(News4Press.com) BERLIN. Der konservative Publizist Caspar Freiherr von Schrenck-Notzing ist am Sonntag im Alter von 81 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben. „Wir sind tief getroffen – mit Caspar von Schrenck-Notzing verliert Deutschland einen der wichtigsten konservativen Publizisten der Nachkriegszeit. Wir werden sein Andenken in Ehren halten und in seinem Sinne weiterarbeiten“, erklärte Dieter Stein, Stiftungsratsvorsitzender der FKBF.
1970 gründete der Münchner Historiker und Soziologe die Kulturzeitschrift Criticón, die schnell zum maßgeblichen Forum konservativer Intellektueller in der Bundesrepublik wurde.
Schrenck-Notzing schuf durch sein publizistisches Wirken die Basis für ein konservatives Gegengewicht zur Kulturrevolution von 1968. Drei Bücher, „Charakterwäsche“ (1965), „Zukunftsmacher“ (1968) und „Demokratisierung“ (1972), bilden die Grundlage seines Werkes.
Im Jahr 2000 gründete Schrenck-Notzing die „Förderstiftung Konservative Bildung und Forschung”, die sich vor allem für die Förderung konservativer Bildung, Erziehung und Wissenschaft einsetzt. Sie vergibt den internationalen Baltasar-Gracián-Kulturpreis und seit 2007 den Gerhard-Löwenthal-Preis für Journalisten.