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Gerechtigkeit für einen "vielgeschmähten Papst"



Von Einstein bis „Yad Vashem“, von BHL bis „Haaretz“: Jüdische Stimmen verteidigen Pius XII.

(News4Press.com)

Pressemeldung des Christoferuswerks vom 26. Januar 2010

Seit Jahrzehnten setzen sich prominente Juden, darunter Historiker und Politiker, für Papst Pius XII. ein und ehren sein Andenken - im Unterschied zu den üblichen Attacken von links und dem 08/15-Gerede zeitgeistbeflissener Nachplapperer.

Kein Geringerer als Avner Shalev, Leiter der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, erklärte im Mai 2009, sein Dokumentations-Center habe neue Unterlagen aus den vatikanischen Archiven erhalten, die das in den Medien verbreitete Bild von Pius XII. „zutiefst verändern“ könnten. Demnach gab der Papst während des Zweiten Weltkrieges persönlich die Anweisung, verfolgte Juden in einem Kloster bei Rom zu verstecken. Aus Dankbarkeit dafür ließ sich der römische Großrabbiner Israel Zolli nach dem 2. Weltkrieg auf den Vornamen Eugenio taufen, als er in die katholische Kirche übertrat. (Der bürgerliche Name von Papst Pius XII. lautete Eugenio Pacelli.)

Der große Physiker Albert Einstein schrieb am 23. Dezember 1940 im „Time Magazin“ über die katholische Kirche, die damals von Papst Pius XII. geleitet wurde: „Nur die Kirche blieb aufrecht stehen, um den Kampagnen Hitlers zur Unterdrückung der Wahrheit den Weg zu versperren.“ - Einstein bekannte in seiner Stellung-nahme, daß er nie ein besonderes Interesse für die Kirche hegte, jetzt aber „große Zuneigung und Bewunderung“ empfinde, da „allein die Kirche den Mut und die Hartnäckigkeit besaß, auf der geistigen Wahrheit und moralischen Freiheit zu bestehen.“ - Der berühmte jüdische Nobelpreisträger fügte hinzu: „Ich muß sagen, daß ich das, was ich einst verachtete, jetzt bedingungslos lobe.“

Auch hier und heute verteidigen prominente Juden den zu Unrecht geschmähten Papst Pius XII.: Am 25. Januar 2010 veröffentlichte der namhafte französische Philosoph Bernard-Henri Levy ein flammendes Plädoyer für Pius XII. in „The Huffington Post“, worin er zugleich auch den gegenwärtigen Papst verteidigt. Dieser liberal-konservative Schriftsteller, in Frankreich unter dem Kürzel „BHL“ bekannt, wurde von der linken „taz“ am 13.4.2007 in einem ansonsten kritischen Text als „der Popstar unter Frankreichs Intellektuellen“ bezeichnet.

BHL: „Schluß mit der Unaufrichtigkeit!“

BHLs Artikel vom 25.1.2010 beginnt mit den Worten: „Es ist Zeit, der Unaufrichtigkeit ein Ende zu setzen“ - und er kritisiert, daß ein Papst aus der Sicht der meisten Medien heute alles sein dürfe, “nur nicht konservativ“.

Der frz. Philosoph wendet sich gegen den „Chor der Falsch-Informierer“ und verweist auf die päpstliche Enzyklika „Mit brennender Sorge“, die er als „eines der stärksten und aussagekräftigsten Anti-Nazi-Manifeste“ würdigt. Der spätere Papst Pius XII. und damalige päpstliche Nuntius in Deutschland, Kardinal Pacelli, sei „Mit-Autor“ dieses großartigen Dokumentes gewesen, das unter Papst Pius XI. erschien und 1937 von den kath. Kanzeln in Deutschland verlesen wurde.

Sodann erinnert BHL an den Nachruf der israelischen Ministerpräsidentin Golda Meir, die nach dem Tod von Pius XII. öffentlich erklärte, dieser Papst habe „während der zehn Jahre des Nazi-Terrors, als unser Volk furchtbare Qualen erlitt, seine Stimme für die Opfer erhoben und die Henker verurteilt.“

Einen Tag vor BHLs Pius-Verteidigung war ein ähnlicher Artikel in der bekannten israelischen Tageszeitung „Haaretz“ zu lesen. Das anspruchsvolle Blatt erscheint in hebräisch und englisch. Am 24. Januar 2010 wurde Papst Pius XII. in einem ausführlichen Bericht unter dem Titel „Der vielgeschmähte Papst“ vehement in Schutz genommen.

Auch „Haaretz“ erwähnt seine Mitarbeit an der Enzyklika „Mit brennender Sorge“, die den Nationalsozialismus wortgewaltig verurteilt habe: „Die Enzyklika wurde nach Deutschland geschmuggelt und am 21. März 1937 von den katholischen Kanzeln verlesen.“ - Die liberal-konservative Zeitung zitiert aus einem Nazi-Dokument, wonach dieses päpstliche Rundschreiben „eines der schwersten Angriffe auf die deutsche Regierung“ sei, zumal es „die katholischen Bürger zum Aufstand gegen die Autorität des Staates“ auffordere.

Sodann verweist „Haaretz“ auf zahlreiche Dokumente, die für Pius XII. sprechen, auch darauf, daß die Nazis äußerst unzufrieden waren, als Kardinal Pacelli zum Papst gewählt wurde. Am 4.3.1939 schrieb Joseph Goebbels in sein Tagebuch: „Mittags mit dem Führer. Es ist zu prüfen, ob wir das Konkordat mit Rom im Lichte der Wahl Pacelli als Papst kündigen sollten.“

Abschließend schreibt die bekannte israelische Tageszeitung, es sei wohl nur in einer „rückständigen Welt“ wie der heutigen möglich, einen so „einzigartigen Mann“, der so vielen Juden und Nazi-Opfern beigestanden habe, derart unfair zu schmähen und zu verurteilten.


Felizitas Küble, Vorsitzende des Christoferuswerks eV.


Das Christoferuswerk in Münster ist eine als gemeinnützig anerkannte Aktionsgemeinschaft katholischer und evangelischer Christen, die 1971 vom kath. Jugendschriftsteller Günter Stiff (Münster) gegründet wurde und sich für christliche Medien- und Öffentlichkeitsarbeit einsetzt.

Christoferuswerk eV.
Felizitas Küble
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