Zur Gründung der “Jungen Rechten” als Parteijugend der DVU ein Interview mit Tony Fiedler. Die Gründungsveranstaltung wird am nächsten Sonntag im Berliner Raum stattfinden.
dvu.de: Herr Fiedler, am Sonntag wollen Sie unter dem Dach der DVU die Junge Rechte mit gründen. Was sind Ihre Ziele? Was soll ein Jugendverband leisten?
Tony Fiedler: Ich habe mehrere Ziele, die ich mit der Jungen Rechten verfolge. Auf der einen Seite sollen die jungen Parteimitglieder der DVU sich organisieren. Dies ist sehr wichtig für die weitere Arbeit innerhalb der DVU. Ein weiteres Ziel ist es, mit Hilfe der JR die Jugend auf die spätere politische Arbeit vorbereiten. Wir brauchen im rechten Lager mehr Politiker. Für Ergebnisse im 0,x%-Bereich haben wir genug Leute. Für 5% fehlen uns aber die Leute.
Ein anderes Ziel ist es, dass mit der JR die politisch-interessierte Jugend an die Partei herangeführt werden soll. Wir wollen aber nicht nur die politisch-interessierte Jugend ansprechen, sondern auch diejenigen, deren Perspektive nicht rosig aussieht und ihnen eine Perspektive geben.
dvu.de: Kritiker werden Ihnen vorwerfen, es gebe ja die Jungen Nationaldemokraten und mit einer Jungen Rechten werde man Zwietracht säen. Was antworten Sie darauf?
Tony Fiedler: Ob es Zwietracht geben wird, weiß ich nicht. Interessiert mich aber auch weniger. Wichtig ist, dass die jungen Mitglieder der DVU sich organisieren und zusammenarbeiten. Selbst wenn es irgendwann mal eine vereinigte Rechte geben sollte, ist es besser, wenn bestehende Strukturen sich zusammenschließen, als dass sie unorganisiert bleiben.
Aber wie gesagt, die JN ist für mich weniger wichtig, da dies ja eine Organisation der NPD ist. Jede Partei hat eine Jugendorganisation, also sehe ich da keinerlei Problem. Wenn die JR dazu mit beiträgt, dass mehr junge Menschen sich politisch rechts engagieren als vor ihrer Gründung, hat sie eines ihrer Ziele erreicht. Und darum sollte es schließlich uns allen gehen.
dvu.de: Nun hat die DVU bei der Europawahl nicht gerade gut ausgesehen. Die NPD hat den Deutschlandpakt gebrochen. Die DVU wird in der Presse totgesagt. Was motiviert Sie als junger Mensch, gerade in dieser Phase eine Junge Rechte zu gründen?
Tony Fiedler: Die DVU hat den richtigen Weg eingeschlagen. Dies war ein Grund für mich, diesen eingeschlagenen Weg zu unterstützen. Wir sind alles andere als tot. Man sieht es an den steigenden Mitgliedszahlen, der steigenden Zahl an Kreisverbänden und Ortsverbänden sowie der neuen Motivation älterer Mitglieder.
Die Presse verfolgt das innerparteiliche Leben in der DVU nicht, viele sind trotz oder gerade wegen des schlechten Abschneidens bei der Europawahl motiviert, alles zu geben. Die Gründung der JR ist nur ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.
Wir danken Ihnen für das Gespräch und wünschen der Jungen Rechten alles Gute.