Azubis on tour - Ausbildungsgruppen des Internationalen Bundes in Zweibrücken unternehmen Bildungsgreise zur "Grünen Woche" nach Berlin
Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen – dieses Zitat des deutschen Dichters Matthias Claudius werden die Auszubildenden des Internationalen Bundes (IB) wohl in jedem Fall unterschreiben. Auf ihrer diesjährigen Bildungsreise zur „Grünen Woche“ vom 21. bis 25. Januar 2010 nach Berlin gab es sicherlich so einiges, das sie bei ihrer Rückkehr den Daheimgebliebenen zu berichten hatten.
Bereits zum 15. Mal organisierte der IB-Ausbilder der Abteilung Gartenbau, Heinrich Stephan, zusammen mit seinem Kollegen Eric Hutt, den mehrtägigen Ausflug für seine Schüler, die am Standort Zweibrücken eine über die Agentur für Arbeit finanzierte Ausbildung absolvieren. Der achtköpfigen Gruppe seiner Azubis, schloss sich bereits zum fünften Mal eine Ausbildungsgruppe der Hauswirtschaft, bestehend aus fünf Jugendlichen, unter der Leitung der Ausbilderinnen Anke Dörner und Carmen Hocke an. Die Bildungsreise, die in Zweibrücken bereits traditionellen Charakter besitzt, soll zur kulturellen, fachlichen und sozialpolitischen Bildung beitragen.
Frei nach dem Motto „Der Weg ist das Ziel“, legten die Reisenden bereits auf der Hinfahrt einen Zwischenstopp in der Kulturstadt Weimar ein. Bei einem Stadtrundgang hatten die Jugendlichen dort Gelegenheit, ausgiebig auf den Spuren von Goethe und Schiller zu wandeln.
Nach diesem kurzen kulturellen Intermezzo ging es weiter nach Berlin. Nach rund 700 Kilometern waren die Ausbilder mit ihren Gruppen am Ziel ihrer Reise angelangt. Dort erlebten sie die „Grüne Woche“ mit ihren mehr als 1.200 Ausstellern aus aller Welt. Ob Schmuckherstellung, Lebensmittelproduktion/-verarbeitung, Haustechnik, Tierhaltung, Landschafts- und Gartenbau oder Tourismus – die Messebesucher aus Zweibrücken waren von dem riesigen Angebot an verschiedenen Themenfeldern auf dem Gelände begeistert.
Im Anschluss an diesen fachlich relevanten wie interessanten Ausflug, durften die Jugendlichen noch etwas Großstadtluft schnuppern. So beschlossen sie den ereignisreichen Tag mit dem Besuch der Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche, dem Kurfürstendamm und – darauf hatten sich schon die meisten gefreut – dem Einkaufsparadies KaDeWe.
Am folgenden Tag kam zunächst die politische Bildung an die Reihe. Die angehenden Hauswirtschafterinnen und Werker im Gartenbau besichtigten zusammen mit ihren Ausbildern den Reichstag mit seiner gläsernen Kuppel, das Brandenburger Tor und unternahmen darüber hinaus eine Fahrt mit dem 100er Bus, der die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt abfährt. Im Anschluss besuchten die Jugendlichen im Deutschen Dom eine Ausstellung zur Entstehung und Entwicklung der Demokratie. Dort erlebten die Auszubildenden eine anschauliche Zeitreise durch die Politik vergangener Tage.
Ein weiterer Ausflug – diesmal ganz im Zeichen der Kultur – führte die Bildungsreisenden unter anderem in den Potsdamer Park Sanssouci. Dort besichtigten sie in „stilechten“ Filzpantoffeln das „Neue Palais“, das größte Bauwerk im Park. Das Gebäude mit seinen rund 200 Räumlichkeiten wurde 1763-1769 erbaut und diente Kaiser Wilhelm II bis zu seiner Abdankung 1918 als Wohnsitz.
Gut gelaunt und um viele neue Eindrücke reicher, trat die Gruppe am 25. Januar 2010 schließlich die Heimreise an. „Ich fahre nächstes Jahr wieder mit …“ – diesen Satz und damit das wohl größte Kompliment an die Organisatoren, hörten die IB-Ausbilder an diesem Tag nicht nur einmal.
Der Internationale Bund (IB) ist mit seinem eingetragenen Verein, seinen Gesellschaften und Beteiligungen einer der großen Dienstleister in den Bereichen Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit in Deutschland. Der IB ist parteipolitisch und konfessionell unabhängig. Bundesweit helfen mehr als 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IB in 700 Einrichtungen und Zweigstellen an 300 Orten jährlich rund 350.000 Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren bei der beruflichen und persönlichen Lebensplanung.