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DER PUTIN, MILITÄRPARADEN UND EIN IKONENBILD


Der Präsident Putin, die Rußland bereits fast 15 Jahren regiert (2000-2014), 2008-2012 als "Ministerpräsident" (Der Zwischenmarionette Medwedew praktisch nie eigene Entscheidung treffen könnte, eher Putin diese erlaubte), man spottet in Rußland über Medwedew: "Zar vom Judäa".


DER PUTIN, MILITÄRPARADEN UND EIN IKONENBILD

(News4Press.com)
Von allen Windrichtungen der Politik man versucht immer wieder den Begriff "Diktator" an den Putin zu vermeiden, aber doch gelingt das nicht ganz, denn scheint es so sein, dass Eine Ahle läßt sich im Sacke nicht verbergen, wie Volksweisheit lehrt. Und die Russen insbesondere zurecht behaupten: Einmal dem KGB angehören ist immer dem KGB treu blieben. (so "Moskowskij Komsomoletz", die Zeitung die im Titel das trägt, was in der Tat es nicht mehr gibt und zwar mehr als 30 Jahren).

ICH SPÜHLTE DIE KALTE AUTORITÄT

So sagt der Putins Fotograph Platon Antoniou (46) ein Brite griechischer Abstammung, der zuvor über 130 Bilder von Politiker machte, mit seinem Bild von Putin weltbekannt wurde. Annabel Wahba, die beim ZEIT Magazin vom 6. Mai im Gespräch mit dem Fotograph hat das Bild (Siehe oben v. l.), etwas undiplomatisch begutachtet: "er [Der Putin]wie ein Mafia-Gangster aussieht." Offenbar der Fotograph wurde damit nicht beleidigt.

Im Gegenteil erzählte er die Entstehungsgeschichte des Bildes: "Ursprünglich sollte das Foto im Kreml gemacht werden. Das Time Magazine hatte Putin zum Man Ich wusste aber nicht genau, wann das Fotoshooting stattfinden sollte, also saß ich ungefähr eine Woche lang in einem Moskauer Hotelzimmer und wartete. Dann wurde ich eines Morgens mit einem schwarzen BMW abgeholt."

"Wir fuhren am Kreml vorbei aus der Stadt hinaus in einen dunklen, unheimlichen Wald. Es war Dezember, überall lag Schnee. Ich wurde plötzlich sehr nervös, ich dachte an den Kalten Krieg und glaubte, der KGB wolle mich entführen. Dann, nach etwa einer Stunde Fahrt durch den Wald, erreichten wir Putins Datscha. Überall standen Scharfschützen, und ich musste – die Waffen der Sicherheitsleute auf mich gerichtet – jede Kameralinse öffnen. Ich wurde dann in sein Büro gebracht und hatte zehn Minuten Zeit für den Aufbau.

Dann kam Putin rein, gefolgt von Beratern, zwei Übersetzern und vielleicht zehn Sicherheitsleuten. Ich sagte, es ist toll, hier in Russland zu sein, oder so was Ähnliches und stellte ihm eine Frage: Sind Sie auch so ein großer Beatles-Fan wie ich? Alle haben sich erstaunt angesehen, die Übersetzer flüsterten eifrig in sein Ohr, und dann hat er fast alle nach draußen geschickt.

Übrig blieben er, die Sicherheitsleute und ich. Putin sagte dann in perfektem Englisch: Ich liebe die Beatles. Ich fragte ihn, wer sein Lieblingsbeatle sei, und er antwortete: Paul. Ich fragte nach seinem Lieblingslied. Er sah an die Decke und antwortete: Yesterday. Was für ein aufschlussreicher Moment! Dann machten wir die Aufnahmen, und ein paar Augenblicke lang tat er genau das, was ich von ihm wollte."

Ich habe versucht, auf zwischenmenschlicher Ebene eine Verbindung zu ihm zu finden. Ich habe ihm signalisiert, dass ich keine Angst vor ihm habe – was nicht so einfach war, denn er ist eine Furcht einflößende Person. Das liegt nicht nur an ihm, sondern an der Maschinerie um ihn herum, die einen einschüchtert. Ich war nur ein paar Zentimeter von seinem Gesicht entfernt, ich konnte seinen Atem auf meiner Hand spüren. Diese Intimität sieht man sonst nicht auf Bildern von Putin. Er hat ein Funkeln in den Augen, man spürt die kalte Autorität darin, diese Kaltblütigkeit. Man sieht das Bild und denkt sich: Das ist Putin!"

MILITÄRPARADEN ALS ZEICHEN DER MACHT

Bis 1945 war es in Rußland keinen Grund die pompösen Paraden zu veranstalten. Zwar der Häuptling der Bolschewiki Lenin schon per Dekret im Februar 1920 die erste Militärparade zu verordnen versuchte, aber die Lage im Lande war so gespannt, dass von Siegesparade bei der große Niederlage der Roten Armee in Polen wurde zur Frage zu Überlebens der "Sowdepia"- ersten Namen des Rußlands unter den Bolschewiki.

Dennoch 1922 nachdem die Ukraine durch den Banden der jüdischen Bolschewiki endlich annektiert wurde und Teil der sog. "RSFSR" geworden, Lenin hat den "Tag der Roten Armee" eingeführt um dem Roten Terror zu unterstützen und jedes Jahr an den bolschewistischen Henker des russischen Volkes zu erinnern.

1925 Stalin doch diesen Paraden abgeschafft und erst nach sog. "Sieg des Sozialismus in einem Land" 1936 als nützlich gefunden und seine Macht dadurch befestigte. 1939-1945 bediente sich Stalin mit dem "Tag der Oktober Revolution", weil eine "Weltrevolution" zum Glück nicht stattgefunden hat.

Nach der Kapitulation der Wehrmacht das ZK den Feier der "Roter Armee" am 23. Februar nicht akzeptierte, denn 1943 die "Rote Armee" wurde in
"Sowjetische Armee" umbenannt. Jedoch Stalins Tod - Bulganin-Malenkow Regierung für nützlich erklärt 4 Militärparaden am Tag der "Sowjetischer Armee" (23. Februar), 1. Mai Feier, Tag des Sieges (9. Mai) und "Tag der Revolution" (7. November). Nikita Chruschtschow jedoch hat diese Liste reduziert in dem 23. November aus Feiertageliste gestrichen mit dem Argument: "zu viele Feiertage"

Breschnew wollte unbedingt 1965 an den Tag der "Roten Armee" reanimieren, das Politbüro hat aber nur zwei Militärparaden zugelassen: 9. Mai und 7. November.

Eine pikante Sache ist dabei: immer wieder drei Tagen vor der Parade, die "Prawda" veröffentlichte zwischen 100 und 150 verschiedenen Slogans, die das Volk durfte aussprechen. Damit das Volk nicht von diesen Slogans nicht abweichen könne, die sog. Appelle des ZK der KPdSU wurden von der Mausoleum Tribüne durch Megaphon sehr laut vorgelesen und das Volk durfte nur ein Wort sagen "Hurra!" Der Putin hat das ermöglicht, weil er nach wie vor unter "Heimat" Die sowjetische Heimat" versteht.

Erst 1991 Jelzin hat alle "Paraden" verboten wegen des Zusammenbruch des Roten Imperium. Die Ruhe an dem Roten Platz wurde von Putin wieder im Jahre 2004 gestört und martialisches Spektakel kam zurück. Man soll sich nicht wurden, dass ausgerechnet mit Krim Besetzung ermöglichte Putin nun in Sewastopol ohne erst auf eine Legitimation der sog. Volksrepublik Krim abzuwarten.

Das letzte Wort hat Platon Antoniou:
"Wir machen uns zu viele Gedanken um die Macht an sich anstatt darum, was man Gutes mit der Macht tun kann. Putin ist eine der provokantesten Figuren auf der Weltbühne."

Die Frage: Kann man überhaupt wirklich was Gutes mit der Macht tun? Diese Frage nicht nur Putin betrifft, sondern auch EU-Politiker und die "souverän-freie Regierung der BRD."

Quellen: "ZEIT Magazin" vom 6. Mai 2014, "The Guardian" vom 1. Mai 2014, "Kontra Putin", Moskau vom 2. Mai und "St. Petersburger Wedomosti" vom 30. April 2014.




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