"Piusbrüder" mit Kritik an Schwulen-Parade nicht allein
Alice Schwarzers „Emma“ verurteilt „Porno-Spektakel“ des CSD
(News4Press.com)
Pressemitteilung vom 15. Juli 2009
In den letzten Wochen gingen die Wogen in den Medien wieder hoch und
„sprungbereite Feindseligkeit“ (Benedikt XVI.) gegen Konservative machte sich erneut breit, weil die Priesterbruderschaft St. Pius X. sich unmißverständlich gegen öffentliche CSD-Paraden von Homosexuellen geäußert hatte.
Hierbei erinnerte die traditionsorientierte Bewegung an den Mut vieler Katholiken während der NS-Diktatur und appellierte an heutige Gläubige, ebenfalls dem Zeitgeist zu widerstehen, der sich auch in auffälligen CSD-Paraden homosexueller Aktionsgruppen zeige, die von sittenlosen und gotteslästerlichen Entgleisungen begleitet seien.
Diese Stellungnahme der Priesterbruderschaft wurde in vielen hysterischen Reaktionen unrichtig dargestellt oder verzerrt ausgelegt, als ob die sog. „Piusbrüder“ eine Gleichsetzung von Nazis und Schwulen betrieben hätten. In Wirklichkeit wurde an die Tapferkeit von damals erinnert und dieselbe Eigenschaft für heute herbeigewünscht - es ging folglich um einen Vergleich von Tugenden, nicht um eine Gleichsetzung von Personengruppen.
Überdies sollten sprungbereite Berufs-Empörer allmählich begreifen, daß die Aktionen zum „Christopher-Street-Day“ (CSD) inzwischen auch innerhalb der homosexuellen Bewegung sehr kritisch beleuchtet werden. Selbst bei der Zeitschrift „Emma“ von Alice Schwarzer, seit Jahrzehnten als Hausblatt der lesbischen Bewegung bekannt, gerieten mittlerweile sämtliche Warnleuchten in Alarmbereitschaft: In der neuesten Ausgabe Juli-August 2009 beschwert sich „Emma“ ausführlich über sexistische und menschenverachtende Vorkommnisse bei CSD-Paraden.
„Hat der CSD noch einen Sinn?“, fragt die Zeitschrift schon in der Titelzeile und erklärt unumwunden, daß der CSD „doch heute oft fragwürdig daherkommt“. Das Feministinnen-Blatt wird noch konkreter: „Der Kampf um die Menschenwürde von Homosexuellen ist auf vielen CSD-Paraden längst verkommen zum Kommerz- und Porno-Spektakel: Sauna-Werbewagen, öffentlich kopulierende Männerpaare sowie eine massive Präsenz homo- wie hetereosexueller Sado-Maso-Anhänger, die ihre „Sklavin“ an der Kette durch die Straßen führen, sind an der Tagesordnung.“ - Sodann berichtet das feministische Blatt, daß sich "Rubicon", das „Kölner Beratungszentrum für Lesben und Schwule“ ebenfalls über die „Sexualisierung der Parade“ beschwert habe.
Langer Rede kurzer Sinn: Kritik an der CSD-Parade beschränkt sich nicht auf traditionelle Katholiken, sie wird inzwischen selbst in homosexuellen Reihen immer lauter. Dies sollten homo- und heterosexuelle Polemiker aller Empörungs-Fraktionen zur Kenntnis nehmen, besonders Volker Beck von der grünen Fraktion.
Felizitas Küble, Vorsitzende des Christoferuswerks e.V.
Das Christoferuswerk ist eine als gemeinnützig anerkannte Aktionsgemeinschaft katholischer und evangelischer Christen, die 1971 von Günter Stiff (Münster) gegründet wurde und sich für christliche Medien- und Öffentlichkeitsarbeit einsetzt.