Bundesweite Tagung am 30. Januar in Marburg - Kurskorrektur hin zu Sozialen Grundrechten
Soziale Grundrechte sind zu Jahresbeginn ein Schwerpunkt der HU-Arbeit. Eine bundesweite Tagung unter dem Titel "Wenn die Würde gewürdigt würde – Kurskorrektur hin zu Sozialen Grundrechten" findet am Samstag (30. Januar) in Marburg statt.
Prominente Referenten aus Berlin, Bremen und Ludwigshafen werden die Notwendigkeit von Einschnitten ins Soziale Netz dabei ebenso diskutieren wie die Praxis von Hartz IV und mögliche Forderungen zur künftigen Ausgestaltung Sozialer Grundrechte. Ziel der größten und ältesten deutschen Bürgerrechtsorganisation ist eine zukunftsweisende Debatte über notwendige Soziale Rechte in einem demokratischen Staat.
Organisiert wird die Tagung vom bundesweiten Arbeitskreis Soziale Grundrechte (AKSG) der Humanistischen Union sowie ihrem Marburger Arbeitskreis "Erwerbslosigkeit und Soziale Bürgerrechte" (ESBR). Gemeinsam mit der Universitätsstadt Marburg verleiht der ESBR bereits seit 2005 das Marburger Leuchtfeuer für Soziale Bürgerrechte.
Diesen Preis wird Oberbürgermeister Egon Vaupel auch im Jahr 2010 wieder an eine Persönlichkeit überreichen, die sich um die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben verdient gemacht hat. Vorschläge für einen möglichen Kandidaten können Interessierte dem HU-Ortsverband Marburg noch bis Sonntag (31. Januar) unter der e-Mail-Adresse leuchtfeuer2010 at hu-marburg.de unterbreiten.
Bereits einen Tag vor Ablauf dieser Frist treffen sich Juristinnen und Juristen, Vertreter von Sozialverbänden und anderen politischen Organisationen, Erwerbslose und interessierte Bürger zu der bundesweiten HU-Tagung. Bis Mittwoch (20. Januar) nimmt das Marburger Tagungsbüro noch Anmeldungen zur kostenlosen Teilnahme an dem Kongress entgegen.
Möglich geworden ist die Veranstaltung dank eines Zuschusses des Projekts "Die Gesellschafter der Aktion Mensch" (AM). Dadurch entstehen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Tagung bei einer Anmeldung vor dem 20. Januar 2010 keine Kosten.
Zur Ankündigung des eintägigen Kongresses hat die Humanistische union eine eigene Internetseite online gestellt. Sie ist unter www.tagung.hu-marburg.de abrufbar.
Franz-Josef Hanke
Die Humanistische Union ist die älteste Bürgerrechtsorganisation in der Bundesrepublik. Seit 1961 hat sie sich unter anderem eingesetzt gegen Notstandsgesetze, menschenunwürdige Verhältnisse in Gefängnissen und Psychiatrie, Paragraph 218 StGB, Berufsverbote, Volkszählung, Einschränkung des Asylrechts und den Lauschangriff. Mit Veranstaltungen, Stellungnahmen, Veröffentlichungen und in enger Zusammenarbeit mit anderen Initiativen, engagierten Einzelpersonen und kritischen Fachleuten mischt sie sich ein, wenn Menschen und Bürgerrechte eingeschränkt werden.
Humanistische Union - OV - Marburg
Dragan Pavlovic
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