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Kriegstreiber Georgien zur Belohnung in die Nato ?
Bild Orginalgrösse. (Bildrechte: Polskaweb News)



Kriegstreiber Georgien zur Belohnung in die Nato ?

Ein gekonntes Manöver Kaczynskis und Saakaschwili und ihr Showdown gegen Russland in der georgischen Hauptstadt Tiflis, als die russische Armee praktisch schon vor der Türe stand, machte sie zu vorläufigen Helden in ihrer Heimat. So wird denn auch am Mittwoch um 10.30 im Amtssitz des polnischen Premiers Donald Tusk in Warschau, feierlich der Vertrag für die Stationierung einer US Garnison und der von ihr beaufsichtigten Raketenabwehrstellung, durch die Außenminister Polens und der US unterzeichnet. In diesem Zusammenhang sollen bereits zum Ende diesen Jahres die ersten Patriot- Raketenbatterien aus dem deutschen US Stützpunkt Rammstein zum Schutze Warschaus abgezogen werden.



( www.polskaweb.eu ) Man kann darüber streiten ob Russland oder Georgien die Stimmung im Kaukasus vor dem kurzen kriegsähnlichen Gemetzel in Süd- Ossetien angeheizt hat, aber man muss nicht diskutieren wer die bewaffneten Aggressionen einleitete. Ganz klar war dies der georgische Präsident Saakaschwili, der zur Einleitung der Eskalation drei Tage lang die südossetische Hauptstadt Tschinwali, hauptsächlich zum Schaden der Zivilbevölkerung, bombardieren liess. Danach fand der Anstifter dieses Krieges nicht einmal Worte des Mitleids für seine ossetischen Opfer die überwiegend als Georgier geboren wurden, noch für die toten eigenen Soldaten, die man einfach beim Rückzug auf der Strasse liegen ließ, wo sie teilweise heute noch liegen wie Vertreter der Russisch-Orthodoxen Kirche klagen. Am Dienstag treffen sich nun die Aussenminister der Nato Mitgliedstaaten in Brüssel um den Konflikt im Südkaukasus auf Einladung der USA auf einer Sondersitzung in Brüssel zu diskutieren. Die USA und vor allen Dingen Polen nötigen derzeit die Nato zu schnellen Beitrittsverhandlungen mit Georgien, um Tiflis und seine rücksichtslosen Politiker vor weiteren "Russischen Bestrafungsaktionen" zu schützen.

Die Weltpresse zeigt seit Tagen Bilder von russischen Einsätzen in Georgien, wohin Moskau seine Truppen geschickt hatte, um den Nachbarn für seine militärische Aggression auf die eigene abtrünnige Republik Süd- Ossetien zu bestrafen. Man zeigt vereinzelte Bombeneinschläge in und um georgische Ortschaften und Kameras beobachten russische Panzer in der Nähe und in der Stadt Gori, wo die Russen sich demonstrativ vor der Weltöffentlichkeit breit gemacht haben. So waren denn auch Bilder russischer Panzer die zwei georgische Polizeiwagen aus dem Weg schoben, nachdem Polizisten damit eine Anti- russische Strassensperre improvisiert hatten und ein Einbruch in einer georgischen Bank durch Personen in Uniform, bei dem der ganze Schaden eine zerbrochene Glastür und ein gestohlener Computer war, Symbole für westliche Fernsehstationen, vor allen Dingen in Deutschland, Großbritannien und den USA, für einen weiterhin sich in Georgien breitmachenden russischen Aggressor. Zu diesem Zeitpunkt waren allerdings bereits die ersten russischen Panzer über die Grenze nach Süd-Ossetien abgerückt und in der georgischen Stadt Gori verteilte ein russischer Hilfskonvoi Lebensmittel und Wasser an die georgische Bevölkerung, doch davon berichteten keine westliche Medien, obwohl einige derer Journalisten beide Aktionen beobachtet hatten.

Nicht nachvollziehbar sind auch die seit Tagen laufenden Einsätze deutscher und französischer Politiker, unter Führung von Angela Merkel und Nicolas Sarkozy, die sich für Georgien und deren schnellen Beitritt in die Nato stark machen und so tun als habe man niemals etwas dagegen gehabt. Doch seit der polnische Präsident Lech Kaczynski Deutschland und Frankreich im Zusammenhang mit dem Georgien-Konflikt scharf kritisiert hatte und den Regierungen beider Länder vorwarf, mit Rücksicht auf die wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland, eine zu lasche Haltung gegenüber Moskau einzunehmen, laufen Merkel und Sarkozy wie ein Uhrwerk im Sinne einer von den USA, mit Hilfe des polnischen Präsidenten, gesteuerten georgischen Regierung. Der georgische Präsident Micheil Saakaschwili war und ist bekannt als Sicherheitsrisiko für Europa. Er wirkt schon lange an einer größeren militärischen Konfrontation mit Russland. Als Zeitpunkt hatte er sich den absoluten Tiefpunkt seiner Beliebtheit beim Volke ausgewählt, diesen hatte er nach den massiven Vorwürfen von Wahlfälschungen durch seine Partei im Mai diesen Jahres erreicht. Einen ähnlichen Tiefpunkt hatte zur gleichen Zeit Polens Präsident Lech Kaczynski, doch der russische Einmarsch ohne nennenswerte Gegenwehr in Georgien hat die beiden Präsidenten wieder hochjubeln lassen. Ein gekonntes Manöver Kaczynskis und Saakaschwili und ihr Showdown gegen Russland in der georgischen Hauptstadt Tiflis, als die russische Armee praktisch schon vor der Türe stand, machte sie zu vorläufigen Helden in ihrer Heimat.

Polens Präsident Kaczynski steht auf einmal im positiven Licht bei seinem Volke. Im vergangenen Monat hätte er dies nicht einmal selbst gewagt zu glauben. Alle seine Pläne sind aufgegangen. Den Deutschen hat er es kräftig, im Zusammenhang mit ihrer Zurückhaltung wegen Russlands Einsatz in Georgien, gegeben. Seine geliebten US Raketen- Abwehr Silos werden gebaut und die Tusk Regierung, die es noch nicht gemerkt zu haben scheint dass sie ausgetrickst wurde, macht nun Männchen vor Lech Kaczynski, der ihnen eindrucksvoll gezeigt hat wie man Aussenpolitik macht (Kaczynskis Worte). Die Präsidenten von Lettland, Litauen, Estland und der Ukraine, die in den letzten Tagen immer schön brav hinter Kaczynski hergelaufen sind, haben derweil auch noch nicht gemerkt dass die ganze Kaukasus Eskalation von den USA, Kaczynski und Saakaschwili gesteuert worden sein könnte. Doch einer, der eigentlich auch zu diesem Osteuropa- Block gehört, hat wohl etwas gemerkt und ist, anders als der Vorsitzende des Europaparlamentes Hans Poettering, nicht zu den USA übergelaufen. Der tschechische Präsident Vaclaw Klaus bezeichnet nämlich Georgien bzw. dessen Staatschef Micheil Saakaschwili als Hauptverantwortliche für die vielen zivilen Opfer dieser georgisch- russischen Auseinandersetzung und reiht sich damit unerwartet in den "Club der Ehrlichen" ein, wozu seit gestern Deutschland nach dem Tiflis Besuch von Angela Merkel, die nun Georgien auch einen deutschen Persilschein ausgestellt hat, nicht mehr gehört.

Russland hat einen großen Fehler gemacht in Georgien einzumarschieren und dass sie nun ihren Abzug verzögern hängt genau damit zusammen dass sie dies inzwischen begriffen haben. Die russischen Ansehensverluste durch die Übereaktion auf die georgische Provokation sind enorm und im Kreml rauchen die Köpfe wie man das alles wieder biegen kann ohne das Gesicht zu verlieren und hierzu braucht man Zeit. Polen, von zwei Weltkriegen mit höchsten Verlusten immer noch nicht geschickt, hat es wieder einmal geschafft den Hass eines Nachbarn auf sich zu ziehen. So wird denn auch am Mittwoch um 10.30 im Amtssitz des polnischen Premiers Donald Tusk in Warschau, feierlich der Vertrag für die Stationierung einer US Garnison und der von ihr beaufsichtigten Raketenabwehrstellung, durch die Aussenminister Polens und der US unterzeichnet. In diesem Zusammenhang sollen bereits zum Ende diesen Jahres die ersten Patriot- Raketenbatterien aus dem deutschen US Stützpunkt Rammstein zum Schutze Warschaus abgezogen werden. Deutschland hat sich in der Georgien-Frage auch ganz eindeutig auf die Seite der USA gestellt, wozu sich auch überwiegend die deutschen Medien in ihrer Berichterstattung bekennen. Russland wird dies den Deutschen sicher nicht vergessen und nicht wenige Russen werden sich mit Vergleichen aus der Nazizeit im Internet oder den Print-Medien bei Deutschland bedanken. Es ist schon traurig dass überall, vor allen Dingen in Polen, Geld für georgische Kriegsopfer gesammelt wird, aber niemand auch nur ansatzweise über die vielen durch Georgien getöteten- und verstümmelten Osseten nachdenkt.


Video bei www.polskaweb.eu : Luftangriffe Georgiens gegen die Süd-Ossetische Hauptstadt


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