Neue Studie des IfS untersucht den Ertrag der fortgesetzten „Bueb-Debatte“
Das Institut für Staatspolitik legt unter dem Titel „Die Bueb-Debatte. Ein Beitrag zur aktuellen Auseinandersetzung um Disziplin, Führung und Bildungskatastrophe“ die erste Studie seiner Arbeitsgruppe „Erziehung und Bildung“ vor. Darin kommen die Au-toren zu dem Schluß, daß es Bueb zwar gelungen sei, den Blick auf einige Mißstände des deutschen Erziehungs- und Bildungswesens zu lenken, die normalerweise außerhalb der Betrachtung stehen. Seine Analysen und Vorschläge blieben aber hinter dem zurück, was von anderer Seite schon an Vorschlägen zur grundsätzlichen Abhilfe gemacht wur-de. Das gilt vor allem für die neuen konservativen Strömungen in der Nachkriegszeit, deren Entstehung ganz wesentlich auf die Auseinandersetzung mit Erziehungs- und Bildungsfragen zurückzuführen war.
„Der von Autoren wie Bueb erzeugte Endlich-sagt-es-mal-jemand-Effekt hat letztlich nur eine Ventilfunktion, lenkt von den Kernproblemen ab und kommt vorschnell zur Suche nach Lösungen, ohne daß die wichtigsten Fragen gestellt wären: 1. Wer ist für die gegenwärtige Misere verantwortlich? 2. Können die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden? 3. Wenn nicht, warum soll man glauben, daß sie oder die von ihnen etablierten Nachfolger in der Lage sein werden, die Lage grundsätzlich zu verbessern?“
Besprechungsexemplare der Studie können per Fax unter 034632-90942 oder per ePost unter institut@staatspolitik.de bestellt werden.