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Das Wesen der Gestalt-Psychologie



Das Wesen der Gestalt-Psychologie
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Abstract: Bei der Gestalt-Psychologie geht es um einen nachvollziehbaren naturwissenschaftlichen Ansatz in der Psychologie. Die aktuelle Buchveröffentlichung von Klaus-Dieter Sedlacek behandelt das Thema 'Einführung in die neue Psychologie vom Begründer der Gestaltpsychologie'. Der folgende Text gibt dazu einen ersten Eindruck.



(News4Press.com) Bei der Gestalt-Psychologie geht es um einen nachvollziehbaren naturwissenschaftlichen Ansatz in der Psychologie. Die aktuelle Buchveröffentlichung von Klaus-Dieter Sedlacek behandelt das Thema 'Einführung in die neue Psychologie vom Begründer der Gestaltpsychologie'. Der folgende Text gibt dazu einen ersten Eindruck.

Zwei Umstände sind es, die der Aufgabe, die Psychologie im Rahmen des Buchs zu behandeln, ihr besonderes Gepräge verleihen. Zum ersten ist die Psychologie eine Erfahrungswissenschaft und enthält eine Fülle empirisch ermittelter Tatsachen. Zum zweiten gibt es wohl keine Wissenschaft, die eine so schnelle Entwicklung durchmacht hat in dem Aufbau ihrer Prinzipien. Die Folge davon ist, dass die Deutung vieler Tatsachen strittig ist, dass es wohl keine einzige psychologische Theorie gibt, die von allen Psychologen anerkannt würde.
Die unbestrittenen Tatsachen, und nur diese, mitzuteilen, das hieße aber die Psychologie als Wissenschaft draußen lassen. Wenn auch in guter Theorie jede psychologische Tatsache, auch die unscheinbarste, philosophisch von Wert sein kann, so ist ohne jede Theorie auch die bedeutungsvollste Tatsache nur unverarbeiteter Stoff; ja, streng genommen, eine bloße Tatsachensammlung ohne theoretischen Leitfaden ist gar nicht darzustellen, noch weniger zu gewinnen. Erfahrungswissenschaft, und besonders experimentelle Wissenschaft, fragt, und jede Frage setzt eine Theorie voraus.
Aber auch das Verfahren, alle Theorien gleichmäßig aufzuzählen, schien dem Psychologen Kurt Koffka unangebracht. Nicht nur weil der zur Verfügung stehende Raum solchem Vorhaben enge Grenzen gesetzt hätte, sondern vor allem, weil so nur ein verworrenes Bild der Bestrebungen hätte entstehen können, die heute in der Psychologie lebendig sind.
Koffka hat als forschender Psychologe daher einen dritten Weg gewählt. Er hat versucht, die psychologische Theorie, die sich von allen früheren am grundsätzlichsten unterscheidet, den alten gegenüberzustellen und zu zeigen, wie Problemstellungen und Lösungen ein völlig neues Gesicht bekommen. So war es ihm vor allem möglich, eine in sich geschlossene Psychologie zu entwickeln, eine Psychologie, die nicht anders im Laboratorium arbeitet als bei der Erfassung der Persönlichkeit. Diese Psychologie weiß, dass ihre Formulierungen Ansätze sind, die ihre Fruchtbarkeit täglich beweisen muss. Koffka hat sich bemüht, das Fundament von Methoden und Tatsachen, auf dem diese Theorie ruht, möglichst klar im großen Umriss aufzudecken, und hat die speziellen Tatsachen, die er etwas eingehender behandelt hat, unter diesem Gesichtspunkt ausgewählt.
Die neue Psychologie ist nicht aus dem Nichts erwachsen. Ohne die Methoden und Tatsachen, welche die moderne Psychologie seit G. Th. Fechner erarbeitet hat, wäre sie ungeboren. Sie weiß auch sehr genau, dass das Problem, das ihr im Mittelpunkt steht, so alt ist, wie die Psychologie überhaupt, so alt vielleicht, wie sich Menschen mit Wissenschaft beschäftigen. Sie weiß ferner, dass auch in der modernen Psychologie mehrere Versuche unternommen worden sind, in der Richtung, in der sie selber vorwärts dringt. Und sie weiß endlich, dass auch die Psychologie, der sie sachlich am schärfsten entgegentritt, ihre Prinzipien nicht unbekümmert um die gleichen Hauptprobleme entwickelt hat, dass große Entsagung und mühselige Arbeit nötig waren, diese Psychologie zu schaffen. Sachliche Gegnerschaft heißt also nicht Herabsetzung der Leistung der älteren Psychologen. Aber der sachliche Gegensatz, der besteht, kann, zumal in einem so knappen und aufs Prinzipielle gestellten Abriss wie in seinem Buch mit dem Titel „Gestalt-Psychologie“, nicht scharf genug gezeichnet werden. In der Darstellung herkömmlicher Verfahrensweisen ist daher kein einzelner Psychologe gemeint, sondern ein dem gesamten psychologischen Denken bislang eigener Zug. Fast jeder Psychologe hat an dieser oder jener Stelle das starre Prinzip durchbrochen, und je mehr Blick er für die lebendigen Tatsachen hatte, um so häufiger. Es ist heute noch ein Vergnügen, die alten Lehrbücher von Külpe, Ebbinghaus, James zu lesen. Aber da es nicht auf die Psychologen ankam, sondern auf die Psychologie, so musste das Bild typisiert werden, so gemalt, dass es leicht ist, zu sagen: Das hat ja aber nie jemand gemeint. Mag dieser Einwand noch so berechtigt sein, wenn auch kein Psychologe es so gemeint hat, die Psychologie hat es so gemeint, d. h., die in dem Bild geschilderten Prinzipien waren die Grundlagen, auf denen die Psychologie aufgebaut wurde, und diese Prinzipien, konsequent verfolgt, geben das Bild, das man in Koffkas Werk kennenlernen kann.

Mehr zum Thema findet sich im Buch.

Bibliographische Angaben:
Buchtitel: Gestalt-Psychologie: Einführung in die neue Psychologie vom Begründer der Gestaltpsychologie
Autor(en): Kurt Koffka; Klaus-Dieter Sedlacek
Taschenbuch: 152 Seiten
Verlag: Books on Demand
ISBN 978-3-7431-0353-5
Ebook: ISBN 978-3-7431-5582-4
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Rezensionsexemplar: presse(at)bod.de

Der deutsche Psychologe Kurt Koffka (1886 - 1941) gehört zu den Begründern der Gestaltpsychologie. Die Gestaltpsychologie ist eine naturwissenschaftlich orientierte Richtung der Wahrnehmungs- und Entwicklungspsychologie und heute nach wie vor aktuell. Nach seiner Promotion wurde Koffka 1911 an die Universität Gießen berufen, wo er ab 1918 als außerordentlicher Professor unterrichtete. Von 1927 an lehrte er als Forschungsprofessor am Smith College in den USA. 1934 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. Als sein Hauptwerk gilt die systematische Darstellung der Gestalttheorie in dem zum Klassiker gewordenen Buch "Principles of Gestalt Psychology" (1935). Seit 2007 verleiht die Justus-Liebig-Universität Gießen jährlich die Kurt-Koffka-Medaille an international herausragende Forscher des Fachgebiets.

Der Naturwissenschaftler Dipl.-Math. Klaus-Dieter Sedlacek, Jahrgang 1948, studierte in Stuttgart neben Mathematik und Informatik auch Physik. Nach fünfundzwanzig Jahren Berufspraxis in der eigenen Firma widmet er sich nun seinen privaten Forschungsvorhaben und veröffentlicht die Ergebnisse in allgemein verständlicher Form. Darüber hinaus ist er der Herausgeber mehrerer Buchreihen, unter anderem der Reihen "Wissenschaftliche Bibliothek" und "Wissenschaft gemeinverständlich", mit insgesamt mehr als 40 Veröffentlichungen.




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