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Hamburger Bürgerinitiative rührt Obdachlosen zu Tränen


Blogger und Aktivist Max Bryan setzt neue Maßstäbe in der Obdachlosenhilfe


Hamburger Bürgerinitiative rührt Obdachlosen zu Tränen

(News4Press.com) Der Blogger und Aktivist Max Bryan schaut zurück auf 6 Monate Projekt-Tagebuch. Darin eine Szene, wie der Obdachlose Boleslav "Bolle" Hauptmann (65) vor Glück weinend einen Wohncontainer bezieht, nachdem dieser an anderer Stelle zunächst leer ausging.

Jedes Jahr am 1. November eines Jahres vergibt die Hamburger Diakonie Wohncontainer an Obdachlose in Kirchengemeinden. Die rund 100 Plätze reichen aber nicht aus, um die zirka 2000 Obdachlosen der Stadt unterzubringen. "Bolle" ging leer aus.

In Kooperation mit der Ansgar-Gemeinde Langenhorn stellte der Hamburger Max Bryan deshalb einen zusätzlichen, nur aus privaten Spendengeldern finanzierten Container auf und ermöglichte dem Deutsch-Polen so das sichere Überwintern.

Quelle: https://www.myheimat.de/hamburg/politik/ergreifend-obdachloser-zu-traenen-geruehrt-nachdem-er-doch-noch-einen-container-bekam-d2871040.html

(VL) Ein bemerkenswertes Engagement, das hier zu Tage tritt und traurig nur, dass Bürger von Privat etwas tun, was eigentlich die Stadt tun müsste. Nämlich allen Obdachlosen eine Bleibe zu bieten, gleich welcher Herkunft. Noch gibt es da gravierende Unterschiede.

- Chancenlose EU-Bürger -

So seien zugereiste EU-Bürger immer noch chancenlos, was die Unterbringung in deutschen Großstädten anbelangt. Selbst die Diakonie - die eigentlich einen christlichen Anspruch haben sollte, lehnte - dem Bericht zu Folge - Menschen ab, wenn sie nicht hinreichend deutsch sprachen.

https://www.facebook.com/notes/max-bryan/obdachloser-zu-tr%C3%A4nen-ger%C3%BChrt-nachdem-er-doch-noch-einen-container-bekam-/2093768780641026/

In seinem jüngsten Blog beschreibt Max Bryan die Schwierigkeiten jener Menschen, die hier nach Deutschland kommen, in der Hoffnung auf einen Job, der dann meist ausbleibt und mangels Geld zur Obdachlosigkeit führt. Hier in Deutschland fühlt sich keiner zuständig, für die wachsende Zahl der auf unseren Straßen lebenden Osteuropäer.

- Private Initiative hilft -

Man wolle "Lücken schließen", erklärt Max Bryan die Ziele seiner 2016 gegründeten Bürgerinitiative "Hilfe für Hamburger Obdachlose". Es gehe vor allem darum, ältere Menschen unterzubringen, die - "aus welchen Gründen auch immer", hier in Deutschland in Not geraten sind und "Bolle", war so jemand. Man habe "gezielt" nach Jemanden gesucht, der "überall sonst durchfällt und keine Hilfe bekommt", so Bryan in seinem Blog bei Facebook, den er seit 2010 schon betreibt.

- Neue Partner gewonnen -

Einige erinnern sich sicherlich an 2016, als Max Bryan vergeblich monatelang nach einem Stellplatz für nur einen Container suchte. Das scheint überwunden, denn inzwischen hat Max Bryan mächtige Partner mit ins Boot geholt. Unter anderem zwei Hamburger Kirchen, einen Stadtkonzern und einen berühmten Fussballverein, mit dessen Hilfe Bryan den aktuellen von insgesamt drei Containern in Hamburg Niendorf aufstellte.

- Mut zeigen -

Auch für den nächsten Winter hat Max Bryan weitere Container-Projekte geplant und appelliert an Grundstücls-Eigentümer das Projekt zu unterstützen.

"ZEIGEN SIE MUT und werden Sie Chancengeber!", heißt es in einer der zahlreichen Verlautbarungen des 42-Jährigen dieser Tage, der früher selbst auch mal betroffen war.

Ende 2011 reiste er mit einem Pappschild und per Fahrrad quer durch Deutschland, auf der Suche nach bezahlbaren Wohnraum, bevor er dann die Chance seines Lebens bekam. Eine Frau aus dem hessischen Bad Nauheim entdeckte den damals obdachlosen Max Bryan auf einer Parkbank liegend und bot ihm ein Gästezimmer an - für umsonst erst einmal. Sie sei die "wahre Heldin" seiner Geschichte. War sie es doch, die das Ende seiner Obdachlosigkeit mit einläutete.

https://www.facebook.com/notes/max-bryan/h%C3%B6re-niemals-auf-zu-k%C3%A4mpfen-gesamtschau-2010-2017/1580878881930021/

- Selbst mal betroffen -

Nun will Max Bryan auch Anderen helfen und tut dies seit geraumer Zeit mit großem Erfolg. Insgesamt drei Wohncontainer hat Max Bryan letzten Winter aufgestellt. Mit dem vom Vorjahr sogar vier - seinen Kumpel "Klaus", der auch heute noch obdachlos ist, hatte er darin zuerst untergebracht. Danach folgten "Bolle" und "Rolf", ein gebürtiger Eimsbütteler und schon 67 Jahre alt. Auch er hat Probleme und Bryan hilft ihm.

- Wohnungsmelder -

Die Idee von damals "reaktivieren", das will der ehemalige Obdachlose und heutige Blogger und Aktivist Max Bryan als nächstes erreichen, um Menschen wie Bolle und Rolf auch eine Folgeunterkunft nach Ablauf des Winters zu ermöglichen.

In seinem jüngst erschienenen Blog mit dem Titel "Bolle´s Zukunft" zeigt Bryan drei mögliche Optionen auf, die zur Unterbringung der Obdachlosen während der Sommermonate herdienen könnten. Darunter ein Aufruf an Hauseigentümer Gästezimmer für Obdachlose für einen begrenzten Zeitraum von 6 Monaten von Mai bis November zur Verfügung zu stellen.

https://www.facebook.com/notes/max-bryan/-bolles-zukunft-so-gehts-weiter-/2108631215821449/

- Appell an Vermieter -

Fast 60 mal wurde der Aufruf im Internet schon geteilt und weitere Unterstützung sei notwendig, um das Projekt voranzutreiben.

Wer sich der Initiative mit anschließen möchte, unter www.hamburger-obdachlose.de findet man Informationen zur Teilhabe an dem Projekt.

(VL) Newsforum.info

Fotos: Facebook / Max Bryan

Obdachlose, Unterbringung, Bürgerinitiative, Wohncontainer, Max Bryan

http://www.newsforum.info
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