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EIN BRIEF AUS MALAGA


Die Zuhörer von „Radio Deutsch-Österreich“ aus Spanien erfahren jeden Sonntag die Wahrheit über viele Fakten unserer Geschichte und können sich so selbst ein Bild davon machen. Der Dichter und Buchautor aus Wien, Gerd Honsik (72), mußte selbst wegen Inanspruchnahme der Meinungsfreiheit viele Jahre im Gefängnis verbringen; er weiß daher, wovon er spricht.


EIN BRIEF AUS MALAGA

(News4Press.com)
Seine Reden und Balladen sind klar und voll Liebe zu Deutschland. Als Patriot weiß er um die Einheit des Deutschen Volkes in allen seinen Siedlungsgebieten. Die Deutschen in Österreich sind untrennbar mit den übrigen Deutschen verbunden, wegen der gemeinsamen Sprache, Kultur, der Tradition und des gemeinsamen Schicksals. Trotz aller Verbote faszinieren seine zahlreichen Bücher die Leser, vor allem durch ihre Sachlichkeit und Klarheit.

PRÄDIKAT: LESENSWERT

Das Buch von „Erfolterte Zeitgeschichte“, Verlag Bright Rainbow Castelldefels“, 2013 von schwedischen Major a. D. Göran Holming, das er in Málaga Anfang September präsentiert, berichtet von die Mauthausenlüge im Honsik Prozess und u. a. reichlich zitiert sowohl überzeugende, als auch etwas ironische Methode der Selbstvereidigung während des Prozesses in Wien 2009-2010. Dieses Buch enthält schockierenden Bilder von Foltern der Soldaten durch Alliierte, Menge von „Argumenten“ der Holocaust-Justiz 65 Jahren nach Ende des Zweiten Weltkrieges und auch sehr interessanten Gerichtsprotokolle.

OFFENER BRIEF AN PRÄSIDENT HEINZ FISCHER

„Sehr geschätzter Herr Bundespräsident Dr. Fischer,

Im Staate Österreich, dem Sie als Präsident vorstehen, liegt wegen gewaltfreier Verbreitung einer Überzeugung (Meinung) ein Mann seit 7 Jahren gefangen. Es handelt sich dabei um einen – den rechtlich geschützte Werte eng verbundenen Familienvater – nämlich meinen Freund, den betagten Dipl. Ing. Wolfgang Fröhlich.

Die bedingte Entlassung, die kriminellen Gefangenen in Österreich, insbesondere solchen mit Migrationshintergrund, großzügig gewährt wird, ist ihm notorisch verweigert worden. Zwei weitere Jahre, also insgesamt neun Jahre soll er, dem Willen des Wahrheitsministeriums zufolge, für seine Meinung im Kerker verbüßen.

Welches Ziel verfolgt ein solcher Strafvollzug, der zwischen Sozialen und Asozialen, zwischen politischen und kriminellen Gefangenen die Unterscheidung zu verweigern angehalten ist?

Und welches Ziel verfolgt eine Justiz, die zwischen gewaltfreier Meinung und bewaffnetem Raub etwa bei der Bemessung der Strafen nicht mehr unterscheidet und jedes Augenmaß verliert? Mit der angeblichen „Unabhängigkeit“ der Justiz braucht Ihnen, wie auch mir wohl niemand zu kommen.

BEFINDEN WIR UNS DOCH IN EINEM LAND,
das als einziges Land Europas den Untersuchungsrichter 2008 glattweg abgeschafft und durch den weisungsgebunden Staatsanwalt ersetzt hat, einen Staatsanwalt, der sich den Akt unter Unterdrückung aller Entlastungsbeweise nun zurecht zu richten vermag,

befinden wir uns doch in einem Land, welches als einziges Land der Welt ein Strafgesetz kennt, das kein Tatbild beschreibt (§ 3gVG),

befinden wir uns doch in einem Land, welches die Existenz politischer Gefangener leugnet aber insgeheim eine „politische Abteilung“ der Staatsanwaltschaft gegründet hat und gleichzeitig unter dem Decknamen des politischen Asyls eine verdeckte immerwährende Immigration gegen den Willen des Souveräns durchzieht.
,

Auch die Bestellung des Vorsitzenden des Verfassungsgerichthofes zeigt den Verlust der Gewaltentrennung im Staate auf : Hatten unparteiische Präsidenten wie Antoniolli etwa nach dem Willen des Gesetzgebers im Sinne der Reform des Parteiengesetzes noch das VERBOT VON so genannten „RECHTEN PARTEIEN“ durch den Innenminister abgeschmettert, so hat sich durch das Eingreifen der Politik die Spruchpraxis dieses Gerichtes ins Gegenteil verkehrt.
Die Moral in der Politik die in der Ära nach Kreisky an Bedeutung einbüßte, bestellte sich ganz einfach einen Adamovic der sich dann nach dem Wunsch seiner Erfinder über den Willen des Gesetzgebers hinwegsetzte und den Innenminister autorisierte die Statutenhinterlegung von Parteien (durch die Opposition im Lande) einfach zu ignorieren.

An solchen Beispielen sehen Sie, daß Sie die letzte Verantwortung für das Schicksal Fröhlichs wohl nicht auf die „Unabhängigkeit der politischen Justiz“ in Österreich werden auslagern können.

Ich weiß kein Beispiel in der Menschheitsgeschichte wonach ein Mann – wie im Fall Fröhlich- neun Jahre Kerker verbüßen soll für die Verbreitung einer historischen Meinung, nur weil sie, wie uns gesagt wird, irrig (unwahr) ist, wovon doch ausgegangen wird, oder?

Die Geschichte lehrt uns aber, daß solch ein blinder, maßloser Hass meist nicht jene Menschen zu treffen pflegte, die lügen, sondern jene die unliebsame Wahrheiten verkündeten. Spontan fallen mir dazu folgende Namen ein: Galileo Galilei, Prof. Ignaz Semmelweis, Dr. Ryke Hamer oder Jan Hus.

Und um einen solchen Eindruck zu vermeiden, sollte die Zweite Republik Österreich in der Causa Fröhlich, wenn auch nach unterschiedlicher Gewichtung der Fakten, zum gleichen Schluß kommen und dasselbe Ziel verfolgen, wie die Familie und die Freunde Fröhlichs und wie ich selbst: Nämlich, daß die Freilassung dieses politischen Gefangenen zu veranlassen ist.

HISTORISCHE TATSACHEN

Es gibt meiner Ansicht nach für die staatstragenden politischen Kräfte im Land überhaupt kein Recht, Menschen für deren Überzeugung, mag diese auch noch so irrig sein, als „Leugner“ zu diffamieren und für ein Jahrzehnt wegzusperren. Dies vorrangig aus zwei Gründen:

Erstens verbieten die Vereinten Nationen die Verfolgung von gewaltfreien Meinungen zu historischen Tatsachen und sie haben dies durch ihr Human Rights Committee102nd Sitzung, 11-29. Juli 2011 erneut bestätigt.

Und zweitens hat sich unsere Republik, wie Sie wissen, unter dem Druck der Besatzungsmächte verpflichten müssen, vor den Verbrechen derselben die Augen zu verschließen, was z. B. zur Folge hatte, daß für keinen der fünfhunderttausend Morde an den Altösterreichern (Sudetendeutschen, Donauschwaben, Siebenbürger Sachsen) jemals Klage erhoben werden durfte. Im Geschichtsunterricht kommen unsere Opfer gar nicht vor.


Der „antifaschistische Grundkonsens“ der Republik zu dem die Alliierten nach 1945 den Staat, nicht aber den Staatsbürger verpflichtet haben mögen, verleitet die Politik seit 68 Jahren in unserem Land die Völkermorde der antifaschistischen Mächte nicht nur glattweg zu leugnen, sondern deren Handeln gar als vorbildlich gutzuheißen. Gäbe es nicht die Forschungen der Universitäten in Wien, Madrid und Jerusalem (Prof. Yehuda Bauer), so wüssten selbst die Eingeweihten nicht, daß allein das antifaschistische Sowjetregime 40 Millionen Menschen außerhalb von Kampfhandlungen ermordet hat.

Wie kann der Antifaschismus von der Politik, der Justiz und dem Unterrichtsministerium als moralische Kraft dargestellt werden, wenn ihm – folgte man den Erkenntnissen unserer Universitäten – zehnmal mehr Opfer zugeordnet werden als gar den Faschisten selbst?

LUPENREINE BEFREIUNG ÖSTERREICHS

Selbst wenn es wahr wäre, daß sich die Österreicher 1945 von der Sowjetarmee befreit gefühlt hätten, wie uns das Wahrheitsministerium zu glauben vorschreibt, wenn diese größte antifaschistische Macht also nicht gemordet, geraubt, verschleppt und vergewaltigt hätte, – es könnte auch eine lupenreine Befreiung Österreichs nicht erlauben, die 40 Millionen Mordopfer Stalins etwa aus dem Strafgesetz, der Geschichtsschreibung, der Jugenderziehung und dem Gedenk- und Erinnerungskult auszuklammern und sie gegen eine solche Befreiung – welcher Art auch immer- auf zurechnen.

Ich meine, ein Bruno Kreisky war sich all dieser Fakten stets bewußt und er hat sich sein Urteil die Geschichte betreffend keinen Augenblick lang durch ein Relativierungsverbot verzerren lassen. Unter seiner Kanzlerschaft hätte es einen Fall Fröhlich ebensowenig gegeben wie eine „politische Abteilung“ der Staatsanwaltschaft oder die Abschaffung des Untersuchungsrichters. Die heutige Politikergeneration, versucht die Quadratur des Kreises, wenn sie Menschen als „Leugner“ jahrzehntelang verfolgt und einkerkert, selber jedoch einen Genozid –zehnfach so hoch wie der, den sie den Verfolgten zu leugnen vorwirft- ausblendet, nur weil dieser dem Biotop der eigenen Utopien entspross.

Ein Individuum kann seine Vorstrafen nach Reue und Resozialisierung tilgen lassen. Eine Republik aber vermag sich der Schande, wenn eine solche ihr von jenen aufgebürdet wird die sie eigentlich beschützen sollten, nur schwer zu entledigen. Ich meine die kaum jemals tilgbare Schande, die daraus erwächst, Meinungen mit jahrzehntelanger Haft zu bestrafen.

WIEDER NAHT DAS WEIHNACHTSFEST

Tausenden Fremden wird bis zum Jahresende heuer wieder „politisches Asyl“ gewährt worden sein. Wieder werden Sie, Herr Bundespräsident, Hunderte von Verbrechern, meist mit Migrationshintergrund, begnadigen, deren Fälle Ihnen das Wahrheitsministerium auswählen und vorlegen wird. Dieser mein öffentlicher Appell an Sie soll helfen, daß Ihnen das Ministerium den Fall Fröhlich diesmal tatsächlich vorlegt und nicht, wie in den vergangenen Jahren, abermals unterschlägt.
Mit freundlichen Grüßen
Gerd Honsik

http://radio-honsik.com/
Foto: Gerd Honsik, 2003, Málaga




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