Informationstechnische Gesellschaft im VDE (ITG)/ Mobilkommunikation


Wertvolle Multimedia-Dienste via Mobilfunk erreichen

(News4Press.com)
Der mobile Zugriff auf Email, Internetdienste und insbesondere Videoportale nimmt rasant zu. Anlässlich einer von der Informationstechnischen Gesellschaft im VDE (ITG) organisierten Fachtagung trafen sich in Osnabrück namhafte Experten, um die neuesten Trends und Entwicklungen auf diesem Sektor vorzustellen und zu diskutieren. Ziel der Tagung war es, innovative Technologien und Anwendungen zu diskutieren, die den mobilen Zugriff auf wertvolle Multimedia-Dienste ermöglichen.

Cognitive Radio Systeme sind im Bereich der Mobilfunktechnologien in den letzten Jahren zunehmend in den Forschungsfokus gelangt. Die damit verbundenen Techniken ermöglichen eine effektive Vergrößerung der zur Verfügung stehenden Bandbreite, welche im Zeitalter von steigender Marktdurchdringung von Smartphones und Videotelefonie dringend benötigt wird. In seinem Vortrag anlässlich der ITG-Fachtagung demonstrierte Sebastian Sichelschmidt vom Fachbereich Elektrotechnik, Informationstechnik, Medientechnik der Bergischen Universität Wuppertal, vor welchen Herausforderungen die Car2X-Kommunikation steht. Der Begriff umfasst die Kommunikation zwischen verschiedenen Fahrzeugen (Car2Car-Kommunikation) sowie zwischen Fahrzeugen und Infrastruktureinrichtungen.

„Ziel der Car2X-Kommunikation ist der Sensordatenaustausch zwischen Fahrzeugen und Infrastruktureinrichtungen zur Erhöhung der Sicherheit und Verkehrseffizienz“, verdeutlichte Sichelschmidt. Ein klassisches Anwendungsbeispiel beschreibt das Szenario, in dem ein sich mit hoher Geschwindigkeit bewegendes Fahrzeug von einem entgegenkommenden Fahrzeug vor einem Stauende hinter der nächsten Kurve gewarnt wird. In ganz ähnlicher Weise geben Warnschilder und Ampelanlagen ihren aktuellen Status an vorübergehende Fahrzeuge weiter. Zur Erarbeitung einheitlicher Standards wurde in Europa eine eigene Arbeitsgruppe gebildet. Dieses so genannte CAR 2 CAR Communication Consortium setzt sich aus Vertretern aus der Automobilindustrie sowie Zulieferern und Forschungseinrichtungen zusammen.

Mensch-zu-Maschine Kommunikation – ein vielversprechender Ansatz

Über neue Möglichkeiten der Mensch-zu-Maschine Kommunikation (M2M-Kommunikation) referierte Jens Mueckenheim von der Hochschule Merseburg. Seinen Ausführungen zufolge birgt diese einen viel versprechenden Ansatz, um Daten von stationären Anwendungen, wie zum Beispiel Smart Metering oder Smart Grid, kostengünstig einzusammeln. In seinem Vortrag stellte Mueckenheim die Ergebnisse einer Analyse von Ausbreitungsszenarien innerhalb von Gebäuden vor. Dabei wurde gezeigt, dass es ohne spezifische Anpassungen zum Teil zu erheblichen Problemen bei der Mobilfunkversorgung in bestimmten Umgebungsszenarien kommen kann. Zu diesem Zweck wurden verschiedene Lösungsansätze diskutiert, welche einerseits die Funkversorgung innerhalb von Gebäuden sicherstellen und andererseits die M2M-Anwendung selbst betreffen.

Überlegungen zum Spektrumsbedarf zukünftiger LTE-Mobilfunknetze machten sich gemeinsam Christian Lüders vom Breitbandkompetenzzentrum NRW der Fachhochschule Südwestfalen in Meschede sowie Bernd Sörries von der Forschungsstelle für Mobiles Breitband am ITM der Westfälischen Universität Münster. Ausgehend von Statistiken zur Entwicklung des Datenverkehrs, von Analysen zur Teilnehmerzahl pro BS-Standort sowie von Simulationen zur spektralen Kapazität von LTE-Funknetzen wurde der Downlink-Spektrumsbedarf für deutsche Mobilfunknetze für die nächsten 10 Jahre abgeschätzt. Die Kalkulationen deuten darauf hin, dass die Betreiber in den kommenden Jahren mit dem bestehenden Spektrum auskommen werden, aber bei bestimmten Szenarien in vier bis fünf Jahren ein zusätzlicher Frequenzbedarf von bis zu 50 MHz entstehen kann.

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