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Kuba: Ungeklärte Todesfälle in kubanischen Gefängnissen häufen sich

IGFM: Politische Gefangene kommen in Kubas Gefängnissen ums Leben



(News4Press.com)Havanna / Frankfurt am Main (27. August 2007) – Nach Informationen der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) ereigneten sich in den letzten Monaten mehrere ungeklärte Todesfälle in kubanischen Gefängnissen. Zwischen April und Juli 2007 kamen mindestens sechs Gefängnisinsassen während ihrer Haft ums Leben. Darunter der im April verstorbene 20jährige Norbert Jorrin Ortega, dem jegliche medizinische Versorgung verweigert wurde, und der 52jährige Jorge Betancourt, der am 31. Juli an einem Infarkt verstorben ist. Keiner der Verantwortlichen wurde für diese Geschehnisse belangt, kritisiert die IGFM. Sie fordert von der kubanischen Regierung, diesen Vorfällen nachzugehen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

In den vergangenen vier Monaten dieses Jahres häuften sich die Berichte über ungeklärte Todesfälle in kubanischen Gefängnissen. Der 20jährige Norbert Ortega verstarb im April 2007 im Krankenhaus „Miguel Enriquez“, nachdem ihm im Gefängnis in Havanna jegliche medizinische Versorgung verweigert wurde.

Am 24. Juni sowie am 22. Juli wurden die politischen Gefangenen Manuel Acosta Larena, 47 Jahre, und Cecillio Echevarria Hernandez, 54 Jahre alt, in der Polizeistation Aguada de Pasajeros erhängt aufgefunden (Die IGFM berichtete darüber in einer Medieninformation am 29. Juni 2007). Der örtliche Polizeichef Miguel Lopez Santana wurde kurz darauf zum Oberstleutnant befördert. Ende Juli kamen weiterhin die Häftlinge Amaury Medina Puig und Carlos Rodriguez Labrada durch Mithäftlinge ums Leben.



Neuester Todesfall ereignete sich Ende Juli



Der jüngste Fall ist der Tod von Jorge Betancourt. Der 52jährige Häftling wurde in Havanna festgenommen. Eine Woche später klagte Betancourt über Schmerzen in der Brust. Die Sicherheitskräfte brachten ihn zu Fuß in das mehrere Kilometer entfernte Krankenhaus „Nacional“, wo er bald darauf an einem Infarkt verstarb. Eine Woche vorher durfte seine Familie ihn für nur 10 Minuten besuchen. Er berichtete ihnen über unmenschliche Haftbedingungen.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert die Castro - Regierung auf, den ungeklärten Todesfällen nachzugehen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Nach der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hat jeder Mensch das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person (Artikel 3). Die IGFM fordert den kubanischen Staat auf, dieses Recht für alle Menschen zu gewährleisten, insbesondere für die 323 politischen Gefangenen in Kuba, die die IGFM zur Zeit in ihrer Datenbank führt.
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Die IGFM ist eine Menschenrechtsorganisation, die 1972 in Frankfurt am Main gegründet wurde. Sie unterstützt Menschen, die sich gewaltlos für die Verwirklichung der Menschenrechte in ihren Ländern einsetzen oder die verfolgt werden, weil sie ihre Rechte einfordern. Nach Auffassung der IGFM sind nach dem Recht auf Leben und Sicherheit der Person, die bürgerlichen Rechte wie Meinungs-, Versammlungs- Religions- und Pressefreiheit die wichtigsten Menschenrechte. Ohne sie kann es weder Frieden noch sozialen Fortschritt geben. Die Grundlage ihrer Arbeit bildet die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948. / em>


Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
Borsigallee 9
60388  Frankfurt am Main 
Tel:069 420 108 0  
eMail: post@igfm.de





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Siehe auch Weblinks:

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www.igfm.de

www.menschenrechte.de





Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)   
Pressemitteilung vom 27.08.2007  15:00:35
[ID 276280 / Vermischtes]
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