Über 100 Million Menschen sind momentan von einer Hungerkrise betroffen. Helfen könnte hier eine Spendenbereitschaft, wie sie nach der Tsunami-Katastrophe Ende 2004 erfolgte. Das WFP (World Food Programme) hat die Folgen der steigenden Preise für Nahrungsmittel in 2008 mit einem „stillen Tsunami“ verglichen. Dies ist das neue Gesicht des Hungers - Millionen Menschen, die im Jahr 2007 noch nicht unter Hunger leiden mussten, taten es in 2008, erklärte WFP-Direktorin Josette Sheeran. Die Lage hat sich 2009 entspannt, aber schon jetzt können wir sagen, dass der nächste Hungerkrise im Anmarsch ist.
Nach Angaben der FAO ist der Preisindex für Nahrungsmittel (FAO Food Price Index) im Zeitraum von März 2007 bis März 2008 um 57% gestiegen. Bei Reis betrug die Steigerung 75%, bei Weizen im letzten Jahr 120%. Länder, die auf Nahrungsmittelimporte angewiesen sind, geraten dann zunehmend in Schwierigkeiten, die lokale Nachfrage zu befriedigen. Nahezu alle afrikanischen Länder sind Nettoimporteure von Nahrungsmitteln. Was sind die Gründe für ein Ansteigen der Lebensmittelpreise? Stärkere Nachfrage und veränderte Ernährungsgewohnheiten: Die Zunahme von Kaufkraft in vielen Entwicklungsländern und insbesondere in den Schwellenländern China und Indien hat 2008 zu einer gestiegenen Lebensmittel-Nachfrage geführt. Gleichzeitig haben sich Ernährungsgewohnheiten verändert: Es wird mehr Fleisch und Milch verzehrt. In China beispielsweise ist der Konsum von Fleisch pro Kopf zwischen 1990 und 2008 um das Zweieinhalbfache gestiegen. Das führt zu einer erhöhten Nachfrage nach Futter für die Viehwirtschaft: Die Produktion eines Kilos Rindfleisch erfordert die 16-fache Menge an Getreide als Input. Zusätzlich führt das nach wie vor anhaltende globale Bevölkerungswachstum zu einer Steigerung der Lebensmittelnachfrage um 2% jährlich.
Produktion von Agrartreibstoffen: Einer der stärksten Preistreiber ist die Konkurrenz zwischen Lebensmittelproduktion und der Produktion von Biomasse für die Gewinnung von Agrarenergie. Nach Berechnungen des IFPRI trägt die Agrarenergieproduktion je nach Produkt und Szenario bis 2020, z. B. für Mais, zwischen 26% und 72% zu den Preissteigerungen bei Lebensmitteln bei.
Klimawandel: Die Verschiebung von Regenzeiten und die Verringerung von Niederschlagsmengen infolge des Klimawandels treffen vor allem die südliche Hemisphäre und führen schon heute zu einer verringerten Produktivität der Landwirtschaft vieler Entwicklungsländer. Der Weltklimarat IPCC geht bei einem Anstieg der globalen Durchschnittstemperaturen davon aus, dass sich die klimatischen Bedingungen für die Landwirtschaft weiter verschlechtern und die Preise für Nahrungsmittel um zusätzlich 30% steigen könnten.
Gestiegene Ölpreise: Energiepreise wirken sich auf Nahrungsmittelpreise aus, da die Kosten der Landbearbeitung, von Dünger und Bewässerung sowie des Transports steigen. Die Rohölpreise sind seit Mitte der 90er Jahre von ca. 15 US-Dollar/ Barrel auf über 150 US-Dollar/ Barrel gestiegen in 2008.
Mangelnde Investitionen in landwirtschaftliche Produktivität: Durch die mit Subventionen verbilligten Exporte von landwirtschaftlichen Überschüssen der Industrieländer in die Entwicklungsländer, sind die Preise auf deren lokalen Märkten in der Vergangenheit auf ein Niveau gesunken, mit dem die einheimische Landwirtschaft selbst bei geringen Löhnen nicht mithalten konnte.
Wer nichts mehr verkaufen kann oder nur zu extrem niedrigen Preisen investiert, verliert den Anschluss an die allgemeine Produktivitätsentwicklung. Auf diesem Wege sind viele afrikanische Länder, die vor 20 Jahren noch regelmäßig Agrarprodukte exportiert haben, heute zu Nettonahrungsmittelimporteuren geworden. Aktuell zählt die FAO 82 Länder mit gravierenden Defiziten bei der Nahrungsmittelproduktion, darunter 40 afrikanische Länder.
Überhitzung der globalen, regionalen und lokalen Märkte: Manche Länder, die bisher Nahrungsmittel exportiert haben, haben im Zuge der Versorgungskrise 2008 Exportstopps oder Exportabgaben für landwirtschaftliche Produkte verhängt. Dazu gehören beispielsweise Indien, China, Russland, Ägypten, Vietnam und Sambia. Auf Importe angewiesene Nachbarländer geraten dadurch in noch größere Schwierigkeiten und der Weltmarktspreis wird durch Verknappung weiter nach oben getrieben.
Spekulationen: Die internationalen Kapitalmärkte sind 2008 auf der Suche nach lukrativen und relativ zukunftssicheren Anlagemöglichkeiten wieder auf die Agrarmärkte aufmerksam geworden. Dies sorgt für mehr Volatilität, insbesondere, wenn Akteure einsteigen, die stark spekulativ agieren und genau das wird in den nächsten zwei Jahren wieder kommen.
Fazit: Man sieht es heute schon wieder, wie die Rohstoffpreise nach und nach steigen. Ich, Markus Frick, denke Mitte 2010 wird sich die nächste Rohstoffblase aufblasen und darum müssen Sie jetzt schon investieren, damit Sie beim nächsten Boom mit dabei sind. Vor allem in den Sommermonaten kann es sein, dass die Preise der Rohstoffe wieder ein wenig zurückkommen werden. Das wäre dann die Zeit, sich bei Aktien und Zertifikaten zu positionieren. Ich werde Ihnen in den nächsten Tagen Aktien und auch Zertifikate vorstellen, die vom nächsten Boom, vor allem im Agrarbereich, profitieren werden.
Markus Frick entwickelte sich als Autodidakt zu einem der bekanntesten und erfolgreichsten Börsenprofis Deutschlands. Grundlage dieses Erfolgs waren Kreativität, Disziplin, harte Arbeit und ein besonderes Gespür für die Herausforderungen der Finanzmärkte. Als Börsencoach mit starkem Team bietet Markus Frick heute neben Büchern, Seminaren und DVDs für Neueinsteiger auch für fortgeschrittene Anleger ein in der Branche einmaliges Portfolio. Unter Einsatz modernster Informationstechnologie offeriert Frick seinen Kunden Anleitungen, Tipps und Strategien als 24-Stunden-Service: Mit täglichen Börsenbriefen, E-mail- und Video-Hotlines, aktuellen Updates, SMS-Infos, individueller Betreuung per Telefon und E-Mail, Seminaren und Konferenzen begleitet das Unternehmen Anleger professionell auf dem Parkett.
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