolade oder drei Zigaretten als Belohnung".
"Verhältnisse wie in Simbabwe"
"Als ich von den Vorwürfen hörte, musste ich sofort an Simbabwe denken, wo so etwas be i Wahlen an der Tagesordnung ist", sagte Hambührens Bürgervertreter
Lars Seidensticker. Auffällig hoch war übrigens auch der Anteil der Bode-Stimmen bei den Briefwählern: CDU-Mann Heinz Günter Bode bekam bei der Wahl zum
Wietzer Gemeinderat nur 76 Simmen von Wählern, die ihre Stimme in einem der Wahllokale abgegeben hatten. 211 Stimmen bekam er dagegen von Briefwählern - ein Schelm, wer böses dabei denkt!
Wahlfälschung - nur ein Kavaliersdelikt?
Für die örtliche CDU scheint der der Vorwurf des Wahlbetruges kein Grund zur Aufregung zu sein. Auf ihrer Internetseite www.cdu-wietze.de verliert die Partei kein Wort darüber. Auch der Landkreis-CDU scheint das Thema egal zu sein. Dazu Lars Seidensticker: "Von diesen Leuten habe ich nichts anderes erwartet. Vertuschen, totschweigen und aussitzen - das sind typische Reaktionen einiger CDU-Politiker. Ich frage mich, ob Wahlfälschung für die einstmals konservative Partei nur noch ein Kavaliersdelikt darstellt. Wenn es sich um ein SPD-Ratsmitglied gehandelt hätte, wäre das Geschrei der CDU vermutlich gross gewesen. Das zeigt die Scheinheiligkeit derer, die jetzt nur deshalb wegsehen, weil es jemand aus den eigenen CDU-Reihen ist, dem der Prozess gemacht wird . Auch wenn ein CDU-Ratsherr öffentlich zu sagen gewagt hätte, dass seiner Meinung nach zuviele Ausländer in Deutschland leben, dann hätte man ihn vermutlich schleunigst zum Rücktritt gezwungen und seitens der Partei öffentliche Gegendarstellungen abgegeben - zumindest aber hätte man ihn dazu genötigt, sich zu entschuldigen. Derartige Reaktionen vermisse ich im vorliegenden Fall ".
Warum schweigt Thomas Adasch?
Auch vom CDU Landtagsabgeordneten Thomas Adasch hätte Seidensticker eine Stellungnahme erwartet. Nach Seidenstickers Auffassung hätte Adasch, der selbst gerne als "Saubermann" auftritt, längst ein Machtwort sprechen müssen.
Allein gegen die Raffia
Seit der ersten, konstituierenden Ratssitzung kämpft pro Hambühren-Liste Seidensticker mit Anträgen und Anfragen gegen derartige Machenschaften an. Bürgervertreter Lars Seidensticker hat es sich zum Ziel gemacht, den Parteienfilz zu zerreissen und wieder für normale politische Verhältnisse zu sorgen.
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