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Bleibt die Lettow-Vorbeck-Allee?
Anwohner wehren sich gegen Straßen-Umbenennung in Hannover
Egal, welche Gedankenakrobatik die Damen und Herren von der etablierten Politiker-Kaste auch unternehmen, um noch ein Körnchen mehr Schuld auf das deutsche Haupt zu laden – der Großteil des Volkes lässt sich zum Glück darauf nicht ein. In Hannover beispielsweise haben das die Bewohner der Lettow-Vorbeck-Allee im vergangenen Jahr demonstriert. Als die Umbenennung der Straße schon beschlossene Sache war, wehrten sie sich dagegen. Die Mehrheit der Betroffenen hatte sich dafür ausgesprochen, den Namenspatron ihrer Straße beizubehalten.
Nun ging ein Anwohner-Ehepaar sogar gerichtlich gegen die Stadt vor. Es hält die Vorwürfe, die gegen Generalmajor Paul Lettow-Vorbeck erhoben werden, für nicht begründet. Der beauftragte Rechtsanwalt führt ins Feld: „Als der Sachverständige eingeschaltet wurde, hatte sich der Bezirksrat schon mit knapper Mehrheit für die Umbenennung entschieden.“ Das bedeutet, Ziel des Gutachtens sei gewesen, den Beschluss im Nachhinein zu stützen. Auch habe der Gutachter, Helmut Bley, emeritierter Professor der Leibniz-Universität, Fakten unberücksichtigt gelassen oder falsch dargestellt.
Rassismus, Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit können Lettow-Vorbeck genauso wenig vorgeworfen werden wie die Anschuldigung standhält, er habe einem Unrechtssystem gedient. Paul von Lettow-Vorbeck unterscheide sich in seinem Verhalten nicht von europäischen Offizieren der damaligen Zeit in vergleichbaren Positionen. Tragisch sei es, so die Klageschrift des Anwalts weiter, dass in China und Ostafrika nicht nur Soldaten, sondern auch Zivilisten ums Leben gekommen seien. Doch habe Anfang des 20. Jahrhunderts ein ganz anderer Zeitgeist geherrscht.
Ob der Zeitgeist vor einhundert Jahren tatsächlich so anders war, bleibt allerdings zu diskutieren … Denn immerhin finden auch heute noch Kriege statt, in denen unschuldige Zivilpersonen umkommen. Man denke nicht zuletzt an Afghanistan, wo im September 2009 ein von einem deutschen Kommandeur veranlasster Luftangriff Todesopfer unter Zivilisten forderte. Das Verwaltungsgericht wird nicht vor dem Spätsommer entscheiden, ob die Stadt die Lettow-Vorbeck-Allee in Namibia-Allee umbenennen durfte.
HELDENTATEN IN AFRIKA
„Über allem das Vaterland“ lautete der Wahlspruch des 1870 in Saarlouis geborenen Paul von Lettow-Vorbeck. Der Sohn eines preußischen Offiziers aus altem pommerschen Adel nahm am internationalen Einsatz gegen den Boxeraufstand in China teil und diente ab 1913 als Hauptmann der deutschen Schutztruppe in Südwestafrika, ehe er sich in Deutsch-Ostafrika unsterblichen Soldatenruhm erwarb. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges war es sein Ziel, in Afrika möglichst viele feindliche Truppen zu binden.
Als Meister der Improvisation und der Tarnung kann er mit seinem winzigen Aufgebot, zu dem auch die Askaris, die eingeborenen Negersoldaten, gehören, einer gewaltigen Übermacht standhalten. In der Schlacht von Tanga im November 1914 erringt er mit seinen 1.000 Mann sogar den Sieg über 8.000 Engländer und Inder.
Nach 1918 sagte ein Askari-Unteroffizier über die Deutschen unter Lettow-Vorbecks Führung: „Wir werden unseren Volksstämmen erzählen, dass die Deutschen in diesem Land nie besiegt worden sind. Wir wünschen, dass ihr wiederkommt und dass das Land unter deutscher Regierung steht. Wir bitten Euch, uns nicht in englischer Hand zu lassen.“
Auch die ehemalige Feindseite findet nichts als Anerkennung für Einsatz und Tapferkeit von Lettow-Vorbeck und seinen Männern. Ein englischer Offizier rühmte: „Wir schätzten die Deutschen Ende 1917 auf 1.700 Europäer, 3.000 Askaris, 3.000 Träger. Ein kleines Häuflein Feinde trotzte uns Jahr und Tag und bot uns mit der Waffe die Stirn. Aufgrund des Waffenstillstandes, den die deutsche Regierung mit uns in Europa geschlossen hat, legen sie die Waffen nieder. Wir sehen den deutschen General und seine Soldaten nun von Angesicht zu Angesicht. Es ist kaum einer unter ihnen, der nicht krank, elend und abgemagert aussieht, aber alle gehen sie aufrecht und stolz. Sie haben Ungeheures geleistet. Wir müssen es anerkennen.“
Marleen Loebuch
Bild: ÜBER ALLEM DAS VATERLAND - Paul von Lettow-Vorbeck erwies sich als tapferer Soldat, dem auch der Gegner hohe Achtung zollte.
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Die Themen der National-Zeitung vom 30. Juli 2010
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Letztlich totalitär
Die Linke ist auch nicht mehr, was sie mal war. Früher machte man eine Kampagne gegen Springer, heute ist Bild-Chefredakteur Kai Diekmann Anteilseigner bei der taz. Nachdem man also auf Springer nicht mehr losgeht, weil der Konzern zu mächtig und man selbst schon viel zu etabliert ist, muss – die Tiefenpsychologie lehrt es – eine Ersatzhandlung her.
In dem bei Kiepenheuer & Witsch erschienenen ...
Die Themen der National-Zeitung vom 23. Juli 2010
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Nun sollen der 31-jährige Palästinen ...
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