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Götter, Geister und Gespinster



(aus Haiti)



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(News4Press.com) Seele sei Lebensprinzip. Wenn etwas be-seelt oder ent-seelt wird, hat das mit Leben oder Tod zu tun. Die Zombie-Geschichten gehören in diesen Bereich. Es sind eben Geschichten, Erklärungskrücken, uralt, aber interessant.

Geister lassen sich nicht zählen, und brauchen auch keinen Platz. Deshalb können es im Hinterhof ruhig vierhundert, Millionen oder ein einziger sein. Geist ist ein Produkt des Lebens, genauer unseres Gehirns. Geist kann hilfreich oder teuflisch sein, Geist kann Ideen und Entwicklung bringen, aber auch Zukunft und Verderben.

Gespenster sind Erzeugnisse des Volksglaubens, Illusionen und Hallunzinationen, Dinge deren Ursprung man nicht erkennt und die man als unkörperliche Wesen interpretiert. Nach dem Volksglauben sind Gespenster "übernatürliche Wesen", etwas was es "natürlich" gar nicht gibt, zum Beispiel Totengeister.

Gespinster sind etwas sehr Ähnliches, auch Erzeugnisse des Hirns oder Unhirns, das manchmal Purzelbäume dreht. Und sich stets freut wenn andere einen Unsinn entdeckt haben, denn Sinn ist meist nicht mehr sehr lustig. Götter sind Prinzipien des Seins, aber sie sind mehr als das. Sie sind Macht, All und Alles. Sie sind das letzte Eingeständnis, dass es noch etwas Anderes gibt als Technik und Natur. Im Hinterhof da gibt es ihrer 400. Weil die Vaudou-Gläubigen ihrer 400 zählen, genau genommen noch mehr. Diese Götter heissen in ihrer Sprache "Loa", ein Wort das französisch so ausgesprochen wird und "Gesetz" bedeutet. Von allen zu beachtende Über-Regeln, ist das nur ein Zufall?

Alle Loa unterstehen einem obersten Gott, dem "Bon-Die". So werden die 400 Götter, die Loa, eigentlich wieder zu etwas wie Gottessöhne, Gottesjünger, Gottesdiener und tausenderlei andere Gottwesen, und vielleicht meinen am Schluss sie alle das Gleiche. Jedenfalls nennt man sie alle, je nach Glauben, Gott oder Götter.


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