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Burnout ... oder: Die Sache mit dem Selbstwert


Unsere Gesellschaft wird häufig als "Leistungsgesellschaft" beschrieben. Nur der, der etwas leistet, ist etwas wert. Viele Menschen stoßen jedoch irgendwann an die Grenze dessen, was sie zu leisten imstande sind. Häufig wird diese Grenze dann auch dauerhaft überschritten. Folgen können Burnout oder gar Depression sein.


Burnout ... oder: Die Sache mit dem Selbstwert

(News4Press.com) In diesem Artikel soll ein bestimmter Aspekt der Burnout-Problematik thematisiert werden: Das Selbstwertgefühl.
Menschen, die in den Zustand des Burnout geraten, fühlen sich erschöpft, ausgelaugt, völlig fertig, niedergeschlagen und überfordert.

Irrationale Denkmuster und Antreiber

Zu den oben genannten Symptomen gesellt sich häufig noch ein weiteres Gefühl: Wertlosigkeit.
Doch eigentlich ist Wertlosigkeit kein Gefühl, sondern eine Bewertung, ein Denkmuster, eine Überzeugung ("Ich bin wertlos").
Ein typisches Denkmuster, wenn es um das Selbstwert-"Gefühl" geht, ist: "Nur, wenn ich etwas leiste, bin ich etwas wert!"
Hinzu kommt typischerweise noch ein weiteres (irrationales) Denkmuster, das häufig in Form eines inneren Befehls an sich selbst existiert: "Sei perfekt (in dem, was Du tust/leistest)!" Diese Forderung an sich selbst gilt gleichzeitig als einer der klassischen inneren Antreiber. Zu diesen klassischen Antreibern zählen außerdem: "Beeil dich!", "Sei stark!", "Streng dich an" und "Mach´ es allen recht!".
Eine häufig anzutreffende Kombination von Überzeugungen ist folglich: "Nur, wenn ich etwas leiste und das auch noch perfekt tue, bin ich etwas wert!"
Jede dieser beiden Überzeugungen und erst recht beide Denkmuster in Kombination erzeugen einen unglaublichen inneren Druck. Man macht den eigenen Selbstwert also abhängig von der (beruflichen) Leistung, die man erbringt. Somit trägt man zum Teil selbst dazu bei, sich niedergeschlagen zu fühlen.

Unterscheidung: Der Mensch an sich und das Verhalten des Menschen

Richten wir unseren Blick auf eine Grundannahme aus dem NLP (Neurolinguistisches Programmieren):
"Der positive Wert des Menschen an sich bleibt immer konstant, während der Wert und die Angemessenheit bestimmter Verhaltensweisen oder Überzeugungen immer wieder in Frage werden kann (und häufig auch sollte)".

Ähnlich sieht es die provokative (besser: humorvoll-provokative) Therapie: Es ist nie der ganze Mensch krank, sondern immer nur einzelne Denkmuster, Überzeugungen, Bewertungen und Ideen.
Und auch die Bibel liefert uns ein passendes Beispiel: Im Gleichnis von der Ehebrecherin berichtet sie, wie Jesus Christus nicht die des Ehebruchs überführte Frau als Ganzes verurteilt, sondern allein ihr spezielles sündhaftes Verhalten, den Ehebruch.
Bekannt ist ebenso die Aussage, dass Jesus den Sünder, also den Menschen an sich, liebt, nicht aber die Sünde (das unangemessene Verhalten des Menschen).

Fazit


Vergleichen wir abschließend noch einmal die beiden Überzeugungen. "Ich bin nur etwas wert, wenn ich etwas leiste!" und "Ich bin grundsätzlich immer etwas wert, weil ich Mensch bin!"
Solange oder sobald ich an letztere Aussage glaube, bin ich fähig, mich um meiner selbst willen zu mögen. Gleichzeitig macht es natürlich trotzdem Sinn, spezielle Überzeugungen und Verhaltensweisen in Frage zu stellen und nachfolgend zu verändern.
Wir haben die Wahl, so über uns zu denken, wie es gut für uns ist!
Es geht uns besser, wir sind zufriedener und ausgeglichener, wenn wir uns selbst Wertschätzung entgegenbringen ... UNabhängig von unseren (beruflichen) Leistungen.
Diese Art zu denken und zu leben kann man trainieren. Die Fähigkeiten hierzu liegen bereits in uns.




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