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Hinter dem Haus geistern mir Trommeln Märchen zu



Entstehung eines Buches



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(News4Press.com) Das Erdbeben in Haiti am 12. Januar 2010 zerstörte alles, ausser meinem Leben. Deshalb schreibe ich weiterhin Erinnerungen und Geschichten. Ich wohne bei Eingeborenen, hinter dem Haus drei Houngans (Zauberer und Priester des Vaudou), hier wohnen auch 400 Götter, denen eigentlich die Trommelklänge und –wirbel gelten. Wenn ihre Handtrommeln plätschern und plaudern, erzählen sie nächtelang ihre Märchen. Für uns sind sie «nur» faszinierend, weil wir die Sprache der Trommeln kaum verstehen.
Die Handtrommel ist in Haïti ein kultisch-mystisches Instrument, das älteste überhaupt, das auf Erden existiert. Sie spielt ihre Weisen an Gottesdiensten der ebenso alten Vaudou-Religion und fehlt bei keinem gesellschaftlichen Ereignis. Die Tambouren haben es zu unvorstellbarer Meisterschaft gebracht.
"In einem spannenden Märchenroman verbindet Hegnauer uralte afrikanische Glaubensweisheiten, die mit den Sklavenimporten auf die Indianerinsel verpflanzt wurden, mit Auswüchsen wuchernden Aberglaubens und eigener Fantasien, die vollkommen von europäischen Vorstellungen abweichen. In unglaublichen Spukgeschichten treffen Fabelwesen, Gespenster und Ausserirdische aufeinander, Naturgesetze werden aufgehoben, und man weiss nie, wieviel an unbegreiflichen Ereignissen wirklich geschehen sind. In Haïti ist alles unbegreiflich".
Mein Märchenroman hat Ähnlichkeit mit den Werken haïtianischer Musiker und Maler, wo ebenfalls Unwesen, Einhörner, Tiger, Elefanten und andere Archetypen aus der afrikanischen Urheimat spuken. Die Trommeln haben mir die Geister und Fantasien gebracht, die am Schluss ein ganzes Buch mit Märchen füllten: "Die Märchen von der Vaudou-Trommel" (ISBN 978-3-86279-077-7).


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