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Full House bei bundesweiter Tagung im Stadtverordneten-Sitzungssaal - HU debattiert am 30. Januar über Soziale Grundrechte
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Full House bei bundesweiter Tagung im Stadtverordneten-Sitzungssaal - HU debattiert am 30. Januar über Soziale Grundrechte

Mehr als 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet die Humanistische Union (HU) zu einer bundesweiten Tagung am Samstag (30. Januar) in Marburg. Unter dem Titel "Wenn die Würde gewürdigt würde – Kurskorrektur hin zu Sozialen Grundrechten" werden Fachleute aus Berlin, Ludwigshafen und Marburg über die Verwirklichung der Grundrechte von Beziehern staatlicher Sozialleistungen sowie über eine sozial gerechte Politik referieren

Zu Beginn wird Oberbürgermeister Egon Vaupel die Teilnehmenden im Stadtverordneten-Sitzungssaal begrüßen. Anschließend wird das Gesangs-Duo "Grafitti" das Publikum musikalisch auf das Thema des Tages einstimmen.

Die häufig beschworenen Sparzwänge und mögliche Alternativen zur derzeitigen neoliberalen Wirtschaftspolitik stehen im Mittelpunkt des ersten Referats. Nach der weltweiten Wirtschaftskrise halten die Veranstalter ein entschiedenes Umsteuern nicht nur aus ökologischen und sozialen Gründen für dringlich.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen stellen der Marburger Rechtsanwalt Dr. Peter Hauck-Scholz und der Berliner Sozialrichter Udo Geiger die derzeitige Praxis von Hartz IV anhand von Beispielen vor. Dabei sollen auch Grundrechtsverstöße erörtert werden, die Menschen allein aufgrund des Bezugs staatlicher Transferleistungen erleiden.

Nach einer nachmittäglichen Kaffeepause werden der katholische Sozialethiker Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach SJ aus Ludwigshafen und der Berliner Staats- und Verfassungsrechtler Prof. Dr. Martin Kutscha über notwendige soziale Grundrechte in einem demokratischen Staat debattieren. Für sein Engagement für eine christlich begründete Sozialethik hat Hengsbach im Jahr 2006 das "Marburger Leuchtfeuer für Soziale Bürgerrechte" des HU-Ortsverbands Marburg erhalten.

Zum Abschluss der Tagung wird die Berliner Verfassungsrechtlerin Prof. Dr. Rosemarie Will in ihrer Funktion als Bundesvorsitzende der Humanistischen Union ein erstes Resümee ziehen. Die eintägige Veranstaltung wird der Journalist Stephan Sonntag aus Heilbronn moderieren.

Eigens für die Tagung hat der HU-Ortsverband Marburg eine Internetseite unter www.tagung.hu-marburg.de online gestellt. Auf einem speziellen Web-Formular nimmt das Tagungsbüro für zehn Plätze noch bis Montag (25. Januar) Anmeldungen zur kostenlosen Teilnahme an der Tagung entgegen.

Der Kongress im Stadtverordneten-Sitzungssaal der Universitätsstadt Marburg an der Barfüßerstraße beginnt um 10.30 Uhr. Enden soll er gegen 17.30 Uhr.

Mit der Veranstaltung möchte die Humanistische Union eine zukunftsweisende Debatte über notwendige Soziale Grundrechte führen. Zudem sieht die Bürgerrechtsorganisation darin auch eine Maßnahme zum Schutz von Freiheitsrechten, die ohne eine grundrechtswahrende Sicherung des soziokulturellen Existenzminimums für Alle ebenfalls zur Makulatur würden.

Die Humanistische Union ist die älteste Bürgerrechtsorganisation in der Bundesrepublik. Seit 1961 hat sie sich unter anderem eingesetzt gegen Notstandsgesetze, menschenunwürdige Verhältnisse in Gefängnissen und Psychiatrie, Paragraph 218 StGB, Berufsverbote, Volkszählung, Einschränkung des Asylrechts und den Lauschangriff. Mit Veranstaltungen, Stellungnahmen, Veröffentlichungen und in enger Zusammenarbeit mit anderen Initiativen, engagierten Einzelpersonen und kritischen Fachleuten mischt sie sich ein, wenn Menschen und Bürgerrechte eingeschränkt werden.

Humanistische Union - OV - Marburg
Dragan Pavlovic
Postfach 1232
63659  Nidda 

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