Die Wiederentdeckung von Dada und Surrealismus im Vittoriano-Komplex in Rom
Bis zum 7. Februar 2010 einmalige Ausstellung über Dada und Surrelismus mit werken von Man Ray und Marcel Duchamp
"Bis zu hundert Jahren stand die Gemäldemalerei im Dienste des Geistes. Diese Charakteristik verschwand jedoch langsam". (Marcel Duchamp)
Respektlos, launig und humorvoll, Dadaismus war während des Ersten Weltkrieges eine kulturelle Bewegung als Symbol des offenen Protestes gegen die Barbarei in der Welt. Es war zum ersten Mal, dass sich die Kunst nicht mehr der Ästhetik widmete und deshalb wird der Dadaismus selbst von seinen eigenen Protagonisten als "Anti-Kunst" bezeichnet. So wie der Krieg den Verstand wegfegt, so enternt der Dadaismus die Positivität der Kunst durch die Schaffung von einem irrationalen, anarchischen und destruktiven Etwas.
Die eigenen Dadaisten beschreiben Dada als ein Phänomen, das inmitten einer moralischen und wirtschaftlichen Krise während der Nachkriegszeit explodierte. Er wurde für sie zum Retter und Monster zugleich, ein systematisches Werk der Zerstörung und Demoralisierung, dass am Ende zu einer frevelhaften Handlung wurde.
Rund um die zwanziger Jahren wurde der irrationalen Ansatz des Dadaismus als Surrealismus kanalisiert, eine Bewegung, deren wichtigster Theoretiker André Breton ist.
Das Manifest des Surrealismus (1924) definiert diese neue Kunstströmung wie folgt: "Ein rein psychischer Automatismus, der vorschlägt das tatsächliche Funktionieren des Denkens in Wort und Schrift oder auf andere Weise zum Ausdruck zubringen. Ein Gedankenantrieb, der ohne jegliche Kontrolle der Vernunft und außerhalb aller ästhetischen und moralischen Anliegen, zum Ausdruck gebracht wird. Der Ausgangspunkt ist das Unbewusste. Im Surrealismus nimmt das nicht Sichtbare Gestalt an.
Die Ausstellung in Rom, "Die Wiederentdeckung von Dada und Surrealismus" würdigt sowohl die beiden wichtigsten künstlerischen Bewegungen, die die Welt der Kunst in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts grundlegend verändert haben, als auch ihre wichtigsten Künstler, wie Man Ray, René Magritte, Marcel Duchamp. Die Ausstellung zeigt über 500 Werke, darunter auch Werke von Man Ray und Marcel Duchamp, die zu den Symbolen dieser Bewegungen wurden.
Die Ausstellung im Complesso del Vittoriano in Rom findet bis zum 7. Februar 2010 statt und ist von Montag bis Donnerstag von 9.30 bis 19.30 Uhr, Freitag und Samstag von 9.30 bis 23.30 Uhr und Sonntag bis 9.30 - 20.30 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt € 10,00, reduzierte Tickets € 7,50.
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