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Größter Kinderschänderskandal in der Türkei

Jedes 3. Kind Opfer von Gewalt oder sexuellem Missbrauch?

(News4Press.com)

Die Türkei wird von dem bislang grössten Kinderschänderskandal in ihrer Geschichte erschüttert. Ministerpräsident Erdogan beschimpft dabei Medien, die offen berichten und nicht, wie die Behörden, den Skandal totschweigen wollen. Dabei sprengt das Ausmass des Skandals jegliche Vorstellungskraft - und das ist auch in der Türkei kein Einzelfall.

In der türkischen Stadt Siirt sollen mehr als 30 Männer seit 2006 über mehrere Jahre 4 Schülerinnen immer wieder mit einer Mischung aus Drohungen und Gewalt zu Sexsklaven gemacht, vergewaltigt und untereinander "weitergereicht" haben. Gegen 20 Männer wurde inzwischen Anklage erhoben, gegen 19 weitere Verdächtige hat die Staatsanwaltschaft Anklagen angekündigt.. Dies berichtet der Tagesspiegel gestern auf seiner Internetseite. Bei den Tätern soll es sich überwiegend um Kleinhändler und andere angeblich "ehrbare Bürger" handeln.

Die türkischen Behörden gaben sich alle nur erdenkliche Mühe, den Skandal zu vertuschen. Niemand in dem Ort sei bereit darüber auch nur zu reden, ein Gericht soll eine Nachrichtensperre verhängt haben. Die Opfer stammten allesamt aus armen Familien - hilflos einer perversen Übermacht von türkischen Pädokriminellen ausgeliefert.

Erst nachdem die türkische Tageszeitung Hürriyet unter dem Titel "Ist denn da niemand?" darüber berichtete, kamen Details ans Licht der Öffentlichkeit. Genau diese Öffentlichkeit befindet sich nun im Schockzustand. Jedoch nicht in Siirt selbst. Denn das in einer Stadt, in der es wegen des Kurdenkonfliktes von Spitzeln des Geheimdienstes und anderer Sicherheitsbehörden nur so wimmelt, den Behörden die jahrelangen Vergewaltigungen durch einflussreiche Gruppierungen entgangen sein sollen, glaubt niemand.

Nach einer neueren Studie soll in der Türkei jedes dritte Kind Opfer von Gewalt oder sexuellem Missbrauch sein.

In Pervari, in der Nähe von Siirt, sollen 2 "Halbwüchsige" 2 kleine Kinder vergewaltigt und eines davon getötet haben. Bürgermeister Ismail Bilen nannte dies vor Journalisten "Kindereien", die man in dem Ort unter sich geregelt habe. Niemand informierte die Polizei.

Als besonders ehrlos und abstossend erwies sich das Verhalten des obersten Türken, Ministerpräsident Erdogan. Vermutlich weil seine Frau aus dem Ort Siirt stammt und er selbst einen Siirter Wahlkreis in Ankara vertritt, zeigt Erdogan Solidarität mit Schwerverbrechern und Kinderschändern und beschimpft Medien und Journalisten, die über den Skandal berichten, anstatt ihn systemgemäss totzuschweigen. Diese Medien zeigen Erdogan zu Folge nur eine "unverantwortliche Sensationsgier".

Ein weiterer Skandal erschüttert die Türkei. Es geht um den islamistischen Kolumnisten Hüseyin Üzmez, den nun der Justizminister der Türkei auf den Plan ruft. Der 78-jährige Verdächtige wurde aus der Haft entlassen, obwohl schwere Vorwürfe wegen Kindesmissbrauchs im Raum stehen. Außerdem hatte er in einem Interview unglaubliches gesagt.

Die Haftentlassung eines mutmaßlichen Kinderschänders hat in der Türkei für einen Skandal gesorgt. Justizminister Mehmet Ali Sahin sagte, sein Ministerium untersuche die Umstände der Freilassung des mutmaßlichen Täters Hüseyin Üzmez.

Dem 78-jährigen Üzmez, Kolumnist der islamistischen Tageszeitung „Vakit“, wird vorgeworfen, sich an einem 14-jährigen Mädchen vergangen zu haben. Trotz der schweren Vorwürfe war Hüseyin Üzmez in der vergangenen Woche aus der Untersuchungshaft entlassen worden, nachdem ein Gutachter erklärt hatte, das Opfer habe keine physischen oder psychischen Schäden erlitten.

Der Fall sorgte für landesweite Proteste, denen sich unter anderem auch islamistische Medien sowie weibliche Abgeordnete der religiös-konservativen Regierungspartei AKP von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan anschlossen. Nach Presseberichten könnte der Prozess gegen Üzmez möglicherweise ganz platzen.

Der 78-Jährige hatte für einen weiteren Skandal gesorgt, indem er in Fernsehshows auf Fragen nach dem mutmaßlichen Missbrauch antwortete, er könne nicht jedes Mädchen, das ihn küsse, nach seinem Alter fragen.

http://europenews.dk/de/node/29811

freier Journalist EPF
Johannes Schumacher
Am Stadtrain 28a
41849  Wassenberg 
Tel:024329335022  
johannes19520@googlemail.com

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