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Keine Staatsfunker, sondern Brückenbauer



Keine Staatsfunker, sondern Brückenbauer
Bild Orginalgrösse. (Bildrechte: BSZ® Bund für soziales und ziviles Rechtsbewußtsein e.V. )

Abstract: Öffi-Klage: Aufgabe des Journalismus ist nicht, mehr Nachrichten zu bringen, sondern Brücken zu bauen! Oh, das tut mir aufrichtig leid, dass wir uns so missverstanden haben.



(News4Press.com) Öffi-Klage: Aufgabe des Journalismus ist nicht, mehr Nachrichten zu bringen, sondern Brücken zu bauen! Oh, das tut mir aufrichtig leid, dass wir uns so missverstanden haben.

Ok, wir haben verstanden. Das war ja auch vielleicht ein wenig gemein, Kritik zu üben an den öffentlich-rechtlichen Staatsfunkern, verdammt, da ist es wieder passiert, – also nochmal: an den Sendeanstalten des öffentlichen Rechts Kritik zu üben. Wollen wir nicht mehr tun. Und wir schließen uns gern der Bitte an, Öffis nicht mehr als »Staatsfunker« zu bezeichnen, nein, wirklich nicht. Denn sie, die Öffis, beschweren sich über eine solche ungerechte Behandlung. Nein, »wir sind keine Staatsfunker«.

»Liebe Kolleginnen und Kollegen in den Zeitungsredaktionen«, so wenden die sich mit einer Klageschrift an die »Lieben Kolleginnen und Kollegen«. »Wir fühlen uns diskreditiert, wenn Sie uns als Staatsfunk bezeichnen und uns damit unterstellen, dass wir uns politisch steuern lassen.« Ja, wirklich, wir können nur beipflichten: »Das ist komplett abwegig.«

»Wir fragen uns, warum Sie mit solchen Äußerungen unsere Arbeit verunglimpfen und sich damit selbst in die Nähe von Rechtspopulisten stellen. Sie bedienen ein Klima, das uns JournalistInnen der öffentlich-rechtlichen Medien an den Pranger stellen soll.« »Können Sie uns mal erklären, warum wir als verantwortungsvolle Journalistinnen in diesen Zeiten nicht zusammenhalten gegen täglichen Fakenews und populistische Parolen?« »Wer soll denn die Brücken bauen zwischen aufeinanderfolgenden Teilen der Gesellschaft, wenn nicht wir Journalistinnen – sowohl in Zeitungen als auch öffentlich-rechtlichen Sendern als Vermittler von profund recherchierten Informationen?«

Aufgabe des Journalismus ist nicht, mehr Nachrichten zu bringen, sondern Brücken zu bauen! Oh, das tut mir aufrichtig leid, dass wir uns so missverstanden haben. Im Gegenteil: Es ist schon großartig, was ihr für acht in den Rachen gestopfte Milliarden tut. Dafür muss eine alte Oma lange stricken beziehungsweise Monate in den Knast. Gut übrigens, dass ihr unsere noch nicht so lange hier seienden Großfamilien altruistisch vor der GEZ außen vor lasst. Oder sollte das damit zusammenhängen, dass die Eintreiber sich nicht so recht trauen, bei den Großfamilien an die Türen zu klopfen und die Demokratieabgabe eintreiben zu wollen?

Die Klageschrift zeigt deutlich, dass ihr verstanden habt. Öffis Aufgaben sind: Für den Zusammenhalt sorgen, gegen Fakenews und populistische Parolen angehen. Also Kampagnen statt Berichte mit Trennung von Nachricht und Kommentar. Gut so, die auch mit immer neuer Propaganda partout immer noch nicht an den menschengemachten Klimawandel Glaubenden auf den rechten (Mist, schon wieder vertippt: also) glorreichen Pfad zu prügeln und mit Horrorgeschichten zu jedem Klimagipfel aufs Neue zu erschrecken. Das baut auch dem unwilligsten Brücken.

Kriminalfälle wie der Mord an Maria L. in Freiburg sind nur von regionaler Bedeutung. Berichte darüber würden keine Brücken bauen, also weglassen. Ganz prima finden wir, dass ihr Verbraucherschutz und Rechtsberatung ausgedehnt habt und allen gut erklärt, wie man sich Leistungen und Aufenthaltsstatus erschleichen kann.

Nein, erklärt wird nicht allen. In den Öffi-Hauptsendungen fand sich kein Bericht über ein neues Urteil des Europäischen Gerichtshofes, erschien es vielleicht doch zu nahe an den täglichen »Fakenews und populistischen Parolen«. Nach diesem Urteil jedenfalls muss ein EU-Mitgliedsstaat »Flüchtlinge«, die nicht innerhalb von sechs Monaten in einen anderen – eigentlich zuständigen – EU-Staat abgeschoben werden, selbst prüfen, ob der Asylantrag genehmigt wird oder nicht. Das bedeutet: Durch geschickte Reisetätigkeit lassen sich die Behörden austricksen.

Wer länger als sechs Monate in einem EU-Land ist, darf nicht mehr in das erste Land geschickt werden, durch das er gekommen ist. Die Maya und die Isabel vom WDR haben mehr Informationen dazu, wie bisheriges Recht zugeschüttet wird. Und hei, wie sie sich freuen, »Flüchtlingen« die gute Nachricht mit ein paar guten Tipps zu überbringen.

Gut, dass ihr die Freude des Iraners teilt, der über Bulgarien in die EU eingereist ist und einen Antrag auf internationalen Schutz gestellt hat, dann aber ohne die Entscheidung abzuwarten nach Österreich weiterreiste. Die österreichischen Behörden wiederum wollten den Iraner an das eigentlich zuständige Bulgarien schicken. Das wäre auch bereit gewesen. Der Iraner klagte vor dem EUGH und bekam jetzt Recht. Die zuständigen Behörden seien verpflichtet, unverzüglich mit der Prüfung des Antrages selbst zu beginnen.

Das ist nett und freundlich und baut Brücken. Wir wollen nicht mehr gemein sein und krisitisieren. Jedenfalls nicht vor dem nächsten Mal.



Der aus dem Fachbereich Wissenschaft und Technik bekannte Journalist
Holger Douglas ist Autor dieses Beitrags

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ist er frei in der Entscheidung, welcher Anwalt oder welche Kanzlei eine
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