Lars Seidensticker, Bundesvorstandsmitglied der Bürgerbewegung pro Deutschland und Hambührener Ratsmitglied: "Eigentumsansprüche der Vertriebenen sind nicht erloschen!"
Kritik an Bundeskanzlerin, Angela Merkel. Bundesregierung soll sich an frühere Zusagen erinnern und die ostdeutschen Heimatvertriebenen unterstützen!
(News4Press.com)
Auf Einladung des Kreisverbandes Burgdorf des Bundes der Vertriebenen und Landsmannschaften (BdV), sprach das Bundesvorstandsmitglied der Bürgerbewegung pro Deutschland, der Hambührener Ratsherr, Lars Seidensticker, am 20. Januar zum Thema "Mein Eigentum in Schlesien - heute".
Der BdV-Kreisverband hatte aus Anlaß des Reichsgründungstages am 18. Januar 1871, zu einer Gedenkstunde eingeladen. Fast 100 Personen folgten der Einladung ihres Vorsitzenden, Siegfried Preugschat und nahmen im Anschluss an die Veranstaltung am traditionellen Heringsessen teil.
Nachdem der BdV-Kreisvorsitzende, Siegfried Preugschat, die Anwesenden begrüsst hatte, erklärte er anhand geschichtlicher Daten und Fakten die Umstände, die zur Gründung des Deutschen Reiches geführt hatten.
Zu Beginn seiner knapp einstündigen Rede drückte Hambührens Bürgervertreter, Lars Seidensticker , seine Freude darüber aus, dass es immer noch Menschen gibt, die dieses historische Datum in Ehren halten: "Die Reichsgründung, am 18. Januar 1871, war ein bedeutendes Signal für die Einheit und Freiheit unseres Landes. Ich bin mir sicher, wenn wir in Deutschland ein normales Verhältnis zu unserer Vergangenheit hätten, wäre diese Veranstaltung eine von vielen Gedenkveranstaltungen dieser Art. Angesichts der politischen Verhältnisse, bleibt sie allerdings leider nur eine Ausnahme."
Danach stellte Lars Seidensticker seine Positionen zu den immer noch aktuellen Menschenrechtsverletzungen in Polen und Tschechien dar. Er schilderte seine persönlichen Erfahrungen mit den polnischen Behörden und berichtete ausführlich über seine freundschaftlichen Beziehungen zu polnischen Bürgern. Diese machten auch die Taufe seiner Söhne im schlesischen Ottmachau möglich.
Seidensticker stellte klar, dass die Eigentumsansprüche der Vertriebenen nicht erloschen sind und forderte die Anwesenden Eigentümer auf, ihre Ansprüche geltend zu machen. Seidensticker verwies dabei auf die Preussische Treuhand und den Eigentümer-Bund-Ost (E-B-O) . Beide Verbände klagen vor nationalen und internationalen Institutionen und Gerichten für die berechtigten Interessen der ostdeutschen Grundeigentümer.
Auch die Rolle der politischen Klasse in Deutschland wurde von Seidensticker kritisiert. Er erinnerte an die von Seiten der Bundesregierung getroffenen Zusagen, sich gegenüber Polen für die Rückgabe des Eigentums einzusetzen. Seidensticker wörtlich: "Heute will die Bunderegierung nichts mehr davon wissen. Im Gegenteil, man hat sogar die Positionen der Regierung Schröder übernommen und spricht sich inzwischen offen gegen eine Restitution aus. Eine besonders unrühmliche Rolle spielt dabei die deutsche Bundeskanzlerin. Dabei stammen die letzten, schriftlich nachweisbaren Zusagen aus dem Jahr 1996. Damals gehörte Angela Merkel der Bundesregierung noch als Ministerin an."
Wie wenig die Bundesregierung noch deutsche Interessen vertritt, wurde auch im Oktober 2008 deutlich, als man in Westpreußen, unweit der Marienburg ein Massengrab mit mehr als 2000 deutschen Toten fand. Bis heute fehlt eine Stellungnahme der Bundesregierung. "Würde es sich um ausländische Opfer handeln und man könnte eine deutsche Täterschaft ableiten, dann hätte man sich vermutlich bereits mit Entschuldigungen uns Selbstbezichtigungen überschlagen", so Seidensticker.
Zum Ende des mit viel Applaus bedachten Vortrages folgten die Versammlungsteilnehmer gespannt dem auf Leinwand übertragenen Fernehbericht, in dem von Seidenstickers Einsatz für das Recht auf Heimat berichtet wurde. Der Fernsehsender 3sat strahlte den Beitrag am Sonntag, den 19.10.2008 unter der Überschrift "Häuserkampf" aus.
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