Autor der Meldung

IN NAMEN DES SOZIALISMUS: MORD


Viele Historiker sprechen von 250.000.000 Opfern des Sozialismus. Man spricht ziemlich moderat über das Verbrechen der Bolschewiki in der „DDR“ und etwas verharmlost die Mauer, die Berlin 28 jahrelang trennte – sodass ich nie, von mindestens einer Entschuldigung von Gorbatschow und seinen Nachfolger für Installation in Mitteldeutschland jüdisch-Bolschewistisches Systems nach Moskauer Muster, gehört. Man sagt einfach: es war die Sache der „DDR“, derer Souveränität Moskau nicht in Frage stellen sollte.


IN NAMEN DES SOZIALISMUS: MORD

(News4Press.com) Im August 1961 schrieb Alexander Solschenizyn in seinem Notizbuch: „Jahrhunderte die Mauern wurden dafür gebaut um eigenen Bürger von fremden Invasoren zu schützen, die sozialistische Diktatoren in Rußland und seine Kolonie „DDR“ hat nicht besseres erfunden, dass der Mauerzeck zu entfremden: seine Macht zu schützen in dem sie eigene Bürger im Lande, wie in einem Kerker, gesperrt und auch oft getötet.“ (Briefe und Notizen, IMKA-Press, Paris 1999)

Man vergisst auch daß der heutige Präsident Putin war nicht nur ein Spion in Dresden, sondern ein von denen die verantwortlich für das Mord an ca. 300 Deutschen an der Mauer und sonstigen Stacheldrahtanlagen waren. Der KGB-Agent Putin wusste, was er in Dresden 1998 sagte: „Es waren nur 96 bekannten Fälle.“ Denn solche Jagt auf Kommunismus Flüchtlinge wurde über 50 Jahren in der „UdSSR“ praktiziert und dabei wurde mehrere Hunderttausenden Menschen getötet.

EIN MORD IN NAMEN DES SOIALISMUS

Die Mauer Funktion wurde nach sowjetischen Muster der Grenzanlagen organisiert nur mit Stacheldraht 2-3-fachen „Zonen“: in der ersten „Sperrzone“, die Bevölkerung sollte die Grenzdienste von alle „Fremden“ sofort informieren, in der zweiten „Alarmzone“ waren in Abstand von 2 bis 20 km die Grenzeinheiten stationiert mit Grenztruppen von NKWD, später KGB und mit Panzer, Flugzeugen und Artillerie je nach Region verstärkt. Ende 60-er wurden kamen dazu „Neutralzonen“ mit Minenfelder und Selbstschussanlagen installiert.

Jüdisch-Bolschewistische Justiz, die seit 1929 man dort als „sozialistische Rechtsbewusstsein“ nannte, machte die „DDR“ NVA-Soldaten zu Mörder. Es ist unglaublich aber wahr – die BRD verbal seitens der CDU und CSU doch das Regime in der „DDR“ als „Diktatur“ verurteilte, aber die SPD und seiner Roten und Linken Flugelchen immer wieder diese perverse Macht verschönt und als normaler Staat bezeichnet – niemand wollte Moskau ärgern. Der von „UdSSR“ von den Linken und SPD übernommene Feindkult, weil ein Teil des Sozialistischen Rechtsbewußstseines. Von den Willy Brandt und Co. War es nicht laut zu hören, dass Exekution dieser Art war einfach Mord gewesen.

EINE BARBAREI, DIE KEINER BEI NAMEN NENNEN WILL

„Klar muß aber auch sein, allein immer nur behutsam, behutsam und noch mal behutsam, – aus Angst und Furcht, die Betreffenden könnten sich etwas antun, daß nur nichts passiert – damit muß endgültig Schluß gemacht werden… Und wenn sich ein Verbrecher, ein verkommenes Subjekt deshalb etwas antut, weil er merkt, daß wir ihn erkannt haben und mit aller Konsequenz gegen ihn vorgehen, dann ist das noch tausendmal besser, als wenn es ihm gelingt, seine verbrecherischen Absichten zu verwirklichen oder uns weiter anderen Schaden zuzufügen… Die sozialistische Gesetzlichkeit strikt durchzusetzen, alle Möglichkeiten voll auszuschöpfen, das gilt erst recht in Bezug auf Feinde, die auch weiterhin wie Feinde behandelt werden.“ - Erich Mielke, 1979.

1945-1989 in der SBZ und später DDR bis zu 280.000 Menschen aus politischen Gründen als „verkommene Subjekte“ Repressalien ausgesetzt worden: 231 Menschen wurden zum Tode verurteilt, 2/3 Urteile davon wurden auch vollstreckt, meist durch Tod durch die Guillotine. Allein nach dem niedergeschlagenen Aufstand vom 17. Juni 1953 wurden ca. 8.000 Personen wegen eines angeblichen „faschistischen Putschversuches“ inhaftiert.

Hier ist die „Sündenliste“ der poltischen Straftaten: §§ 96: Hochverrat, 97: Spionage“, 98: Ungesetzliche Sammlung von Nachrichten, 99: Landesverräterische Nachrichtenübermittlung, 100: Staatsfeindliche Verbindungen bzw. Landesverräterische Agententätigkeit, 105: Staatsfeindlicher Menschenhandel, 106: Staatsfeindliche Hetze, 213: Ungesetzlicher Grenzübertritt, 219: Ungesetzliche Verbindungsaufnahme, 220: Öffentliche Herabwürdigung der staatlichen Ordnung, 245, 246: Geheimnisverrat, 256: Wehrdienstentziehung bzw. Verweigerung.

1947-1989 verließen die „DDR“ über 3,8 Millionen Menschen, so zusagen mit Beinen gestimmt gegen dieser Regime. Von den ca. 100.000 Flüchtlingen im Sommer und Herbst 1989 waren 70% unter 30 Jahre alt und 30% unter 40.

1963-1989 insgesamt 33.755 Häftlinge für Devisen und Waren im Gesamtwert von rund 3,5 Mrd. DM „freigekauft“. (war es nicht laut § 105 nicht eine „Staatsfeindlicher Menschenhandel“?) Wurden die Menschen, die gemäß der §§ 96 und 97 Verdacht tatsächlich alle Spione und Verräter?

CHRONIK DES MORDES AN DEM "SOZIALISITISCHEN SCHUTZWALL" 1961-1989

98 Flüchtlinge, die beim Versuch, die Grenzanlagen zu überwinden, erschossen wurden,
verunglückten oder sich das Leben nahmen, 30 Menschen aus Ost und West ohne Fluchtabsichten, die erschossen wurden oder verunglückten und 8 DDR-Grenzsoldaten, die im Dienst durch Fahnenflüchtige, Kameraden, einen Flüchtling, bzw. einen Fluchthelfer oder einen West-Berliner Polizisten getötet wurden. – Insgesamt für 136 Menschen war die Mauer ein Todesmauer.

1961

IDA SIEKMANN, 58 - verunglückt tödlich am 22. August beim Sprung aus ihrer Wohnung im 3. Stock des Hauses Bernauer Straße 48, direkt an der Grenze.

GÜNTER LITFIN, 24 - erschossen am 24. August. Er wohnt im Osten, arbeitet in West-Berlin. Dann wird die Grenze abgeriegelt - und er versucht zu fliehen.

OLGA SEGLER, 80 - erlag am 26. September einen Tag nach ihrem Sprung aus dem 2. Stock ihrer Wohnung in der Bernauer Straße 34 wegen der dadurch bedingten Aufregung einem Herzleiden. Ihre Tochter lebte nicht weit entfernt in West-Berlin.

UDO DÜLLICK, 25 - ertrunken am 5. Oktober. Der junge Ingenieur hat den politischen Druck in der DDR satt, flieht nach einem Streit mit einem Vorgesetzten.

WERNER PROBST, 25 - erschossen am 14. Oktober. Der Grenzgänger spitzelt für die Stasi in West-Berlin, kann sich mit dem Mauerbau nicht abfinden.

LOTHAR LEHMANN, 19 - ertrunken am 26. November in der Havel. Der junge Wehrpflichtige ist an der Grenze im Einsatz, als er sich zur Flucht entschließt.

DIETER WOHLFAHRT, 20 - erschossen am 9. Dezember. Der Österreicher ist Fluchthelfer, bringt mehrere Menschen über die Grenze, bevor er tödlich getroffen wurde.

INGO KRÜGER, 21 - ertrunken am 11. Dezember in der Spree, vermutlich wegen Kälteschocks. Seine Verlobte Ingrid wartet am West-Ufer vergeblich auf ihn.

GEORG FELDHAHN, 20 - ertrunken am 19. Dezember. Der Grenzpolizist nutzt seinen Dienst zu einem Fluchtversuch, stürzt aber in einen Kanal.

1962

DORIT SCHMIEL, 20 - erschossen am 19. Februar am Wilmsruher Damm. Sie erlitt einen Bauchschuss, wurde „wie ein Stück Vieh an Armen und Beinen gepackt und weggetragen“, wie sich einer der Mitflüchtlinge erinnert, die alle verhaftet und zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden.

HEINZ JERCHA, 27 - erschossen am 27. März. Er gräbt vom Westen aus einen Tunnel, hilft Dutzenden zu fliehen, bevor er in einen Stasi- Hinterhalt gerät.

PHILIPP HELD, 19 - ertrunken im April. Er reißt von seinen Eltern aus, geht mit seiner Freundin freiwillig in die DDR. Rasch bereuen sie es, und Held will zurück.

KLAUS BRUESKE, 23 - erschossen am 18. April. Mit zwei Freunden rast er im Lkw durch die Grenzsperren. Die drei kommen im Westen an, Klaus aber ist tot.

LUTZ HABERLANDT, 24 - erschossen am 27. Mai am Alexanderufer. Ärzte der Charité müssen zusehen, wie der Schwerverletzte 40 Minuten liegen gelassen wird.

AXEL HANNEMANN, 17 - erschossen am 5. Juni. In einem Abschiedbrief schreibt er: "Ich habe keine Wahl. Den Grund sage ich Euch, wenn ich es geschafft habe."

ERNA KELM, 53 aus Sacrow bei Potsdam ertrank am 11. Juni 1962 nördlich der Glienicker Brücke. Der Hintergrund ihres Fluchtversuchs ist bis heute unbekannt.

HERBERT MENDE, 29 - am 8. Juli angeschossen, am 10. März 1968 an den Folgen gestorben. Sein Vater prozessierte nach 1990 vergeblich gegen den Schützen.

HANS-DIETER WESA, 19, erschossen am 23. August. Der Polizist wird von seinem Kollegen gezielt getötet, nachdem er schon den Westen erreicht hat.

ERNST MUNDT, 40 - erschossen am 4. September. West-Berlinern bleibt er als "Mann mit der Mütze" in Erinnerung, weil seine Mütze über die Mauer fliegt.

OTFRIED RECK, 17 - erschossen am 27. November an der Invalidenstraße. Er wird in einem S-Bahn-Tunnel entdeckt und von Grenzern erschossen. 17

GÜNTER WIEDENHÖFT, 20 - ertrunken im Griebnitzsee. In der Nacht zum 6. Dezember 1962 geht er auf das Eis des Sees und bricht ein. Wird erst im März gefunden.

1963

HANS RÄWEL, 21 - Tod in der Spree am 1. Januar. Nach durchfeierter Silvesternacht schwimmt er los und wird völlig wehrlos im eiskalten Wasser erschossen.

HORST KUTSCHER, 31 - erschossen am 15. Januar. Früh kommt er mit dem Gesetz in Konflikt, hat Alkoholprobleme. Als seine Ehe scheitert, er versuchte zu fliehen.

KLAUS SCHRÖTER, 23 - am 4. November 1963 nahe dem Reichstag in der Spree angeschossen und ertrunken. Seine Mutter trug aus Protest ein Jahr lang Trauerkleidung.

DIETER BERGER, 24 - erschossen am Teltowkanal, 13. Dezember. Der junge Familienvater war stark betrunken und irrte vermutlich nur zufällig an die Grenze.

1964

WALTER HAYN, 25 - erschossen am 27. Februar. West-Zeugen wollen gehört haben, wie ein Grenzposten rief: "Bleib stehen, Du Schwein, oder ich leg Dich um."

ADOLF PHILIPP, 20 - am 5. Mai erschossen. Der West-Berliner wollte sich als Fluchthelfer engagieren. Die DDR-Grenzer schossen angeblich in „Notwehr“.

WALTER HEIKE, 29 - am 22. Juni auf dem Invalidenfriedhof erschossen. Er wird beim Zoll entlassen, weil er eine Frau aus West-Berlin kennen gelernt haben soll.

NORBERT WOLSCHT, 20 - ertrunken in der Havel am 28. Juli. Er träumt von einem Leben in der Ferne, er will nach Südafrika auswandern.

HILDEGARD TRABANT, 37 - erschossen am 18. August 1964. Sie war seit 1949 aktives SED-Mitglied und wollte vermutlich wegen ihrer zerrütteten Ehe in den Westen fliehen.

HANS-JOACHIM WOLF, 17 - am 26. November erschossen. Er durfte seinen Wunschberuf nicht lernen, weil er nicht in den staatlichen Jugendverbänden war.

JOACHIM MEHR, 19 - erschossen am 3. Dezember. Bei einem Kneipenbesuch schlägt ihm ein Bekannter die Flucht vor, er macht spontan mit.

1965

CHRISTIAN BUTTKUS - 21, am 4. März nahe dem Stahnsdorfer Damm erschossen. Er floh mit seiner Verlobten, die den Kugelhagel von 199 Schüssen überlebte.

ULRICH KRZEMIN, 24 - ertrunken am 25. März am Osthafen. Er wollte von West- nach Ost-Berlin schwimmen. Warum, weiß keiner.

PETER HAUPTMANN, 26 - am 24. April angeschossen, am 3. Mai gestorben. Er wohnte im Ost-Grenzgebiet, wollte zwei Gästen helfen, die sich nicht ausweisen konnten.

DIETER BRANDES, 19 - angeschossen am 9. Juni beim Nordbahnhof. Sechs Monate dämmert er apathisch im Krankenhaus, dann erliegt er seinen Verletzungen.

HERMANN DÖBLER, 42 - Der West-Berliner wird am 15. Juni auf dem Teltowkanal erschossen, weil er mit dem Motorboot über die unsichtbare Grenze gerät.

KLAUS KRATZEL, 25, tödlich verunglückt am 8. August im S-Bahn-Tunnel am Bahnhof Bornholmer Straße. Er wollte in den Westen zu Frau und Kindern.

WALTER KITTEL, 22, erschossen am 18. Oktober. Er wurde am Grenzzaun gestellt und hatte sich bereits ergeben. Nach einem Wortgefecht eröffnen die Grenzer das Feuer.

HEINZ CYRUS, 29 - gestorben am 11. November. Er beschimpft einen LPG-Chef als „Kommunistenschwein". Wird danach nur noch schikaniert.

HEINZ SOKOLOWSKI, 47 - erschossen am 25. November 1965 zwischen Reichstag und Brandenburger Tor. Er saß wegen angeblicher Spionage sieben Jahre im Gefängnis.

ERICH KÜHN, 62 - angeschossen am 26. November, acht Tage später ist er tot. Kein Job, keine Frau, Zwangsvollstreckung - Kühn flieht vor seinem kaputten Leben.

1966

LOTHAR SCHLEUSENER, 13 - erschossen am 14. März. Er geriet zusammen mit seinem Freund Jörg Hartmann in die Grenzanlagen, vermutlich beim Spielen.

WILLI MARZAHN, 21 - am 19. März bei einem Schusswechsel getötet. Der Unteroffizier liefert sich vor seinem Tod eine Schießerei mit den Grenzposten.

EBERHARD SCHULZ, 20 - erschossen am 30. März. Jahrelang spricht er mit einem Freund über die Flucht. Schließlich wagen sie es - vergeblich.

MICHAEL KOLLENDER, 21, am Teltowkanal erschossen, 25. April. Vier Grenzer zielten auf den NVA-Soldaten. Sein Körper wird von Kugeln regelrecht durchsiebt.

PAUL STRETZ, 31 - am 29. April im Spandauer Kanal erschossen. Der West-Berliner geht betrunken baden, die Grenzer halten ihn für einen Flüchtling.

EDUARD WROBLEWSKI, 33 - erschossen am 26. Juli. 274 Kugeln werden abgefeuert, viele schlagen in West-Häusern ein - eine der heftigsten Mauer-Schießereien.

ANDREAS SENK, 6 - ertrunken am 13. September 1966 in der Spree. Ein Spielkamerad schubst den Jungen in die Spree und rennt erschrocken weg.

KARL-HEINZ KUBE, 17 - am 16. Dezember erschossen. Er hält Jugendliche vom FDJ-Beitritt ab, hört Beatles-Platten. Deshalb droht ihm das Jugendgefängnis.

1967

FRANCISZEK PIESIK, 24, ertrunken am 17. Oktober im Niederneuendorfer See. Der polnische Binnenschiffer ertrank offiziell „wegen Erschöpfung und Kälte“. In der Tat dieser Pole half den Flüchtlingen.

1968

DIETER WECKEISER, 25 - angeschossen am 18. Februar 1968, einen Tag später gestorben. Er geht wegen einer Frau in den Osten, will aber bald "nach Hause".

ELKE WECKEISER, 22 - erschossen am 18. Februar 1968. Sie hat kein eigenes Fluchtmotiv, will aber ihren Mann Dieter, der aus West-Berlin stammt, begleiten.

BERND LEHMANN,18 - ertrunken am 28. Mai in der Spree. Er weiß nicht, dass unter Wasser Stacheldraht gespannt ist, verfängt sich darin und ertrinkt qualvoll.

SIEGFRIED KRUG, 28 - erschossen am 6. Juli auf dem Platz vor dem Brandenburger Tor. Der BRD-Bürger fuhr nach Ost-Berlin, lief grundlos ins Sperrgebiet.

ROLF HENNIGER, 26 - Grenzsoldat erschossen am 15. November im Schlosspark Babelsberg.

1969

JOHANNES LANGE, 28 - am 9. April erschossen. Er war schon 1959 in die Bundesrepublik geflüchtet, aber kurz vor dem Mauerbau in die DDR zurückgekehrt.

JÜRGEN KLUGE, 21 - erschossen am 13. September zwischen Prenzlauer Berg und Wedding. Die Todesschützen werden, wie üblich, ausgezeichnet und erhalten eine Prämie.

LEO LIS, 45 - nahe dem Nordbahnhof am 20. September 1969 erschossen. Eine der 78 Kugeln geht ins Fenster eines West-Berliner Hauses und verfehlt ein Rentnerehepaar nur knapp.

1970

HEINZ MÜLLER, 26 - Tod am 19. Juni zwischen Kreuzberg und Friedrichshain. Der West-Berliner klettert nachts betrunken auf die Mauer, fällt auf die Ostseite und wird erschossen.

GERALD THIEM, 41 - erschossen am 7. August. Der West-Berliner steigt betrunken über die Mauer, die Stasi lässt seine Leiche verbrennen. Thiems Familie erfährt erst 1994 von seinem Tod.

HELMUT KLIEM, 31 - erschossen am 13. November. Er verfährt sich mit dem Motorrad, kommt zum Grenzzaun. Er wendet und fährt zurück, da eröffnet der Torwächter das Feuer.

1971

WOLFGANG HOFFMANN, 28 - am 15. Juli aus einem Gebäude der Volkspolizei in den Tod gesprungen. Er war direkt nach dem Mauerbau geflohen, wollte seine Mutter in Ost-Berlin besuchen.

WERNER KÜHL, 22 - am 24. Juli erschossen. Der West-Berliner Hilfsarbeiter erhofft sich ein besseres Leben im Osten. Die Grenzposten halten ihn aber für einen DDR-Flüchtling.

DIETER BEILIG, 30 - in der Nähe des Brandenburger Tors am 2. Oktober erschossen. Der West-Berliner protestiert an der Mauer, wird festgenommen und in der Haft getötet.

1972

MANFRED WEYLANDT, 29 - in der Spree angeschossen und ertrunken am 14. Februar 1972. Er saß schon mit 15 im Gefängnis. Als er wegen eines Diebstahls erneut in Haft soll, flieht er.

KLAUS SCHULZE, 18 - am 7. März 1972 erschossen. Er gilt als so genannter Gammler. Nach einem Verweis wegen "Arbeitsbummelei" versucht er zu fliehen.

CENGAVER KATRANCI, 8 - am 30. Oktober in der Spree ertrunken. Fiel beim Spielen in den Fluss. Aus Angst vor Schüssen traute sich ein Angler nicht, ihn zu retten.

HORST KULLAK, 23 - am 31. Dezember angeschossen, am 21. Januar gestorben. Einer der Todesschützen wird 1995 wegen Totschlags verurteilt. Er entschuldigt sich bei der Familie.

1973

VOLKER FROMMANN, 28 - am 1. März am S-Bahnhof Pankow verunglückt, am 5. März gestorben. Er sprang aus einer fahrenden Bahn, verletzte sich schwer.

HORST EINSIEDEL, 33 - erschossen am 15. März. Er ist fähiger Ingenieur, will Karriere machen. Das wird ihm verwehrt, weil er nicht in die SED eintritt.

MANFRED GERTZKI, 30 - am 27. April angeschossen und ertrunken. Nach dem Tod seiner Mutter hat er nur noch im Westen nahe Verwandte und will zu ihnen.

SIEGFRIED KROBOTH, 5 - ertrunken am 14. Mai in der Spree. Der Kreuzberger Junge fällt beim Spielen ins Wasser. Wegen der Grenzregeln kann die Polizei nicht helfen.

1974

BURKHARD NIERING, 23 - erschossen am 5. Januar am Checkpoint Charlie. Der NVA-Rekrut nimmt einen Grenzer als Geisel, andere strecken ihn nieder.

JOHANNES SPRENGER, 68 - am 10. Mai 1974 erschossen. Sein Tod an der Grenze ist ein Rätsel: Als Rentner hätte er einen Antrag auf legale Ausreise stellen können.

GUISEPPE SAVOCA, 6 - ertrunken am 15. Juni. Er stürzt beim Spielen am Kreuzberger Ufer in die Spree. Die Eltern holen seine Leiche aus Ost-Berlin, dafür müsste sie 54,50 DM bezahlen. Niemand durfte das Kind aus „DDR-Gewässer“ rausholen.

1975

HERBERT HALLI, 21 - erschossen am 3. April. Äußerlich ist er gut in die DDR-Gesellschaft intergriert, will aber immer zu seinem Bruder nach Kiel.

CETIN MERT, 5 - am 11. Mai ertrunken. An seinem Geburtstag fällt der Junge in die Spree. Niemand wagt eine Rettungsaktion, denn der Fluss ist DDR-Gebiet.

HERBERT KIEBELER, 23 - erschossen am 27. Juni. Bei einer Kneipenschlägerei richten ihn Kumpel übel zu. Gedemütigt macht er sich auf den Weg zur Grenze.

LOTHAR HENNIG, 21 - angeschossen am 4. November im DDR-Grenzdorf Sacrow, einen Tag später gestorben. Er war auf dem Heimweg, wollte gar nicht fliehen.

1977

DIETMAR SCHWIETZER, 18 - am 16. Februar 1977 am Außenring erschossen. Die Tat dient den Grenztruppen später als Lehrbeispiel für "gute Einsatzbereitschaft".

HENRI WEISE, 22 - in der Spree ertrunken, vermutlich im Mai 1977. Die Todesumstände sind ungeklärt. Sein Leichnam wurde erst nach Monaten geborgen.

1980

MARINETTA JIRKOWSKI, 18 - erschossen am 22. November. Sie will mit ihrem Freund zusammenziehen, die Eltern sind dagegen. Es bleibt nur die Flucht.

1981

HANS-JÜRGEN STARROST, 25 - angeschossen am 14. April, am 16. Mai an den Folgen gestorben. Er wird zunächst verhört statt medizinisch versorgt.

THOMAS TAUBMANN, 26 - verunglückt am 12. Dezember. Seine Scheidung wirft ihn aus der Bahn: Alkohol, Diebstahl, schließlich der Fluchtversuch.

1982

LOTHAR FRITZ FREIE, 27 - angeschossen am 4. Juni nahe der Helmut-Just-Brücke, zwei Tage später gestorben. Der West-Berliner ging grundlos ins Grenzgebiet.

1983

SILVIO PROKSCH, 21 - erschossen am 25. Dezember am Friedhof Pankow. Er liegt fast eine Stunde angeschossen im Grenzstreifen und verblutet.

1984

MICHAEL SCHMIDT, 20 - am 1. Dezember erschossen. Er soll zur Armee. Doch er weigert sich, weil er nicht "Unbewaffneten in den Rücken schießen" wolle.

1986

RAINER LIEBEKE, 34 - ertrunken am 3. September. Seit dem Besuch einer Cousine aus dem Westen fühlt er sich in der DDR eingeengt und gegängelt.

RENÉ GROSS, 22 - erschossen am 21. November. Er stellt einen Ausreiseantrag, hält das Warten aber nicht aus. Frau und Kind lässt er zurück.

MICHAEL BITTNER, 25 - erschossen am 24. November. Die Schikanen bei der NVA brechen ihn. Nach dem Wehrdienst will er nur noch in den Westen.

1987

LUTZ SCHMIDT, 24 - erschossen am 12. Februar. Die Stasi zwingt seine Witwe, von einem "Verkehrsunfall" zu sprechen, sonst nähme man ihre Kinder weg.

1989

WINFRIED FREUDENBERG, 32 - tödlich verunglückt am 8. März. Er flog mit einem Erdgas-Ballon über die Grenze, stürzte aber in Zehlendorf ab.

CHRIS GUEFFROY, 20 - erschossen am 5. Februar am Britzer Zweigkanal. Der junge Kellner will der Einberufung zur NVA entgehen. Eine Kugel trifft ihn ins Herz.

EIGENTORE…

GÜNTER SELING, 22 - Grenzsoldat angeschossen am 29. September 1962 in Teltow-Seehof, tags darauf gestorben. Ein anderer Grenzer hielt ihn im dichten Nebel versehentlich für einen Flüchtling.

EGON SCHULTZ, 21 - Grenzsoldat erschossen am 5. Oktober. 1964. Die Stasi entdeckt Fluchthelfer an einem Tunnel. Bei der Verfolgung stirbt Schultz durch Kugeln anderer Grenzer.

…UND AB UND ZU: DURCH WIDERSTAND

JÖRGEN SCHMIDTCHEN, 20 - Grenzsoldat wird am 18. April 1962 von dem Flüchtling Klaus Brueske erschossen.

PETER GÖRING, 21 - Grenzsoldat verletzt am 23. Mai 1962 am Spandauer Schifffahrtskanal. Er wird von Querschlägern aus der Waffe eines West-Berliner Polizisten getroffen.

SIEGFRIED WIDERA, 22 - Grenzsoldat am 23. August 1963 von drei Flüchtlingen niedergeschlagen, am 8. September an den Verletzungen gestorben. Er wurde mit militärischen Ehren begraben.


Deutsche Welle - MAUER Video:
http://www.dw.de/popups/mediaplayer/mediaId_4418575
http://www.berliner-mauer-gedenkstaette.de/de/todesopfer-240.html
http://www.mauerfall-berlin.de/
http://www.broda-72.de/grenze/grenze.html
Bildnachweis: © Takahisa Matsuura - www.mauer.jp




Weitere Pressemeldungen des Autors

RSS
Media-Center

Anmelden zum kostenfreien publizieren
Ticker für Webseiten
RSS Feed
API für Presseportale
Warum News4Press?
Mediendaten
Archiv
Firma / Impressum / Kontakt
Disclaimer
AGB
Datenschutz

Valid XHTML 1.0 Transitional