(News4Press.com) Über Jahre hinweg hat die Fondsgesellschaft Credit Suisse Asset Management die Wertentwicklung des Fonds CS Euroreal beschönigend positiv dargestellt und insoweit die Anleger getäuscht. Die Tatsache, dass dies branchenweit in Deutschland so praktiziert wurde und immer noch praktiziert wird, macht diese Praxis nicht weniger verwerflich. „Anleger wurden und werden nicht hinreichend über diese realitätsfremden Darstellungen aufgeklärt“, meint Rechtsanwalt Joachim Schweiger von DSKP.de in Düsseldorf.
Tatsächlich sind die Anteilwerte des Immobilienfonds CS Euroreal schon seit zehn Jahren nicht mehr gestiegen. Seit 2010 fallen die Anteilwerte von mehr als 60 € auf zuletzt offiziell gerechnete knapp 56 €. Zu diesem Wert sind die Anteile jedoch nicht mehr verkäuflich. Der eigentlich Offene Fonds ist seit zwei Jahren geschlossen und muss nunmehr aufgelöst werden. Im freien Verkauf an den Börsen sind Ende Mai 2012 nur noch weniger als 40 € für die Anteile zu erzielen. Gegenüber den früheren Kursen bedeutet dies Verluste im erschreckenden Umfang von mehr als 30%.
Es wird befürchtet, dass bei den jetzt durchzuführenden Verkäufen der Fonds-Immobilien nicht die begutachteten Werte erzielbar sind, mit denen die Gebäude in der Fondsbilanz stehen.
„Es ist zu überlegen, ob nicht die Gutachter des CS Euroreal oder der anderen gescheiterten Immobilienfonds für ihre unrealistischen Bewertungen in Anspruch zu nehmen sind“, meint Anwalt Schweiger: „Diese Bewertungen haben offensichtlich übliche Vorsichtsprinzipien der Bilanzierung außer Acht gelassen. Anders ist es schwerlich zu erklären, dass im gegenwärtigen Immobilienboom reihenweise Abwertungen der Fondswerte vorgenommen werden müssen.“
Anleger müssen sich dies nicht gefallen lassen, auch wenn sie Anteile ohne Beratung gekauft haben oder wenn ihnen die Anteile von Vertretern vermittelt worden sind; etwa von Mitarbeitern der Postbank, der Volksbanken oder des früheren BHW. „Die beschönigenden und unrealistischen Darstellungen der Performances erfolgten offenbar vorsätzlich, um die wahren Verhältnisse zu verschleiern und gutgläubige Anleger in überhoch bewertete Immobilien zu locken und die ‘Gebührenmaschinerie‘ der Fondsverwalter in Gang zu halten“, vermutet Anwalt Schweiger. Seit bald 25 Jahren holt er Anlegergelder aus gescheiterten Anlagen zurück: „Das sollte beim CS Euroreal genauso möglich sein, wie es bei anderen gescheiterten Immobilienfonds möglich ist.“
Düsseldorf, 22. Mai 2012
Joachim Schweiger, Rechtsanwalt für Kapitalanlegerrecht
Die Kanzlei Dittke, Schweiger, Kehl ist eine seit mehr als zwanzig Jahren bundesweit tätige, wirtschaftsrechtlich ausgerichtete Institution mit Standort in Düsseldorf. Im Fokus der Tätigkeiten stehen das Bank- und Kapitalmarktrecht. Weitere Schwerpunkte der Kanzlei bilden das Handels-, Gesellschafts- und Steuerrecht. Für weitere Informationen besuchen Sie unsere Internetseite unter www.dskp.de
Kanzlei Dittke, Schweiger, Kehl & Partner
Rosenstr. 14
40474 Düsseldorf
Tel:0211/4998990
Fax:0211/4911115
info@dskp.de
